Literaturgefluester

2013-11-07

Offener Universitätsbibliotheks- und siebenter Nanowrimotag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:51

Die WU ist im August von der Augasse in den Prater übersiedelt. Am ersten Mai vor einem Jahr war ich mit dem Alfred auf der Baustelle, habe mir die Austellung mit dem geplanten Projekt angesehen und Ende August am Freitag vor dem Volksstimmefest, habe ich den Alfred dort besucht, bin an der Security vorbei in sein Büro und dann durch die halbleere Bibliothek gegangen und der Alfred hat sehr viel geflucht, weil nichts fertig war und nichts klappte.
Ende September wurde dann vom Bundespräsidenten eröffnet und heute gab es einen „Open Day“ der Universitätsbibliothek mit Führungen und einem dichten Programm und da bin ich erst so richtig daraufgekommen, was für ein architektonisches Juwel der neue Campus am Welthandelsplatz Nummer 1 ist. Zaha Hadid hat jedenfalls das library und learning Center, wo auch das It-Center drinnen ist geplant und ist alles „schief geworden“, zumindestens hat das die sechsjährige Tochter einer der Vortragenden so empfunden.
Es gab ab zwei ein paar Vorträge, die darauf hinwiesen, wie wichtig eine Universitätsbiblithek auch im digitalen Zeitalter ist und, daß dort statt kopiert nur mehr eingescannt wird und die Studenten einen optimalen Arbeitsplatz vorfinden sollen. Was ich wirklich spannend finde, zu überlegen, ob es in zehn zwanzig Jahren wirklich noch so viele Bücher in Regalen geben wird, sind meine Psychologiebücher, die ich mir ja aus den Siebzigerjahren sehr eifrig kaufte, zum größten Teil, außer die von Freud, etc, eigentlich zum Wegwerfen und stehen hauptsächlich zu Repräsentiergründen herum.
Es ist auch ein Bibliothekar extra von Berlin nach Wien gekommen, der virtuell durch das Haus führte und nachher einen besonderen Wien-Führer, „Wien in Hinterhöfen“ oder so, geschenkt bekam, weil er sich noch die nächsten drei Tage in dieser Stadt aufhalten wird. Da hätte ich ja auch zwei Geheimtips für ihn und um bei der Literatur zu bleiben, da Universitätsbibliotheken ja eigenlich nicht mein Spezialgebiet sind, als ich zur WU gewandert bin, kam ich gleich bei mir in der Nähe, dort vorbei, wo Andreas Brunner glaube ich, einmal seine literarische Agentur hatte, an einer Schachtel mit ein Euro Bücher vorbei und habe mir einen originalverpackten „Peter Zimmermann“ und Ilija Trojanows und Julie Zehs „Angriff auf die Freiheit“ gekauft. Der Alfred meinte zwar, daß wir das Buch schon hätten, da hätte aber mein Katalogisierungssystem versagt, zu mindestens habe ich es noch nicht gesehen.
Danach gab es kurze Bibliotheksführungen und längere Architekturführungen durch den ganzen Campus, so daß ich daraufgekommen bin, daß sechs anerkannten Architekten für je ein Teilgebiet zuständig waren. Ein japanischer Architekt hat seinen Teil in schwarz weiß geplant. Die Angestellten haben es sich dann umstreichen lassen, was auch klar scheint, denn in einem schwarzen Büro wird man wohl depressiv.
Die vierundsechzig Institutsbibliotheken sollten auch aufgelöst und in eine Hauptbibliothek nämlich dem LC vereint werden. Trotzdem gibt es jetzt noch drei kleinere Bibliotheken und die habe ich mir auch angesehen und bei einer einen Folder, bezüglich der Opfer des Nationalsozialismus an der ehemaligen Hochschule für Welthandel, gefunden, da die Reichskritallnacht nähert sich bald zum fünfundsiebzigsten Mal.
Das Teaching Center mit dem Audi Max und der Mensa gab es auch zu sehen und nach einerBuchpräsentation über ein Buch in dem sämtliche österreichische Universitätsbibliotheken vorgestellt wurden, ein tolles Buffet, bei dem ich mich mit ein paar Bibliothekaren, die die hauptsächliche Einladungszielgruppe waren, unterhalten habe.
Und vom siebenten Nanowrimotag gibt es zu berichten, daß ich jetzt bis Szene zehn korrigiert habe und weil ich das sehr sorgfältig tat, heute auf zusätzliche achtundsiebzig Worte gekommen bin und jetzt bei 39 839 Worte halte und auch vage Ideen für ein paar zusätzliche Szenen habe.
Den Beginn des Erich Fried Symposiums habe ich dabei versäumt, aber morgen Nachmittag werden sich bevor mein Fest beginnt, wahrscheinlich ein paar diesbezügliche Lesungen ausgehen.

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