Literaturgefluester

2014-02-19

Elfriede Gerstl auf Hebräisch

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:20

Vera Albert, die Kollegin vom KAV-Supervisorenpool habe ich vorigen April bei der „Veza Canetti- Veranstaltung“ getroffen und dann auf der Buch-Wien wieder, wo sie mir von ihrem Verlag erzählte, der „edition mittelmeer 23“, wegen der dreiundzwanzig Mittelmeerländer, den sie 2010 gegründet hat und in dem sie zweisprachige MP3CDs herausgibt.
Da gibt es eine mit Texten der ägyptischen Journalistin Heba El Afifi, sowie Adolf Holls Texte auf Italienisch und dann als dritte Ausgabe „A bissal gfiacht a bissal gfreit“ mit Texten aus einigen Gerstl-Büchern mit Originalaufnahmen, sowie drei deutschen und drei hebräisch Lesenden und einem Text auf Elfriede Gerstl von Doron Rabinovici aus „Im Widerhall der Worte“.
Diese CD habe ich Vera Albert, als Elfriede Gerstl-Fan, der ich ja irgendwie bin, abgeschnorrt und dann auf unseren CD-Player nicht abspielen können.
Aber es gab am Mittwoch eine Präsentation im jüdischen Musueum, auf die ich mich schon sehr freute.
Einige bekannte Gesichter von denen ein paar aus dem Supervisorenpool stammen, da gibt es ja immer wieder Überschneidungen und Kollgegen, die ich literarischen Veranstaltungen treffe, so zum Beispiel bei denen der „Kramer-Gesellschaft“ oder bei der Stephan Eibels Buchpräsentation vor Jahren in der „Alten Schmiede“.
Dann Herbert J. Wimmer, der mich schon im MUSA im Dezember auf die Veranstaltung aufmerksam machte. Wladimir Fried fotografierte. Der Lehrer, den ich immer in der „Alten Schmiede“ treffe, wollte auch kommen, wie er mir vorgestern erzählte, ich habe ihn aber nicht gesehen.
Vera Albert eröffnete und stellte die Lesenden Erika Deutinger und Anat Stainberg am Podium vor. Zuerst kam aber eine Gerstl-Einspielung, denn von den „Alle Tage-Gedichten“, gab es schon eine CD-Produktion mit ihrer Stimme, die 2000 in München entstanden und inzwischen vergriffen ist.
Dann erzählte Vera Albert etwas von der Entstehungsweise, nämlich daß sie auf der Buch-Wien 2012 beim Stand der IG Autoren, auf ein Gerstl-Buch gestoßen ist und Gerhard Ruiss sie ermunterte, die CD zu machen.
Michael Dak von dem es im Booklet einen kurzen Text gibt, hat die Texte auf Hebräisch übersetzt. Timna Brauer, Anat Stainberg und Sharon Nuni haben sie gelesen, Vera Albert, Erika Deutinger und Barbara Horvath die Originalfassungen und es gibt Texte aus dem „Kleiderflug“ ein Buch das in der „Edition Splitter“ von Batya Horn, mit der Vera Albert zur Schule ging, herausgegeben wurde und in dem sich Elfriede Gerstl mit Kleidern und Mode aus sechs Jahrzehnten beschätigt, berschreibt, wie sie mit einem kleinen Schwarzen in Berlin auf Zimmersuche geht, das Sammeln, die Wohnungen und das Autostoppen von einer Stadt in die andere kommt dabei immer wieder vor. Aus den „Alle Tage-Gedichten“, dem „Papiereren Garten – Gedichte und Denkkrümel“ und aus „Im Widerhall der Worte“, etc.
Interessant, daß Elfriede Gerstl Texte jetzt auch in Israel verbreitet werden.
Ist es bei der großen kleinen Dame ja immer noch ein bißchen die Frage, wie bekannt sie nun ist. Ist sie eine Rand oder eine Kultfigur? Da gehen die Meinungen ja, glaube ich, noch immer noch auseinander. In Wien war sie eine stadtbekannte Flaneurin und Kafeehausbesucherin mit ihren großen Hüten, aber Hilde Schmölzer hat ihren Namen nicht gekannt, als ihr „Frau sein und schreiben-Buch“ herausgegeben hat und Cornelia Travnicek war, glaube ich, auch ein bißchen überfordert, als FM4 von ihr einen Nachruf haben wollte, zumindestens hat sie einen Germanistikstudenten gefragt, der keine Ahnung hatte.
Ich habe die kleine alte Dame ja schon lange gekannt. Einmal hat sie auf meinen Geburtstagsfest gelesen, ein paar Bücher habe ich mit ihr getauscht und als ich damals auf das Wespennest-Fest wollte, aber keine Einladung hatte, hat sie mich dazu mitgenommen.
Interessant also Elfriede Gerstl jetzt auf Hebräisch hören zu können, habe aber sowohl den „Papiereren Garten“, als auch die „Alle Tage Gedichte“ zum Selberlesen und auch die „Wiener Mischung“. in der ersten Ausgabe, die ich mir glaube ich in der legendären Buchhandlung „Herzog“ kaufte und die „Berechtigten Fragen“ aus der „Edition Literaturproduzenten“ habe ich einmal im Schrank gefunden.
„Droschl“ gibt ja jetzt auch ihr Gesamtwerk heraus, da war ich bei zwei Buchpräsentationen, heuer wird ein weiterer Band erscheinen, wie Vera Albert auch noch erwähnte und auf all die nichtvergriffenen Bücher hinwies, die man am Büchertisch kaufen oder bestellen konnte.
Im „Literaturgeflüster-Texte-Buch„, das ich Vera Albert überreichte, gibt es auch einige meiner Gerstl-Artikel zum Nachlesen.

