Literaturgefluester

2014-01-01

Ins neue Jahr

Filed under: Uncategorized — jancak @ 08:50

So, der Lesemarathon mit dem ich in diese Weihnachtsferien gegangen bin, an die zwanzig ungelesene Bücher standen ja im Dezember noch auf der 2013 Leseliste, ist beendet und das Ziel knapp erreicht oder verfehlt. Habe ich in den eineinhalb Wochen doch fünfzehneinhalb Bücher gelesen und die hundertachtundsiebzig Bücher auf hundertsechundsiebzig reduziert. Das halbgelesene „Knoi“ wird das erste 2014 Buch werden und Judith Gruber-Rizzys „Schwimmfüchslein“ das auch noch auf der Liste gestanden ist, wird später folgen.
Das Badewannenlesen, ein halbes Buch am Morgen, eines am Abend und bei den sehr dicken waren drei Tranchen nötig, war eine spannende Sache und so bin ich gestern nach dem halben „Knoi“ aufs Rad gestiegen und mit dem Alfred zuerst auf die Rudolfshöhe gefahren und das letzte Stück gegangen.
Denn das gehört zu unseren Jahresendritualen zu Silvester auf die Rudolfshöhe zu gehen. Das heißt der Alfred hat vorher noch so ungefähr alle Glücksbringer Marzipan- und Briocheschweinchen, die es in St. Pölten und Umgebung gab, aufgekauft und oben auf der Hütte ein Spanferkel gegessen.
Also viel Glück fürs neue Jahr, einen Glühwein getrunken und den älteren und jüngeren Frauen am Tisch zugehört, wie sie den Abend verbringen werden. Zwei der älteren Damen haben sich über das SMS-Schreiben der jüngeren mokiert und erzählt, mit wieviel Jahren über Fünfzig sie in Pension gegangen sind, was laut den Einsparplänen der Regierungen in den nächsten Jahren nicht mehr möglich werden soll.
Vom Berg hinunter mit der Schwiegermutter auf das neue Jahr angestoßen und uns vom Robert und der Ruth abholen lassen, um in Roberts neuer schöner Dachwohnung das Jahr zu beenden.
Das heißt, zuerst wollten wir auf den St. Pöltner Silvesterpfad, aber dort war tote Hose, scheint es soetwas in Niederösterreichs Landeshauptstadt nicht zu geben. Also auf das Dach, Meeresfrüchte, Hühnchen, viel Gemüse und dann noch Keks und Kuchen gegessen und ein bißchen über die Literatur diskutiert.
Die Ruth hat mir das Cover ihres neuen Buchs gezeigt, das sie im Feburar in Krems vorstellen will.
„Der Krieg nach dem Frieden“, heißt der neue Roman, der die Nachkriegszeit in Salzburg behandelt. Eine große Weiße Taube ist auf dem Cover zu sehen. Im Breschreibungstext steht etwas von „fünf Personen, die in direkter Rede, die Ereignisse nach dem zweiten Weltkrieg, den Wiederaufbau und die politsche Zeitgeschichte besprechen…“
Ich freue mich schon auf der Rezensieren, könnte ich jetzt schreiben, um wieder zu meinen Bücherplänen zurückzukehren, aber zuerst zu den Neujahrswünschen, die auf der großen schönen Dachterrasse, während die Böller flogen und die Feuerwerke zu bewundern waren, auch gedacht oder ausgesprochen wurden und ich habe natürlich viele für 2014 gibt es da ja den „Fried“- den „Wildgans“- den „Reinhard Priessnitz“ bis zu dem …preis“.
Ich weiß schon in Wirklichkeit scheine ich nicht einmal eine Literaturhausrezension für das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ zusammenzubringen.
Und die Lesungen, um die ich mich in der zweiten Jahreshälfte bemühte, scheint es auch nicht zu geben.
