Literaturgefluester

2014-02-19

Elfriede Gerstl auf Hebräisch

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:20

Vera Albert, die Kollegin vom KAV-Supervisorenpool habe ich vorigen April bei der „Veza Canetti- Veranstaltung“ getroffen und dann auf der Buch-Wien wieder, wo sie mir von ihrem Verlag erzählte, der „edition mittelmeer 23“, wegen der dreiundzwanzig Mittelmeerländer, den sie 2010 gegründet hat und in dem sie zweisprachige MP3CDs herausgibt.
Da gibt es eine mit Texten der ägyptischen Journalistin Heba El Afifi, sowie Adolf Holls Texte auf Italienisch und dann als dritte Ausgabe „A bissal gfiacht a bissal gfreit“ mit Texten aus einigen Gerstl-Büchern mit Originalaufnahmen, sowie drei deutschen und drei hebräisch Lesenden und einem Text auf Elfriede Gerstl von Doron Rabinovici aus „Im Widerhall der Worte“.
Diese CD habe ich Vera Albert, als Elfriede Gerstl-Fan, der ich ja irgendwie bin, abgeschnorrt und dann auf unseren CD-Player nicht abspielen können.
Aber es gab am Mittwoch eine Präsentation im jüdischen Musueum, auf die ich mich schon sehr freute.
Einige bekannte Gesichter von denen ein paar aus dem Supervisorenpool stammen, da gibt es ja immer wieder Überschneidungen und Kollgegen, die ich literarischen Veranstaltungen treffe, so zum Beispiel bei denen der „Kramer-Gesellschaft“ oder bei der Stephan Eibels Buchpräsentation vor Jahren in der „Alten Schmiede“.
Dann Herbert J. Wimmer, der mich schon im MUSA im Dezember auf die Veranstaltung aufmerksam machte. Wladimir Fried fotografierte. Der Lehrer, den ich immer in der „Alten Schmiede“ treffe, wollte auch kommen, wie er mir vorgestern erzählte, ich habe ihn aber nicht gesehen.
Vera Albert eröffnete und stellte die Lesenden Erika Deutinger und Anat Stainberg am Podium vor. Zuerst kam aber eine Gerstl-Einspielung, denn von den „Alle Tage-Gedichten“, gab es schon eine CD-Produktion mit ihrer Stimme, die 2000 in München entstanden und inzwischen vergriffen ist.
Dann erzählte Vera Albert etwas von der Entstehungsweise, nämlich daß sie auf der Buch-Wien 2012 beim Stand der IG Autoren, auf ein Gerstl-Buch gestoßen ist und Gerhard Ruiss sie ermunterte, die CD zu machen.
Michael Dak von dem es im Booklet einen kurzen Text gibt, hat die Texte auf Hebräisch übersetzt. Timna Brauer, Anat Stainberg und Sharon Nuni haben sie gelesen, Vera Albert, Erika Deutinger und Barbara Horvath die Originalfassungen und es gibt Texte aus dem „Kleiderflug“ ein Buch das in der „Edition Splitter“ von Batya Horn, mit der Vera Albert zur Schule ging, herausgegeben wurde und in dem sich Elfriede Gerstl mit Kleidern und Mode aus sechs Jahrzehnten beschätigt, berschreibt, wie sie mit einem kleinen Schwarzen in Berlin auf Zimmersuche geht, das Sammeln, die Wohnungen und das Autostoppen von einer Stadt in die andere kommt dabei immer wieder vor. Aus den „Alle Tage-Gedichten“, dem „Papiereren Garten – Gedichte und Denkkrümel“ und aus „Im Widerhall der Worte“, etc.
Interessant, daß Elfriede Gerstl Texte jetzt auch in Israel verbreitet werden.
Ist es bei der großen kleinen Dame ja immer noch ein bißchen die Frage, wie bekannt sie nun ist. Ist sie eine Rand oder eine Kultfigur? Da gehen die Meinungen ja, glaube ich, noch immer noch auseinander. In Wien war sie eine stadtbekannte Flaneurin und Kafeehausbesucherin mit ihren großen Hüten, aber Hilde Schmölzer hat ihren Namen nicht gekannt, als ihr „Frau sein und schreiben-Buch“ herausgegeben hat und Cornelia Travnicek war, glaube ich, auch ein bißchen überfordert, als FM4 von ihr einen Nachruf haben wollte, zumindestens hat sie einen Germanistikstudenten gefragt, der keine Ahnung hatte.
Ich habe die kleine alte Dame ja schon lange gekannt. Einmal hat sie auf meinen Geburtstagsfest gelesen, ein paar Bücher habe ich mit ihr getauscht und als ich damals auf das Wespennest-Fest wollte, aber keine Einladung hatte, hat sie mich dazu mitgenommen.
Interessant also Elfriede Gerstl jetzt auf Hebräisch hören zu können, habe aber sowohl den „Papiereren Garten“, als auch die „Alle Tage Gedichte“ zum Selberlesen und auch die „Wiener Mischung“. in der ersten Ausgabe, die ich mir glaube ich in der legendären Buchhandlung „Herzog“ kaufte und die „Berechtigten Fragen“ aus der „Edition Literaturproduzenten“ habe ich einmal im Schrank gefunden.
„Droschl“ gibt ja jetzt auch ihr Gesamtwerk heraus, da war ich bei zwei Buchpräsentationen, heuer wird ein weiterer Band erscheinen, wie Vera Albert auch noch erwähnte und auf all die nichtvergriffenen Bücher hinwies, die man am Büchertisch kaufen oder bestellen konnte.
Im „Literaturgeflüster-Texte-Buch„, das ich Vera Albert überreichte, gibt es auch einige meiner Gerstl-Artikel zum Nachlesen.

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