Literaturgefluester

2014-01-21

SchreibGespräche

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:36

Die Schreibpädagogin Marlen Schachinger, die im letzten Jahr zwei Romane veröffentlicht hat, in diesem Jahr auch in der GAV-Aufnahmejury war und bei der GV mit ihrem Laptop gesessen ist und sehr fundierte Gutachten verlesen hat, wobei ich ihr bei einigen widersprochen habe, die auch ein eigenes Schreibinstititut hat und die ich kennenlernte, nachdem sie ihren ersten Roman in Ruths Aspöcks Edition veröffentlicht hat und die dann auch noch eine Zeitlang bei „Frauen lesen Frauen“ mitgelesen hat und die ich auch zu den „Mittleren I“, als die noch im Literaturhaus stattfinden durften, eingeladen habe, hat für das Literaturhaus ein zwölf oder sechszehn langes Konzept für ein Werkstattgespräch bei Barbara Zwiefelhofer eingereicht und sich dazu Andrea Grill als Co-Autorin ausgesucht, um mit ihr über das Schreiben und das Lesen zu diskutieren, beziehungsweise gegenseitig die Werke zu besprechen.
Eine Veranstaltung zu der ich als am Schreibprozeß sehr Interessierte natürlich muß und eigentlich gar nicht kommen hätte können, da es in St. Pölten, sowohl eine Fado-Veranstaltung gab und auch der Psychologen-Jour-Fixe sein hätte sollen, der wurde aber um eine Woche verschoben und die Veranstaltung war sehr interessant. Allerdings waren nur ein paar Leute dazu gekommen, Wolfgang Hermann und ein paar Fans von Marlen Schachinger wahrscheinlich, die die Veranstaltung eine „familäre“ nannte und dann ein bißchen was dazu erzählte, beziehungsweise einen Text dazu verlas.
Es ging um die Leseinteressen, Marlen Schachinger liebt Proust und Joyce, Arno Schmidt hat sie nicht erwähnt und mokierte sich über die Kriminalromane, die mit „sagte sie zärtlich“ beginnen.
Die schmeißt sie dann weg und Andrea Grill von der ich im letzten Jahr zwei Bücher gelesen habe, erwähnte einige mir unbekannte Autoren und dann Ingeborg Bachmann und Herta Müller.
Andrea Grill hat heute noch, wie Barbara Zwiegelhofer erwähnte, den Förderungspreis für 2013 bekommen, im MUSA hat sie diesbezüglich ja schon vor längerer Zeit gelesen und erwähnte in ihrer Einleitung, daß sie eigentlich keine Romane übers Schreiben und über Schriftsteller mag, von Marlen Schachingers „denn ihre Werke folgen ihnen nach“, war sie aber hingerissen und würde das Buch jeden empfehlen und es ist, wie ihre Sachen bei Otto Müller erschienen, so daß sie die gleiche Autorin haben.
Dann stellten die Beiden ihre Werke gegenseitig vor.
Andrea Grill begann mit Marlen Schachingers „Werke“ und diese las dann einige Stelle daraus vor.
Die Fragen drehten sich um Namen und um Orte oder waren das schon Marlen Schachingers Fragen bezüglich Andrea Grills „Das Schöne und das Notwendige“ und bei dieser Geschichte über Fiat und Vinzent Engel einem Wachsjesusschnitzer und Kirchenruhesteller, der immer „Silentio“ schreit, war ich, glaube ich, mal bei einer Lesung, das ist auch das Buch, wo es um den teuersten Kaffee der Welt geht.
Marlen Schachinger hatte einige Bücher geplant, so daß ihr „Ich, Carmen“, das, glaube ich, in der Zeit entstanden ist, wo wir uns regelmäßig bei den „Lesetheater-Jour-fixes“ getroffen haben und sie daraus vielleicht auch bei den „Mittletren“ gelesen hat, nur mehr kurz erwähnt wurde, ebenso wie „Tränenlachen“ von Andrea Grill, wo es um ein junges Mädchen und ihren albanischen Ehemann geht.
Die „New York Geschichten“, die ich ja vor kurzem gelesen habe, standen auch noch zur Auswahl.
Bei Wein und Saft hat man dann noch mit den Autorinnen darüber diskutieren können. Da stieß auch Barbara Zwiefelhofer mit Sekt mit den Autorinnen an. Andrea Grill erzählte Wolfgang Hermann und einem Freund von der Preisverleihung und Marlen Schachinger fragte mich, wie es mir ginge?
Ich zeigte ich ihr kurz das „Literaturgeflüstertextebuch“ um dann zum Bücherschrank zu gehen, wo einer der Betreuer sehr viele Krimis hineingeschachtelt hat, die Marlen Schachinger, die ja sehr genau zwischen E und U unterscheidet, nicht so gerne lesen will, aber in großer Zahl dem Bücherschrank gestiftet wurden, so daß ich mir auch einige nach Hause nahm, weil es mich ja nicht sehr stört, wenn da „sagte sie zärtlich“ steht.

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2 Kommentare »

  1. Nur eine kleine kollegiale Korrektur: Ich liebe Krimis! Und lese sie in Mengen. Schrieb zudem auch selbst einen mit großem Vergnügen. Das Zitat „sagte sie zärtlich“ heißt genau genommen: „schmunzelte er sie zärtlich küssend“, und es mag einem jeden und einer jeden durchaus einleuchten, dass dies wohl Unsinn ist. Versuchen Sie es doch einmal: schmunzeln & zärtlich küssen, zeitgleich, na? Ausprobiert. Stammt übrigens aus keinem Krimi, sondern aus den viel gelesenen Schattierungen. Noch ein Tipp zu U und E zum Zeitvertreib auf eisigen Bahnhöfen: Schlagen Sie Schattierungen & Co auf einer beliebigen Seite auf und Sie werden ähnliche Sätze finden. Nur so. Zum Spaß. Und wie gesgat: Zum Zeitvertreib auf eisigen Bahnhöfen 😉
    (und lesen Sie bitte Krimis, liebe Leser/innen!)
    Ihre Marlen Schachinger 😉

    Kommentar von Dr.in Marlen Schachinger — 2014-02-05 @ 00:35 | Antwort

  2. Herzlichen Dank für die freundlichen Ausführungen in später Nacht, sind mit den „Schattierungen“ „Shades of grey“ gemeint?

    Kommentar von jancak — 2014-02-05 @ 07:33 | Antwort


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