Literaturgefluester

2014-01-04

Zur Bücherliste

Filed under: Uncategorized — jancak @ 15:23

Meine Bücherliste ist ja eine so volle, daß sich eine Pressedame einmal weigerte mir ein Rezensionsexemplar zu schicken.
„Das werden Sie verstehen!“, hat sie geschrieben. Ich habe eher gedacht, sie freut sich darüber, daß mir Bücher so wichtig sind und ich mich für sie interessiere. Das war schon immer so. War ich ja eine in deren Arbeiterhaushalt als Kind Bücher unterm Christbaum gelegen sind, auch das von den Wiener Kinderfreunden für die SPÖ-Mitglieder. In der Bücherei war ich zwar nie oder nur kurz, da waren meine Erfahrungen mit den Bibliothekarinnen, die ich eher als verknöcherte alte Damen empfunden habe, auch nicht die beste.
An die Schulbibliothek der Hauptschule kann ich mich aber erinnern, daß ich sie frequentierte und einmal sogar versuchte ein Buch abzuschreiben, das ist durch die heutigen Methoden längst absolet und in der Straßergasse habe ich einmal, während eines Schulschikurses geholfen der Frau Professor Friedl die Bibliothek zu archivieren, was, wie ich mich erinnern kann, mich sehr beeindruckte und als ich dann langsam begann erwachsen zu werden, was ich mir einerseits sehr wünschte, habe ich es andererseits bedauert, weil ich irgendwie dachte, es gäbe dann keine Bücher mehr die mich interessieren, welch ein Irrtum würde ich heute sagen und ich habe mir als Studentin auch sehr viel gekauft.
Jetzt nicht mehr, zumindestens nicht zum Normalpreis, zu sammeln habe ich aber schon damals angefangen und die ersten Gratisbücher kamen wahrscheinlich mit den Büchertürmen der Literatur im März, wo ich immer noch einiges aufzulesen habe.
Dann kamen die offenen Bücherkästen und vorher schon mein Blog und dann langsam nach und nach meine Leselisten. Die haben ja mit einer hundert Bücher Challenge angefangen, dann habe ich sie auf meinen Blog geschrieben und seither fast bis ins unendliche gefüllt, weil mich dann irgendwann auch der Ehrgeiz packte, alles, was sich so angesammelt hat, auch aufzuschreiben und weil die Bücherschränke ja so reichlich sind und mich wirklich alles interessiert, habe ich einen ziemlichen Bücherüberschuß was mich sehr freut, aber langsam keinen Platz dafür, denn auch das neue Bücherregal ist schon voll, so kamen im Vorjahr die Bücherbeschränkungspläne, die nicht wirklich funktionierten und die ich jetzt wieder reaktiviert beziehungsweise mir ernsthaft vorgenommen habe. Ob sie ganz klappen werden, weiß ich nicht, müßen sie auch nicht wirklich, ich will nur die Übersicht bewahren und Bücherlisten über 2025 erscheinen auch nicht sinnvoll, weil ich dann schon zweiundsiebzig bin und einmal nur sechsundsechzig werden wollte.
Dazu ein paar Gedanken zu denen mich die Blogwelt, die zum größtenteil aus sehr viel jüngeren Bücherbloggerinnen besteht, angeregt habt, denn die haben auch mit ihren Sub Probleme, schreiben darüber, beziehungsweise nehmen sie sich vor im neuen Jahr nur mehr ein Buch pro Monat zu kaufen und ihre alten Schätzchen aufzulesen.
Da stehen dann auch öfter Sätze, wie den Büchern „noch eine Chance geben“, etwas, was ich nicht so ganz verstehen kann, denn ich will ja eigentlich alle Bücher lesen und bin auch eine, die nicht gerne etwas hergibt und deshalb auch nicht so gerne in Bibliotheken liest.
Aber wenn ich ein Buch, das schon zehn Jahre in meinen Regalen steht, auf meine Liste schreibe, dann gebe ich ihm ja auch eine Chance, so könnte man es formulieren, auch wenn ich dieses Wort nicht so mag und da stehen auch einige dieser Bücher auf meiner 2014-Leseliste und ich habe ja den Plan, mir jede Woche ein neues Buch zu erlauben und ansonsten, das alte, was sich angesammelt hat, aufzulesen, weil ich es sehr interessant finde, ein altes Buch zu lesen, bzw. mich immer sehr interessiert, was der oder die AutorIn sonst noch geschrieben hat.