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Neubeginn

Filed under: Uncategorized — jancak @ 11:41

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Während ich auf die Lieferung der „Dreizehn Kapitel“, das in den bestellten fünfzig Stück heute von der Druckerei kommen soll, warte, habe ich die „Brüderschaft“ fertig korrigiert. Ein Foto aus den alten Alben herausgesucht, wir waren früher öfter in Italien, in der Toskana und in Venedig, in Bibione nicht, aber da habe ich eines mit dem Meer im Hintergrund, einen Steinhaufen auf dem ein Vogel sitzt, gefunden, das als Cover dienen könnte.
Denn eines mit drei jungen Männern in Badehosen habe ich nicht. Der Alfred hat zwar gemeint, daß ich die mir mieten könne und mit ihnen nach Italien fliegen, er macht dann das Foto.
„Das wird aber teuer kommen!“, hat er dazu gescherzt, aber so genau braucht es ja auch nicht sein. Kann das Cover ja ruhig die Fantasie anregen und den Text für den Buchrücken habe ich inzwischen auch geschrieben. Da frage ich ja manchmal bei mir bekannten Schriftstellern an, aber die meisten lehnen ab und haben keine Zeit und wenn man es selber macht, wird es auch genauso wie man es will, was ja auch ein Vorteil ist und keine Mißverständnisse erzeugt.
Jetzt bekommt der Alfred den Text zum PDF machen und ich warte auf die „Dreizehn Kapitel“ damit wir ein Foto machen können und ich das neue Buch im Netz präsentieren kann.
Dann kommt eine kleine Aussendung. Die Nationalbibiliothek will ja ihr Pflichtexemplar. An das Literaturhaus habe ich in den letzten Jahren auch immer ein Buch geschickt, an die „Alte Schmiede“ für die „Textvorstellungen“, an die Edith Ulla Gasser von Ö1, damit sie vielleicht wieder eine Sendung macht. Bei der „Gesellschaft für Literatur“ habe ich damit aufgehört, weil die mir ja sehr deutlich sagten „Selbstgemachte Bücher nicht!“ und beim „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ eine Ausnahme gemacht, weil ich dachte, das ist ja etwas Besonderes. Was aber nur ich so zu sehen scheine. Also sollte ich es so lassen und würde demnächst vier Bücher versenden.
„Zehn Prozent für die Werbung!“, habe ich der Marianne Gruber, als ich mir noch Hoffnungen machte, einmal geschrieben. Da würde mir ein Buch überblieben, was ich meinen Leser hiermit anbieten kann, wenn die mir vielleicht eine Rezension für ihren Blog oder wofür auch immer schreiben wollen.
Ansonsten schiele ich auf das große schwarze chinesische Buch, aus dem schon die halben Seiten herausgerissen sind und in dem ich mir die ersten Notizen für ein neues Projekt machte.
Ein paarmal habe ich ja schon darüber geschrieben, was als Neues kommen könnte. Vielleicht etwas anderes, als die schon abgelutschten und angeschriebenen Themen, der letzten Bücher. Nicht immer übers Alter und über Bücherlesen, hat eine Leserin einmal gefordert und ich habe damit weitergemacht und auch jetzt etwas von einer ehemaligen Buchhändlerin stehen, die bei sich Alzheimer diagnostiziert, auf ihre drei Regale mit ungelesenen Büchern, die sie sich aus ihrer Buchhandlung mitgenommen hat, schielt und damit versucht gegen das Vergessen anzukämpfen.
