Literaturgefluester

2013-10-27

Sonntagsmarathon

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:27

Nachdem ich diese Woche nur sehr langsam in mein Romanprojekt hineingekommen bin, ist es am Wochenende, wo wir wieder in Harland waren, schlagartig weitergegangen. Am Dienstag, habe ich ja, glaube ich, begonnen, die ersten zwei Szenen, die ich in Roberts Schreibegruppe und beim Writersstudio skizzierte, in den Laptop einzutippen. Dazwischen war anderes zu tun, am Donnerstag bin ich wieder Szenenschreiben ins AKH gegangen. Am Freitag habe ich dann, bevor ich mich mit meiner Cousine Irmi traf, die zweite Szene, die die ich im Oktober zum Thema Schwimmen konzipierte, einzutippen. Da hatte ich dann schon einen Plan, der ersten Szenen gemacht und am Samstag war dann in Harland im Garten soviel zu tun, daß ich nicht zum Weiterschreiben gekommen bin, was mich ein bißchen beunruhigte, obwohl ich ja gut drauf war.
Am Abend begann ich dann die dritte Szene, die ich vorige Woche in der Hauptbücherei skizzierte und wo Swetlana Alexewitsch, Tante Lillys Pflegehelferin, vorgestellt wird, zu tippen und bin da vorerst an der Perspektive gescheitert, habe ich da ja mit einer Frau begonnen, die mir in der Leseecke gegenüber gesessen ist und das hat nicht gepasst.
Also habe ich wieder „Ich kann es nicht, ich kann es nicht gedacht!“, gedacht. Dann spät nachts die Persepektive geändert, die Szene mit der Swetlana beginnen lassen und plötzlich hat es gestimmt und die Ideen sind wieder geflossen. Sieben Szenen hatte ich ja schon aufnotiert und da der Alfred am Sonntag in die WU mußte, habe ich den Sonntag für einen Schreibmarathon benützt, obwohl ich in Wien zu dieser Kleinverlagsmesse gehen hätte können, aber da kann ich nicht schreiben. Also bin ich im Bett geblieben, habe auf das Baden und das Weiterlesen von Susanne Scholls „Rußland-Buch“ verzichtet, die getippten drei Szenen korrigiert und in die richtige Form gebracht.
Denn so fruchtbar das Skizzenschreiben auch ist, man muß dann beim Eintippen manchmal was verändern und korrigieren, damit es in die Handlung passt und die Szne vier, war überhaupt neu zu schreiben. Dazu gab es noch keine Skizze, Barbara geht mit dem Foto zu Tante Lilly, beziehungsweise ruft sie dort an. Die Szene fünf, wo ich mich eigentlich mit Tante Lillys Büchern beschäftigen wollte, hatte ich auch noch nicht. Da gab es ja die Ideen mich am Mittwoch damit vor den „Wortschatz“ zu setzen. Dann ist es aber anders geworden und Tante Lilly reflektiert ein bißchen über die Buben und das Foto und beim „Wortschatz“ kann ich vielleicht die zwölfte Szene schreiben. Die Szene sechs hatte ich schon am Donnerstag geschrieben, das ist die vom AKH, Jonas Gespräch mit der Oberschwester und als ich so weit war, hatte ich schon wieder viele Idee und scheinbar ist es flüßig, obwohl dann ja auch bald wieder die Grenzen kommen und ich nicht weiter weiß. Aber so entstehen wahrscheinlich Romane, aus einem Guß geht es nicht. Da bin ich möglicherweise zu ungeduldig, wenn ich mir das erwarte. Szene sieben kehrte dann wieder in die Vergangenheit und zu Renate Haydn, der verstorbenen Mutter zurück. Denn da habe ich ja aus der Oktoberschrebgruppe eine interessante Idee mitgenommen, hat mich der robert doch aufgefordert, mir im Burgtheater, den dritten Akt von Hamlet anzusehen, in dem ich einfach zum richtigen Zeitpunkt hingehe, warte, ob jemand herauskommt und um seine Karte frage. Das mache ich zwar nicht, lasse das aber die Renate machen und