Literaturgefluester

2013-11-06

Canetti-Stipendiaten und sechster Nanowrimo-Tag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:46

Im Musa, dem Museum auf Abruf der Stadt Wien ging es weiter mit der Präsentation der Stipendiaten und Preisträger, was ich eine für eine tolle Idee halte und diesmal wurden die Canetti-Stipendiaten vorgestellt, das ist, wenn ich mich nicht irre, ich reiche ja schon lange nicht mehr ein, das Stipendium für die arrivierteren Autoren, wie Ransmayr, etc und ist auf einige Jahre verlängerbar für die Arbeit an einem Roman. 2013 haben es Angelika Reitzer und Dimitre Dinev bekommen und Elias Canetti ist ein Nobelpreisträger bei dem mir Regina Alferi, als er ihn 1981 bekommen hat, nicht glaubte, daß er ein Österreicher ist, Kurt Neumann, den ich zur Unterstützung damals in der alten Schmiede fragte, murmelte glaube ich, etwas von einem Engländer.
Nun ja, er wurde in Bulgarien geboren, das ist die Verbindung zu Dimitre Dinev und in Zürich gestorben. Und die Lesung hat nach einer Einleitung der neuen Kulturreferentin der Stadt Wien Angelika Reitzer mit ihrer in der Zeitschrift „Lichtungen“ erschienenen Erzählung „Sommersachen“ eröffnet, denn diesmal erklärte Julia Danielczyk, würde es nicht so eng um den Wiener Raum, sondern eher um Verfremdung gehen und die Geschichte handelte in verschiedenen Zeitebenen um das versäumte Leben, wie Angelika Reitzer später erklärte, die diesmal die Literatur im Herbst zum Thema „Gender“ kuratieren wird, aber da werde ich in Ungarn sein und die Veranstaltung versäumen.
Angelika Reitzers Text begann mit einer Hausbesichtigung, Barbara und Rupert, glaube ich, ziehen in eine Wohnung ein, dann geht es nach Griechenland, wo der Sohn im Meer oder außerhalb, gezeugt wird, der mag Pullunder und noch anderes. Es gibt noch andere Girechenlandurlaubsbeschreibungen. Am Schluß befindet sich Barbara auf einem Schiff und hat ihr Leben versäumt.
Nach einem Gespräch zu dem Text folgte der 1968 in Bulgarien geborene Dimitre Dinev, der 2003 mit seinem Roman „Engelszungen“ schlagartig berühmt wurde und von dem ich schon länger nichts mehr hörte. Interessant, daß er einer der derzeitigen Canetti-Stipendiaten ist und er bedankte sich in seiner Einleitung auch dafür, denn wenn man einen Roman schreiben will, muß man entweder reich sein, eine Frau haben, die einen erhält oder ein Stipendium bekommen. Nun der Nanowrimo beweist, da es für viele auch anders geht und dann gibt es ja auch noch den sogenannten „Brotberuf“.
Dimitrev Dinev las aus seinem Erstlingsroman und der, von dem ich einmal, vor zehn Jahren das erste Mal, glaube ich, in der Sendung „Ex Libris“ hörte, scheint wirklich interessant.
Der Protagonist braucht fünfzigtausend Schilling für einen österreichischen Paß, zehntausend hat er, fünftausend bekommt er von jemand anderen, die verspielt er dann im Prater in einem Casino und der Angestellte dort, weist ihm auf den Zentralfriedhof zu einem Engel.
Es folgte ein Gespräch über die Flüchtlingsfrage und das Lager in Traiskirchen, wo Divev über die grüne Grenze kommend, sein österreichisches Leben begonnen hat, wo wieder einmal alle über meiner Meinung nach gar nicht lustige Sachen lachten und ich dachte Dinves Helden fehlten vierzigtausend Schilling zu seinem Glück, mir dagegen zehntausend Worte für den Nanowrimo und die werde ich in den vierundzwanzig Tage, die noch Zeit sind, auch noch schaffen. Habe ich heute ja die letzte Szene getippt, stehe bei 39.731 Worten und habe alles zu korrigieren begonnen.
Da bin ich jetzt bei Szene vier und wenn ich das bedächtig tue, kann ich vielleicht einiges, was noch fehlt ergänzen, so daß ich nach der Korrektur nicht viel weniger als vorher habe und die 39.731 sind schon der Endstand. Da sind durchs Korrektieren auch ein paar Worte dazu gekommen.
Dann könnte ich auch noch eine Hanno Szene schreiben, wo etwas mit seinem Immunsystem nicht passt, beim Konrad gibt es noch Unklarheiten, vielleicht auch beim Jonas u.u.u.
Andere Unklarheiten, die jetzt bereinigt werden sollten, gibt es natürlich auch. So habe ich Anfangs die Renate ihr Praktikum im Raimundtheater machen lassen, dann holt sie der Jonas aber vom Theater in der Josefstadt ab und geht mit ihr ins Cafe Coural.
Ein paar tausend Worte sollten sich auf diese Art und Weise vielleicht noch finden lassen, was dann noch fehlt, kann ich ja ab dem fünfundzwanzigsten, wenn ich wieder Zeit habe, willkürlich hinzufügen.
Einfach ein paar Szenen schreiben, wenn sie nicht passen, kann ich sie ja nachher wieder entfernen.
Mal sehen, wie es mir gelingt, irgendwie ist es mir schon wichtig, mein Nanowrimoziel zu schaffen, obwohl es ja eigentlich egal ist und ich diesmal mit dem aktuellen Projekt in den Writingmonth hineingekommen ist.
Schwieriger finde ich es, daß es mir nicht gelingt, wie ich ja eigentlich wollte, vielleicht ein Jahr für vielleicht achtzig oder hunderttausend Worte zu brauchen, aber das ist ja auch egal. Sagt man doch, daß in der Kürze die Würze läge und spannend ist diese Romanarbeit allemal und ich lerne glaube ich auch sehr viel dabei.

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