Literaturgefluester

2013-11-05

Fast fertig und „Lockstoff“

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:46

Ich trau mich es ja fast nicht zu schreiben, wie weit ich mich bei meinen Literaturprogrnosen verschätze, denn ich bin am 5. 9. fast fertig mit meinem „Nanowrimo-Novel“, das wieder ein großer Roman werden sollte, für den ich ein Jahr brauchen wollte und es hat wahrscheinlich nur knapp vierzigtausend Worte. Das heißt, wenn ich dann zu korrigieren anfangen, werden an die fünftausend Worte wegfallen und natürlich hätte ich noch sechsundzwanzig Tage Zeit, um an die sechs Szenen hinzuzufügen. Die Personen hernehmen und einfach was dazu zu schreiben, was ich schon könnte. Ich fürchte nur, es passt nicht, denn es ist inhaltlich fertig. Vierundsiebzig Seiten hat es jetzt und die Handlung ist ein bißchen anders geworden als geplant. Kein Familienepos über die drei Brüder von der Wiege bis zur Bahre, sonder Barbaras Suche nach ihrem Vater.
Mal sehen wie es noch wird, ich werde nach diesen Blogeintrag jedenfalls die letzte Szene, Tante Lillys Geburtstagsfest schreiben und dann zu korrigieren anfangen.
Wenn ich schummeln will, kann ich in der Woche nach der Buch-Wien ja noch was dazuschreiben, notfalls ließen sich auch die Literaturgeflüsterberichte dazufügen, das will ich, glaube ich, aber nicht, sondern mir eher Zeit lassen für einen wirklich langen Roman, was aber nicht zu gehen scheint.
Kann ich auch nicht ändern, vielleichts kommt das noch.
Es war jedenfalls wieder ein sehr schreibintensiver Tag und am Abend gabs eine besondere Veranstaltung, nämlich die „Lockstoffe“ die literarische Jugendschiene des „Podiums“, eine Performance für junge Literaten. Einmal war da da schon, da kann ich mich, glaube ich, an Thomas Havliks Hasenohren erinnern, Anna Weidenholzer hat aus dem „Platz des Hundes“ gelesen und Christian Schreibmüller mit gesagt, daß er meine „Amadeus-Lesung“ verschieben muß.
Diesmal wurde es von Anna Weidenholzer und Sophie Reyer organisiert, und Nils Jensen, den ich am Eingang des „Dschugel Wiens“ stehen sah, erzählte mir, daß er gekommen sei, um einige unbekannten Autoren zu hören. Aber so unbekannt waren sie gar nicht, für mich jedenfalls nicht. Außer Renate Silberer, wo ich mich nur an den Namen erinnern konnte, sie aber auch schon bei den „Textvorstellungen“ hörte, habe ich die anderen alle schon wo gesehen und gehört, aber ich bin wahrscheinlich inzwischen wirklich eine Literaturexpertin, obwohl mir das ja niemand glaubt.
Lukas Meschik, von dem ich zu Anfang des Jahres ja „Anleitung zum Fest“ gelesen habe, hat mit drei Liedern an der Gitarre begonnen, dann folgte Ekatarina Haider, die bei „Exil“ ein paar Preise gewonnen hat und die ich im Frühjahr in der „Kolik-Lounge“ hörte hatte wieder, starke Texte.
„Ich habe aufgehört zu sprechen“, „wer ist verrückt“, „was ist verückt“, etc, dahinter auf der Leinwand gab es ein Visual, das eine Tankstelle zeigte und Anna Weidenholzer folgte im Lehnsessel mit der Lampe, mit dem „Kitzbühel“-Text, den sie, glaube ich, schon bei der „Kolik-Veranstaltung“ gelesen hat. Sie las ihn aber abgehackt, beziehungsweise hatte sie Teile davon mit extra Klopfgeräuschen aufgenommen. Sophie Reyer hatte auch ein Video, wo man sie mit Bart sehen konnte, zu ihren sehr poetischen Texten. Und nur Renate Silberer, die schon in „Rauris“ gewonnen hat, las im Lehnsessel sitzend, ihre Gedichte vor. Valerie Fritsch aus Graz projezierte einen Hausflur und las dazu mit dünner Stimmer ihre ebenso sehr poetisch schönen Texte, ich bin nicht sicher ob sie aus „VerkörperungEN“ stammen, aber dieses Buch steht demnächst auf meiner Leseliste, bei den „Textvorstellungen“ habe ich sie auch schon mal gehört und ihren Bildband gelesen.
Dann kamen die Männer, nämlich Claude Monet, den ich einmal bei einem Poetry Slam im Literaturhaus hörte, jetzt überraschte er mich durch einen sehr realistischen Text von einem „Geizhals“, der sich im Supermarkt die Artikel neu ettikettiert, die Kassiererinnen gerne anspuckt, eine Pflegefall zu Hause hat und manchmal Tiere „erlösen“ geht. Also eigentlich mehr grauslich als realistisch und Robert Prosser, inzwischen ebenfalls schon sehr bekannt, folgte mit einer Musikperformance von Fabian Faltyn und Jörg Zemmler begleitet.
Am Schluß kamen wieder alle auf die Bühne,es wurde auf das Spendenkörberl und den Büchertisch hingewiesen, wo es unter den anderen Verlagsprodukten Bücher von Jörg Zemmler gab, im „Eigenverlag“ gab, was ich sehr interessant fand, daß das auch die schon Anerkannteren unter oder über „Dreißigjährigen“, jezt schon das zu machen scheinen und eine Art Buffet gab es draußen auch, aber da hat, glaube ich, zu einer anderen Veranstaltung gehört.

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