dadurch eine Nacht mit Konrad verbringen und so kristallisiert sich langsam heraus, sie hat mit allen drei Männern geschlafen und man weiß eigentlich nicht wer der Vater des Kindes ist. Als ich soweit war, habe ich Mittag gegessen und bin dann doch aufgestanden und mit dem Rad gefahren, was eigentlich verpflichtend war, weil es wirklich traumhaft tolles Wetter gab, eigentlich habe ich ja den ganzen Tag im Bett und vor dem Laptop verbringen wollen. So bin ich zur „Seedose“ geradelt, weil ich noch ein Buch hieneinstellen wollte, habe mir ein uraltes Mayröcker-Bändchen aus dem Jahr 1958 mitgenommen, und während des Radelns die ganze Zeit an die vier Szenen gedacht, die ich noch schreiben wollte. Szene acht stellt Konrad vor, der um seine verstorbene Frau trauert, Szene neun die Esther, Jonas Tochter, die mit ihrer Mutter große Probleme hat und Kindergärtnerin werden will. Bei Szene zehn geht Hanno aus dem am Morgen aus dem mit seiner Aktentasche, die ist noch nicht sehr ausgereift und muß wohl noch überarbeitet werden und bei Szene elf, geht Renate in die Zahnklinik und hat da auch mit Benjamin Kontakt. Barbara ist inzwischen dreißig, denn sie muß ja älter als Esther, Jonas Tochter sein und jetzt habe ich elf Szenen, 31 Seiten und sechzehntausend Worte, die ich dann am Freitag in den Nanowrimo geben werde. Ich weiß, das ist wieder nicht korrekt, aber warten, während es so gut geht mit dem Schreiben, ist nicht wirklich sinnvoll und inzwischen bin ich wieder, wie erwähnt mit meinen Idee zu Ende, muß wieder planen und korrigieren. Aber das intensive Marathon schreiben war sehr schön und fruchtbar und habe ich auch wieder ein bißchen an Anni Bürkl gedacht, beziehungsweise mich auf ihrer Seite umgesehen, die ja gestern, einen Schreibmarathon anbot und auch für den Nanowrimo schon Aufwärmratschläge gibt.
Ich weiß zwar nicht, ob das im Sinne des Erfinders ist, denn da soll man ja plotlos einsteigen, während Anni Bürkl rät, sich Gedanken über seinen Plot und seine Figuren und die Erzählperspektiven zu machen und ich halte mich ja auch nicht daran. Diesmal habe ich auch nicht die Absicht nur fünfzigtausend Worte zu schreiben und nur einen Monat zu brauchen. Aber so ganz sicher, ob ich dazu ein Jahr brauchen werde, bin ich mir schon wieder nicht, obwohl ich natürlich noch lange nicht mit dem Schreiben fertig bin, wie ich hoffe, aber was weiß man schon so genau?
Mit dem lesen geht es inzwischen ein wenig langsamer, beziehungsweise habe ich mir vielleicht wirklich meine Leseliste zu vollgestopft, leider oder zum Glück gibt es ja so viele schöne Bücher. Aber jetzt nachdem ich mit dem Schreiben fertig bin und nur mehr eine einzige Idee für eine weitere Szene, nämlich für die Tante Lilly, habe, mit der ich vielleicht wirklich wieder Skizzenschreiben gehen werde, werde ich mit der „Susanne Scholl“ in die Badewanne gehen. Vielleich kann ich das Buch noch heute auslesen und voraus rezensieren. Mit dem Bloggn bin ich ja jetzt wieder weit voraus, aber das geht, wenn man zu vielen Veranstaltungen geht, viele Bücher liest und auch über das Schreiben berichten will, nicht anders. Ist nicht wirklich schlimm und ich hoffe, mein Schreibericht ist nicht allzu wirr und unverständlich, aber auch das ist während der intensiven Konzipierphase, wo einem der Kopf raucht und man hundert Ideen hat, vielleicht nicht anders möglich. Ich werde aber alles verlinken, so daß man nachlesen und sich orientieren kann.

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