Literaturgefluester

2013-11-25

Deine, meine Hände

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:03

Unter diesem Motto stellte heute Abend Konstantin Kaiser den Gedichtband, der im Sommer 2012 verstorbenen Siglinde Bolbecher „Nadelstich“ aus der gleinnamigen, von Lydia Mischkulnig betreuten Lyrikreihe der „Theodor Kramer Gesellschaft“ vor und las dazu eigene Gedichte aus dem Gedichtband „Durchs Hinterland“, der „Podium-Gedichtreihe“, sowie Unveröffentlichtes.
Ursula Ebel, die junge Mitarbeiterin der „Gesellschaft der Literatur“ leitete sehr lang und gründlich ein, stellte die Vortragenden und die „Theodor Kramer Gesellschaft“ vor. Dann folgte Lydia Mischkulnig und stellte die Reihe und die Gedichte weiter vor.
Danach lasen Konstantin Kaiser und Dagmar Schwarz abwechselnd die Liebesgedichte.
Konstantin Kaiser begann mit zwei Gedichten nach Fotos von Siglinde Bolbecher, das erste stellte sie mit langen Haaren vor dreißig oder noch mehr Jahren im Schianzug und mit Schi vor.
Die „Sommertote“ kam vor und auch die letzten nach dem Tod geschriebenen Worte, dazwischen die Bolbecher Gedichte, die glaube ich, schon mal vorgestellt wurden, aber erst nach dem Tod erschienen sind.
Ich habe das Ehepaar Bolbecher-Konstantin ja schon vor langer Zeit kennengelernt. Wo weiß ich nicht genau. Aber Siglinde Bolbecher als Historikerin. Dann gab es auch das „Lexikon der Exilforschung“, das glaube ich, in der Nationalbibliothek einmal vorgestellt wurde.
Mit Konstantin Kaiser geriet ich dann 2001 aneinander, als ich den „Taq der Freiheit des Wortes“ für die GAV organisierte und er andere Vorstellungen davon hatte, beziehungsweise mir eine Liste von Namen übergab, die dich dazu einladen sollte.
Das ist ausgestanden, ich organisiere die Veranstaltung auch schon lange nicht mehr und habe die Beiden immer wieder bei Veranstaltungen der „Kramer-Gesellschaft“, wie den „Kramer-Preis“ aber auch anderen, die ich regelmäßig besuche, gesehen.
An einen Abend für Milo Dor in der Nationalbibliothek kann ich mich noch besonders erinnern. Als wir voriges Jahr durch die baltischen Staaten fuhren, war, glaube ich, das Begräbnis am Zentralfriedhof und heuer hat es auch einen gemeinsamen Grabbesuch gegeben, den ich ebenso versäumte. So war die Lyrikpräsentation meine persönliche Verabschiedung von der Dichterin und auch eine sehr ergreifende Veranstaltung.
Christel Fallenstein war da, Lisa Fritsch, Leander Kaiser und noch viele andere, die ich vom Sehen oder auch nicht kannte.
Und am Büchertisch zur freien Entnahme bzw. gegen eine kleine Spende, gab es etwas, was sowohl zur Lyrik als auch zur Exilforschung passt.
Nämlich Rudolf Kauders „Exil in England, Kampf in Burma, Rückkehr nach Wien“, aus dem „Mandelbaum-Verlag“. Dann „Anisja – Zwangsarbeiterin in Kärnten“ aus dem „Drava-Verlag“ und noch ein „Podium- Lyrikband“ von Margarete Herzele.
Interessant ist noch, daß Vladimir Vertlib, der auch öfter bei Verantaltungen der „Kramer-Gesellschaft“ auftritt, diese Woche, die „Gedanken für den Tag“ gestaltet und sich dort am Montag auf Lydia Mischkulnig bezog.

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