Literaturgefluester

2013-11-23

Leseprobleme

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:17

Zu was kommt man während einer Buchmesse nicht?
„Richtig zum lesen!“, habe ich einmal geschrieben und der Monat November war bei mir ohnehin ein miserables Lesemonat, denn die ersten zwei Wochen haben mich der „Nanowrimo“ und meine Geburtstagsfeierlichkeiten vom Lesen abgehalten. Dann wollte ich zwar in Ungarn einen Lesemarathon machen und habe dort auch drei Bücher gelesen, allerdings nicht die, die auf meiner Leseliste drangekommen wären, weil ich mir gedacht habe, daß ich in Ungarn eigentlich Ungarn-Bücher lesen sollte und da haben sich auf meiner Leseliste ja so einiges angesammelt.
Richtig, meine Leseliste, manche Leute schreiben und sagen mir ja, daß ich eine „irre“ habe und eine Pressedame hat sich auch einmal geweigert, mir deshalb Rezensionsexemplare zu schicken.
Dabei ziehe ich die immer brav vor und bespreche sie auch prompt, was auch ein Grund ist, warum ich derzeit mit meiner Leseliste ein bißchen ins Schleudern komme und 2013 höchstwahrscheinlich nicht alles, was darauf steht schaffen werde.
Was ja nichts macht, weil eine Leseliste kein unflexibles Etwas, sondern jederzeit abänderbar ist und ich, bevor ich eine Leseliste hatte, meine Leselpläne auch immer beliebig hin- und hergeschoben bzw. aktualisiert habe. Wie ist es zu meiner Leseliste gekommen?
Wahrscheinlich waren die offenen Bücherschränke daran schuld, daß sich vor drei Jahren noch mehr als sonst bei mir angesammelt hat und mein Bücherregal auch voll war, so daß ich mir ein neues kaufte, das jetzt schon wieder voll ist und die Blogger haben mich auf eine „Hundert-Bücher-Leseliste“ gebracht. Aus der ist dann meine Leseliste entstanden, an die ich mich 2011 und 2012 auch ziemlich gehalten habe und 2013 habe ich Bücherbeschränkungspläne entwickelt, mit denen ich eigentlich erbärmlich gescheitert bin, es gibt eben so viel was mich interessiert, aber infolgedessen habe ich mich in Frühling aufgerafft, alles aufzuschreiben, was meine Bücherliste auf zehn Jahre im voraus anwachsen ließ und die 2013 Liste ist auch angewachsen, weil es eben so viel gibt und ich dann doch bei Rezensionsexemplaren nicht nein sagen kann. So habe ich derzeit fast hundertachtzig geplant und das werde ich nicht schaffen, obwohl ich 2013 sehr viel gelesen habe.
Der Appetit kommt mit dem Essen, schreibe ich ja immer und da gab es ja im Februar auch eine Diskussion, wieviel man Lesen kann. Über hundertfünfzig Stück waren es im Vorjahr und das habe ich, glaube ich, auch heuer schon gelesen, aber im November waren es nur sehr wenige Bücher und meine Liste ist noch sehr lang.
Nach den Ungarn-Büchern und dem „F“, das ich auch eingeschoben habe, weil es mich für meine „Brüderschaft“ interessiert hat, lese ich jetzt schon eine Woche lang den „Robert Schindel“ und scheine so bald nicht zu dem neuen „Köhlmeier“ zu kommen, den ich eigentlich schon im Oktober lesen wollte.
Dann kämen ein paar österreichische Neuerscheinungen, die sich angesammelt haben, die „Andrea Grill“ aus dem Bücherkasten, die „Doris Knecht“, die mir der Alfred kaufte. „Knoi“ hat er mir auch gekauft und Judith Grubers neues Buch und ich bin im Sommer über den „Morawa-Flohmarkt“ gestolpert und habe da ein paar interessante Bücher auf meiner Liste, von denen ich eigentlich dachte, daß ich sie 2013 schaffe, aber dann kommt immer wieder Neues dazu, so habe ich mir den neuen „Trojanow“ doch schicken lassen und von der Buch-Wien, zwei Bücher von der Andrea Stift mitgebracht, ich ich auch noch lesen muß.
Dann kommt bald Weihnachten und da warten schon ein paar Weihnachtsbücher, die sich im Laufe es Jahres angesammelt haben und die Geburtstagsbücher und der „Alpha-Preisroman“ warten ohnehin erst 2014 auf mich.
Luxusprobleme ich weiß und ich genieße es auch sehr, einen solchen Bücherüberfluß zu haben, sollte es aber dennoch bald schaffen, mich auf höchstens ein neues Buch pro Woche zu beschränken, weil ich wirklich keinen Platz mehr und wirklich noch genug zu lesen habe, ich weiß, ich weiß…
Dann komme ich aber von der Buch-Wien, steige bei der Zieglergasse aus, um ins Literaturhaus zugehen und finde im Kasten John Steinbecks „Jenseits von Eden“ und Norman Mailers „Die Nackten und die Toten“ was man ja wirklich lesen sollte.
Also werde ich höchstwahrscheinlich ein paar der für 2013 geplanten Bücher erst 2014 lesen und da auch nicht chronologisch von oben bis unten , sondern das besonders Interessante vorziehen und wahrscheinlich sehr bald mit meiner 2014 Listenplanung fertig sein.
2015 warten aber auch schon ein paar schone Bücher auf mich.
Vielleicht sollte im Dezember einen Lesemonat machen, da wird es wahrscheinlich auch ein wenig ruhiger werden. Korrigieren muß ich aber an der „Brüderschaft“ und Veranstaltungen wird auch geben und ansonsten denke ich ja schon, daß es schön wäre, wenn ich morgen beim „Ö1-Quiz“ auf der „Buch-Wien“ zu dem ich wahrscheinlich gehen werde, den Büchergutschein, den es wahrscheinlich wieder gibt, gewinnen werde.
Aber den gewinnen meistens die Leute, die in der ersten Reihe sitzen. In diesem Fall ist das auch gut, weil ich ja genug zu lesen habe, aber die „Buch-Wien“ bringt einen naturgemäß auf Ideen, was man alles lesen möchte und das ist ja auch der Sinn daran. Den Gutschein für das Buch einer christlichen Glaubensgemeinschaft, den mir am Donnerstag gleich beim Eingang jemand in die Hand gedrückt hat, habe ich aber nicht eingelöst und auch der Koran, den die Saudis am Freitag verteilten, habe ich nicht bekommen, nur ein Büchlein über die „Schriftrollen vom Toten Meer.“

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