„Nicht schon wieder!“, wenn es aber wichtig ist? Vielleicht trotzdem nach etwas anderem Ausschau halten, sich in eine Art Schreibklausur begeben und sich in Cafes, Bibliotheken, etc setzen, mit einem Notizbuch in der Tasche, der steckt noch von der „Brüderschaft“ darin, durch Wien begeben und aufschreiben, was man da so sieht und entdeckt. Das ist nicht schlecht, das habe ich auch vor. Paralell dazu kann ich ja an meinen „Anna-Skizzen“ beginnen.
Daß die vielleicht ein Rumäne besucht, der sich als Arzt ausgibt und den sie für einen Krankenpfleger hält, ist mir schon eingefallen. Sie könnte auch die Geschichten aus ihren Büchern weitererzählen. Einen Sohn, der vielleicht Bankbeamter ist und eine Enkeltochter haben, die Literatur studiert und einen alten Hausarzt als Freund und und und.
Ich kann aber noch ganz andere Einfälle haben und andere Personengruppen einbeziehen. Mal sehen, wie es gelingt. Das Zeit lassen ist ja auch wieder ein Thema. Stammleser werden schon wissen, daß das jetzt kommt. Obwohl ich inzwischen nicht mehr so ehrgeizig bin, ein Jahr zu fordern. Denn keiner kann aus seiner Haut heraus. Auch ich nicht. Ich bin eine Schnelle und vielleicht bräuchte ich auch mehr Aufmerksamkeit, mehr Aufmunterung, damit der große Roman oder die Erzählung gelingt. Short stories haben inzwischen ja auch ihren Ruf bekommen oder hatten ihn schon immer. Aber auch das ist ja etwas was mir nicht so liegt. Meine Stärke liegt wahrscheinlich dazwischen. In der sozialrealistischen Erzählung, mit den Blick an den Rändern und da wäre es gut, wenn ich so hemmungslos und ungebremst wie möglich, ohne mit dem permanten Gedanken „Du kannst es nicht und hast das auch schon bei deinen dreiunddreißig vorigen Büchern bewiesen, daß du es nicht kannst!“
Mich frei oder fortschreiben könnte und auch was Neues schreiben, wenn das nach vierzig Jahren (erfolglosen) Schreiben noch möglich ist.
Mal sehen, wie es wird. Das Problem ist ja auch, was ist, wenn der große Wurf gelingt, und keiner merkst, weil niemand hinschaut und es interessiert?
Damit das nicht passiert gibt es aber die Schreibberichte im „Literaturgeflüster“ und da jetzt die Kiste mit den Büchern mit einem kleinen Block als Geschenk von der Druckerei gekommen ist, kann ich mich mit dem Zahlschein auf die Bank aufmachen, beziehungswweise vorm „Wortschatz“ die Anna treffen, um mit ihr ins „Schloßquadrat“ essen gehen. Da werde ich ihr ein Buch mitbringen, ein zweites könnte ich ja auch in den Schrank stellen und der, der es findet, hat einen sehr aktuellen Zug gemacht und kann, wenn er oder sie will, mir natürlich auch eine Rezension schreiben!

2014-02-18

Wen interessierts?

