Literaturgefluester

2013-12-16

Alltägliche Außergewöhnlichkeiten

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:13
©Rudi Lasselsberger

©Rudi Lasselsberger

Alte Bekannte bei den Textvorstellungen in der „Alten Schmiede“ mit Renate Zuniga.
Nur Peter Miniböck habe ich nur vom Namen her gekannt, er dagegen mich und das „Literaturgeflüster“, was sehr interessant und erfreulich ist, sonst war die Hilde Langthaler da, die mich gleich beim Kommen begrüßte und mit dem lieben Rudi habe ich mein neues Buch getauscht und leider nicht gewußt, welchen Band seiner Willoligie, am Büchettisch ich schon gelesen haben und welchen nicht?
Macht ja nichts, er hat auch ein neues Buch „Krankenstand“ eine Erzählung, wieder in seinem bewährten Loma-Verlag, der nächste Buch wird aber 2014 bei „Resistenz“ erscheinen und ich habe wieder ein neues Buch, mit Zeichnungen von Elisabeth Ernst.
Dabei wollte ich doch mich da wieder beschränken und bis Jahresende nichts Neues mehr besorgen, macht aber ebenfalls nichts, denn man kann oder will nicht aus seiner Haut heraus und Renate Zuniga begann auch gleich in ihrer Einleitung, nachdem ich Lido Mosca- Bustamante, den dritten Leser und seine Frau begrüßte und mich neben sie setzte, über die „Alltäglichen Außergewöhnlichkeiten“ oder den besonderen Texten, denen diese Textvorstellungen gewidmet waren.
Peter Miniböcks bei Arovell erschienener Band „Die Eigenart der Ereignisse“ beschäftigt sich, wie sie erklärte, mit dem Schreiben und der Ich-Erzähler beziehungsweise, die Erzählstimmung, denn es geht ja nicht ums narrative Erzählen, setzt sich damit auseinander, hantiert dabei mit Zitaten aus Filmen etc und der Mödlinger Autor trug seinen Text auch noch mit sehr eindrucksvoller Stimme vor.
Dann folgte der Rudi mit seinem Aktionismus, zündete eine Kerze an, gedachte einiger Verstorbener, darunter Rolf Schwendter und Petra Messner, der Assistentin der „Alten Schmiede“, die mich bei einer meiner „Textvorstellungen“ angeschrieben hat und mir auch erklärte, daß sich Kurt Neumann in Leseklausur begeben hätte und die ich auch bei einigen ihrer Moderationen hörte. Dann habe ich sie länger nicht gesehen, jetzt habe ich gehört, sie ist um ihren dreiunddreißigsten Geburtstag an Krebs verstorben, was mich sehr betroffen machte.
Rudi Lasselsberger gratulierte danach seiner Mutter zum Geburtstag und begann aus seiner Williologie zu erzählen. Der erste handgeschriebene Band ist ja im fröhlichen Wohnzimmer erschienen, die weiteren bei Loma, zuerst ohne und dann mit ISBN Nummer.

©Rudi Lasselsberger

©Rudi Lasselsberger

Dann warf der Rudi Erdnüße ins Publikum und begann mit dem Lesen, allerdings las er, glaube ich nicht, wie angekündigt aus seinen zwei Bänden „Willi wo bist du – eine Spurensuche“ und „Willi auf ein Wort – eine Retourkutsche“, sondern aus einen für die Lesung adaptierten Text, wo auch die Einladung in der „Alten Schmiede“ bei den „Textvorstellungen“ vorkam und dann noch vieles andere, was Renate Zuniga schon in ihrer Einleitung erwähnte.
Die Schinkenbrote mit viel Kren in der „Bunten Kuh“, beispielsweise oder das „Bermudadreieck Margaretens“, das aus der „Bunten Kuh“, dem „Little Stage“ und noch einem Lokal, dessen Namen ich vergessen habe, besteht, in das der Willi und sein Zwilling Rudi oft verschwinden, dazwischen sang der Rudi einige Male, was Renate Zuniga sehr beeindruckte, ich ihn aber schon bei seiner Lesung im „El Speta“ hörte.
Dann gab es einen Kontrast, nämlich Lidio Mosca-Bustamantes „Tango Kontinuum“, in Spanisch und in Deutsch erschienen und Lido Mosca las die Erzählung „Das Duell“ daraus vor und hier liegt die alltägliche Außergewöhnlichkeit, wie Renate Zuniga bei der Dikussion betonte, in der Doppelbödigkeit des Textes.
Es wurde dann noch ein bißchen diskutiert, ob Lidio Mosca auf Spanisch lesen und die deutsche Version von einem Schauspieler lesen hätte lassen und der Rudi wurde gefragt, ob er sich auch mit anderen Textsorten, als mit seinen Willi beschäftigt?
Tut er natürlich, denn er ist ein vielseitiger Typ, der schon viele Bände in seinem Loma-Verlag hat, so daß er auf den Büchertisch verwies.
Die „Sonnenblumen im September“ habe ich in diesem Jahr gelesen, „Tanz in den Mai“, 2011, sonst steht, glaube ich, auch noch etwas auf meinen Leselisten, bzw. den Regalen.
Armin Baumgartner war noch da und Ottwald John, der Lidia Mosca-Bustamante zu seinem Text gratulierte und Kurt Neumann, der das, glaube ich, beim Rudi tat.
Ein interessanter Abend mit Kontrasten und Extremen, weil die literarischen alltäglichen Außergewöhnlichkeiten ja sehr vielseitig sind, wie man wieder einmal merken konnte.
Und hier für alle die nicht dabeisein konnten und den Rudi trotzdem erleben wollen, das Video.

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2 Kommentare »

  1. Hallo, Eva Jancak, danke Dir fürs Erwähnen in Deinem Blog! Wo Du ja fleißig fleißiger am fleißigsten berichtest und berichtest, so dass unsereiner fast nicht mit dem Nachlesen nachkommt!
    Eine kleine Berichtigung sei erlaubt: im RESISTENZ-VERLAG (bei Dietmar Ehrenreich) wird 2014 nicht der nächste Band der Willologie erscheinen, sondern SCHERBEN BRINGEN GLÜCK, ein Erzählband.
    Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!
    herzlichst Rudi

    Kommentar von rudolf lasselsberger — 2013-12-22 @ 16:21 | Antworten

    • Richtig, das wollte ich nach dem Anhören des Videos ohnehin korrigeren, man sieht das Gedächtnis ist sehr fehlerhaft, übrigens ich habe alle „Willi-Bände“, den „auf ein Wort“ muß ich aber noch lesen und das mit der falschen ISBN-Nummer hat glaube ich auch den „Tanz in den Mai“ betroffen oder nicht?
      Ebenfalls einen guten Rutsch und weiterhin viel Energie, dein Aktionismus und Avangardismus ist ja ebenfalls sehr erstaunlich und bewundernswert!

      Kommentar von jancak — 2013-12-22 @ 20:29 | Antworten


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