Über die Resignation und das Zurückziehen, habe ich ja schon beim Jahresschlußbericht geschrieben und Pläne für das nächste Buch, wenn die „Verbrüderung“ das dreiunddreißigste Selbstgemachte geworden ist, habe ich auch noch nicht.
Aber die werden sicher kommen, sagte mir der Alfred gestern doch, die Rudolfshöhe und das, was man dort beobachten kann, bietet Stoff für einige Bücher, aber ersteinmal die zwei fertig machen, die ich im letzten Jahr geschrieben habe und dann mit meinen ca eintausendzweihundert ungelesenen Bücher in die nächsten zwölf Jahre, solange meine Bücherliste reichen, gehen und schauen, ob ich das mit den Beschränkungsplänen so einigermaßen schaffen werde.
Habe ich doch, obwohl ich es mir einige Male intensiv vorstellte, den Wunsch mit den zu Weihnachten geschenkt bekommen Hunderter zum „Thalia“ oder zum „Schubert“ zu gehen und dort aus dem vollen zu schöpfen, nicht ausgeführt und den Bücherschrank bei der „Seedose“, zu dem ich am ersten Weihnachtsfeiertag fahren wollte, scheint es nicht mehr zu geben. Vielleicht wurde er auch nur über den Winter weggeräumt.
Ich habe mir in den letzten Tagen meine Leselisten intensiver angeschaut und mich auf das Lesen gefreut. Warten da 2014 einige Schmankerln auf mich, ein paar Rezensionsexemplare habe ich auch bestellt, sonst werde ich aber schauen, ob ich mich wirklich auf ein neues Buch pro Woche beschränken kann, das ich zu den einhundertzweiundzwanzig, die jetzt schon auf der Liste stehen, schreiben werde. Das werden dann wieder so an die hundertfünfundsiebzig Bücher werden, was knapp aber doch zu schaffen ist, denn einige kleinere oder größere Lesemarathons kann ich sicher einlegen, obwohl jetzt trotz Pension, wieder die psychologische Praxis und das Korrigieren kommt, das zu Weihnachten nur sehr flüchtig passiert ist.
Also auf ins neue Jahr! Ich wünsche allen meinen Lesern und Leserinnen noch einmal ein schönes mit der Erfüllung, aller möglicher oder auch unmöglich scheinenden Wünschen!
„Lassen Sie das Glück herein, wenn es an der Türe klopft!“, hat Anna Jeller auf ihrer Facebookseite geschrieben. Dem kann ich mich nur anschließen, also lesen, schreiben, baden, radfahren, etc und einige kleinere oder größere Reisen wird es für mich in diesem Jahr wahrscheinlich auch geben. So wollen wir trotz Vollversammlung der GAV heuer wieder nach Leipzig fahren. Dann die Portugalschifffahrt nachholen, die wir eigentlich schon im letzten November machen wollten und vielleicht ins Elsaß fahren.
Da steht schon ein Buch auf meiner Leseliste, das ich dann mitnehmen kann und eines von Jose Saramago habe ich gestern nachgeschaut, habe ich auch auf meinen Listen.

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3 Kommentare »

  1. Habe deine Schilderung des Sylvesterabends nach England weitergeschickt mit der Empfehlung, auch weitere Einträge zu lesen. Eine meiner Freunde dort spricht ausgezeichnet Deutsch. Sie war einmal Sprachassistentin an meiner Schule – in meinen Anfangsjahren.

    Also : literaturgefluester goes international!

    Kommentar von Robert Eglhofer — 2014-01-03 @ 04:19 | Antwort

  2. Das ist fein, das Literaturgeflüster ist aber laut Statistik ohnehin schon in hundertsechs Ländern vertreten

    Kommentar von Eva Jancak — 2014-01-03 @ 07:22 | Antwort

  3. 106? bravo!

    Kommentar von rudolf lasselsberger — 2014-01-07 @ 15:31 | Antwort


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