Literaturgefluester

2014-02-27

Besuch von Judith Grohmann und Diskussion zum FPÖ-Ball

Filed under: Uncategorized — jancak @ 20:56

Am Dienstag gab es noch eine Veranstaltung zum Februarkampf von der „Theodor Kramer-Gesellschaft“ im Republikanischen Club, „Februar 1934 und seine Nachwirkungen“ über den ich nicht besonders bloggte, weil es, trotz Neda Bei und Konstantin Kaiser am Podium, nicht besonders literarisch war, ist es doch um den Bankencrash der neunzehnhundertzwanziger Jahre, die Auflösung des Parlaments und die Einführung eines katholischen Ständestaates gegangen, bei dem ich schon Paralellen zu heute sehe, wo ja auch die „Hypo“ gerettet werden muß und die ÖVP-Minister bei der Regierungsangelobung, nicht nur „So wahr mir Gott helfe!“, sondern auch noch was vom „Herzen Jesu“ dazufügen, was mit immer autoritäreren Strukturen und wachsender Arbeitslosigkeit wahrhaft beängstigend ist, ich wollte aber nicht darüber bloggen und habe so den freigehaltenen Platz mit der Rezension von Judith Katzirs sehr freizügigen Roman gefülllt. Für Mittwoch war schon die Besprechung von „In geheimer Mission“ geplant und da ich ziemlich sicher war, daß Judith Grohmann, der ich diesen Termin gemailt habe, nachschauen würde, habe ich es so gelassen und den Artikel nicht, was ich sonst getan hätte, um einen Tag vorverlegt.
Judith Grohmann hat sich dann auch gleich am Mittwoch bei mir gemeldet und wir haben ein Treffen ausgemacht, für das es auch einen schönen Anlaß gegeben hätte, nämlich am Tag des Opernballs, wo die Polizei sicher wieder alles genau absuchte, absperrte und ausräumte, wie ich schon am Montag und Dienstag merken konnte, als ich an der Oper vorbei in die „Alte Schmiede“ bzw. in die Rockgasse ging, eine Diskussionsveranstaltung im Bezirksmuseum Mariahilf, zu der mich die Bezirksrätin Elisabeth Zoumboulakis-Rottenberg eingeladen hat: „Anschlag auf die Demokratie- Ereignisse rund um den FPÖ-Ball und die Demos“.
Leider hatte sie da keine Zeit, so haben wir uns um elf in meinem Wohnzimmer mit dem neuen jetzt auch schon wieder vollgeräumten Bücherregal getroffen und ich habe ihr einen Kaffee gekocht.
Vorher hat mir Ingrid Führer noch das Österreichprogramm auf der Leipziger Buchmesse geschickt. Es gibt am Donnerstag um fünf wieder einen Empfang bzw. Umtrunk im Österreichcafe vom Hauptverband und ich habe das an Mara Giese von „buzzaldrin“ weitergeschickt, die heuer auch am Donnerstag nach Leipzig kommt, um sie dort zu treffen.
Die ebenfalls im Bezirk wohnende Judith Grohmann, interessant, daß ja sowohl die Leselustfrustbloggerin. als auch die Evi von „Zwillingsleiden“ hier angesiedelt sind, kam sehr pünktlich, erzählte mir, daß sie eine Psychologentochter, Karl Grohmann war ihr Vater, ist und sie sich statt die Praxis zu übernehmen, für das Schreiben entschieden hat.
Ich bin ja den doppelten Weg gegangen und Judith Grohmann, 1966 geboren, die beim „Profil“, bei der „Presse“, beim „Standard“, etc, gearbeitet hat, hat schon viele Sachbücher geschrieben, bis sie auf die Idee mit den Polizeieinsatztruppen gekommen ist, die sie so begeistert hat, daß sie jetzt an einem Thirller schreibt. Es war ein spannendes Gespräch und eine interessante Begegnung, aus der auch ein Foto entstanden ist und ein englischer Eintrag auf Judith Grohmanns Blog, sowie ein reger Mailwechsel.
Dann hatte ich einige Stunden, die letzte leider erst um sechs, was insofern ein bißchen schwierig war, da die Diskussion schon um halb sieben begann. Zum Glück ist die Mollardgasse nicht sehr weit entfernt. Die erste Podiumsrunde war aber trotzdem schon vorbei, als ich nach sieben eingetroffen bin. Ein paar Bekannte im Publikum. Herr Blaha, Elfi Resch und dann ein paar Gesichter, wo ich die Namen nicht kenne, viele Demonstrationsteilnehmer, am Podium Susanne Scholl, ein Polizeigewerkschafter, eine junge Demonstrantin und die vorwiegenden älteren Leute im Publikum empörten sich auch über die Unverhältnismäßigkeit dieses Polizeieinsatzes, wo eine ganze Stadt wegen einem Burschenschafterball lahm gelegt, beziehungsweise in Ausnahmezustand, mit Absperrungen, Vermummungsverbot, etc versetzt wurde und das Ganze dann auch noch eskalierte.
Da war ich ja nicht dabei, sondern in Harland und habe mir das Ganze erst am nächsten Morgen in Videos angesehen. Ob es jetzt eine Opernballdemo gegeben hat, über die ich ja einmal in „Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt“ eine Szene geschrieben und sie beim „Ersten Wiener Dichterfasching“ einmal in der „Gesellschaft der Literatur“ vorgelesen habe, weiß ich auch nicht. Es war aber eine interessante Ergänzung zu Judith Grohmanns Buch und auf ihren Thriller bin ich natürlich auch schon sehr gespannt.

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