Ich habe ja einmal in einem Blog gelesen, daß eine kein zweites Buch von einem Autor lesen will, was ich auch nicht so ganz verstehe, beziehungsweise für mich nicht passt.
In den Blogs kann man jetzt auch schon die Büchervorschauen lesen, also das, was im Frühjahr erscheinen wird, da habe ich nur die des „Residenz-Verlags“ und mir von da drei Bücher ausgesucht, die ich bei meinen Wochenbücher unterbringen sollte, aber mit den Rezensionsexemplaren klappt es bei mir ohnehin nicht so wirklich, was angesichts der vielen ungelesenen Bücher und der Bücherschränke nichts macht und es gibt auch immer Bücher auf die ich schon warte und mich freue, wenn ich sie einmal finden sollte. Cornelia Travniceks „Chucks“ wäre ein solches, Julya Rabinovich „Erdfresserin“, die Krimis der Anni Bürkl und und und.
Und die 2014-Leseliste hat auch einiges sehr Interessantes aufzuweisen, auf das ich mich schon freue, wenn es an die Reihe kommt. Da sind auch einige englische Bücher darunter, wie zum Beispiel der „Dracula“, der „Ukrainische Tractor“ nicht, denn den habe ich inzwischen auf Deutsch gefunden. Ein paar Bücher vom Wladimir Kaminer stehen datrauf und von Haruki Murakami „Gefährliche Geliebte“, das ist das Buch, mit dem der MMR im literarischen Quartett, die Sigrid Löffler so beleidigte, daß sie aus der Sendung ausgestiegen ist.
Nun ich versuche niemanden zu beleidigen und die Bücher auch nicht zu bewerten, sondern sie auf mich wirken zu lassen und natürlich schon, herauszufinden, wo und wie sie besser als die meinen sind.
Das ist wahrscheinlich auch ein Grund warum ich lese, obwohl ich das schon immer gern getan habe, aber ich habe auch schon als Schülerin geschrieben, daß ich zu wenig abgehoben schreibe, weiß ich inzwischen, kann und will es aber nicht wirklich ändern und sonst lese ich mich quer durch den literarischen Gemüsegarten und weil es so viele Bücher gibt, hat sich mein Leseverhalten, wie man an meinen Leselisten sehen kann, auch eindeutig gesteigert.
Zuviel sollte es aber auch nicht sein, damit das Schreiben nicht zu kurz kommt und da trödle ich derzeit schon wieder ein wenig herum, beziehungsweise drücke ich mich vor dem Korrigieren und während meines Weihnachtsmarathons bin ich auch nicht recht dazu gekommen, weil ich noch so viele Bücher aufzulesen hatte.
So sollten 2014 nicht mehr hundertfünfundsiebzig auf die Liste kommen und die jetzt langsam langsam herunterlesen und mich von dem Neuen nicht zu sehr beirren lassen, beziehungseise findet man manchmal ohnehin sehr neue Bücher in den Schränken, wie beispielsweise Richard Fords „Canada“ das auch auf meiner Jahresliste steht.
Dann gibts wahrscheinlich bald wieder die Bücherabverkäufe beim „Morawa“ etc und da sollte ich aufpassen und wirklich sehr ausgesucht kaufen, denn da habe ich mir ja einmal vorgenommen, das nicht mehr zu tun und es nicht gehalten.
Bei einer sehr jungen Bloggerin, habe ich vor kurzem etwas vom Unterschied zwischen bibliophil und biliomanisch und wo sich da die Grenzen verwischen, gelesen. Bei mir vermischen sie sich vielleicht, was ja nichts macht, weil ich es sehr schön finde, noch immer so viel Freude an den Büchern zu haben, obwohl mir ja schon ein Kommentierer einmal vorgeworfen hat, daß ich nicht gut mit ihnen umgehe, was ich auch nicht nachvollziehen kann.
Also auf ins neue Lesejahr, ich bin gespannt, welch schöne Schmankerln sich da finden und natürlich auch, wie gut ich meine Beschränkungspläne schaffen werde. Ein neues Bücherregal für Harland ist aber ohnehin schon geplant.

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