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:52

Die Antwort auf Marlene Streeruwitz Essay „Theater, Literatur, politische Spreche, Literatur wie im echten Leben“, wurde von Angelika Reitzer, dem 1979 in Graz geborenen Lyriker Stefan Schmitzer zugeteilt, der, wie sie in der Einleitung betonte, schon seit seinem ersten bei „Droschl“ erschienenen Gedichtband ein sehr politischer Autor ist, dem es bestens gelingt, die Poesie mit der Politik zu verbinden, was ich bestätigen kann, habe ich Stefan Schmitzer doch auf dem Volksstimmefest kennengelernt, war dann im Museumsquartier bei einer Lesung und in der „Gesellschaft für Literatur„, wo er mit Helwig Brunner in poetischen Dialog getreten ist.
Trotzdem könnte man fragen, was ein Lyriker darauf zu antwortet hat, daß einer Autorin, wie Marlene Streeruwutz in ihrer Lection erzählte, vom Volkstheater einen Theaterauftrag bekommen und bezahlt bekam, den dann weggelegt wurde, weil das Resultat zu politisch war. Die Autorin schäumt, denkt kurz daran die Theater abzufackeln und beschließt dann einen Roman zu schreiben. Der wird wahrscheinlich im Mai erscheinen. Ich habe inzwischen ein älteres Streeruwitz-Buch aus dem Kasten gelesen und Stefan Schmitzer antwortete mit einem wahrhaft poetischen Rundumschlag in einigen Teilen und Unterkapiteln, immer schön mit Musikstellen unterlegt, Brecht, Johann Nestroy, einstürzende Neubauten, etc, von Häuschen und Salönchen wurde gesprochen, die niemand wollte und in denen Salome aufgeführt würde und von der deutschsprachigen Dichtung, für eintausendfünhundert Lyrikfans, in der es Dialektautoren schwer haben, etc, etc.
Als nur mehr der Kopf rauchte, ergriffen Jaqueline Kornmüller und Peter Wolf, zwei kritische Theatermenschen das Wort. Peter Wolf begann damit, daß er das heutige Theater und die Bücher, die man bei „Thalia“ finden würde, schlecht fände, ich weiß nicht, ob ich ihm da zustimmen würde. Jaqueline Kornmüller liebt aber das Inszenieren, tut es immerzu und hat das auch mit Stefan Schmitzers Text getan, den sie dann beim Zuhören ganz anders empfunden hat. Gerhild Steinbuch, Franzobel, Angelika Reitzer und andere Gegenwartsautoren, hat Peter Wolf schon inszeniert oder mit ihnen Theater gemacht und Jaqueline Kornmüller im Volkstheater mit dreißig Asylwerbern, die dort erzählten, wie und auf welche Art und Weise sie nach Österreich gekommen wären. Nicht unbedingt authentisches Theater, aber Geschichten die erzählt werden mußten. Dann kam noch die Frage, für wen die Diskutanten schreiben würden, zuerst für sich und danach fürs Publikum lautete die Antwort.
Eva Brenner aus dem Publikum erzählte noch über die triste Situation in der freien Theaterlandschaft. Über die gegenwärtige Krise des Burgtheaters wurde auch noch diskutiert. Nicht sehr viel Publikum, der alte Herr, der sich einmal, lang lang ists her, bei einer ähnlichen Diskussion mit Emmy Werner anlegte, ist vor der Diskussion gegangen. Andrea Stift war da, Michael Hammerschmid und noch ein paar Interessierte.
Einen Abend des Autorenlabors wird es im März noch geben. Die Antwort auf Kathrin Röggla, die ich wohl versäumen werde, weil zeitgleich Literatur im MUSA ist und Angelika Reitzer hat einen neuen Roman geschrieben, der ebenfalls im März in der AS präsentiert wird, wo ich wahrscheinlich auch woanders sein werde.
Wen interessierts? Mich natürlich, lautet die Antwort. Das Theater weniger, die Lyrik ein bißchen mehr, das politische Leben sehr und natürlich vor allem, wie und was man schreibt und da warte ich schon sehr gespannt auf mein neues Buch, das morgen kommen soll, während ich noch immer an der „Brüderschaft“ mehr oder weniger eifrig korrigiere.
Denn die Resignation, etwas, das Jaqueline Kornmüller für sich nicht gelten lassen wollte, ist ja etwas mit der ich sehr kämpfe, das echte Leben der politischen Revolution in der „Alten Schmiede“ war aber schon sehr interessant.

2014-02-17

5.1-Kanal-Surround

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:26

Einmal im Jahr gehe ich sozusagen in die „Alte Schmiede“ zum Radiohören oder auch nicht immer, denn eigentlich bin ich ja kein so besonderer Fan von „Literatur als Radiokunst“ und auch keiner von Hörspielen, obwohl zur „Ö1-Hörspielgala“ oder „Lange Nacht des Hörspiels“ gehe ich öfter, aus Gewohnheit oder wegen der vollständigen Berichterstattung und hatte ich mir die heutige „Radiokunst“ im Programm gar nicht angestrichen, weil aber nichts anderes am Kalender stand, bin ich hingegangen und dabei die „Tonspuren“ und die „Texte aus Österreich“ versäumt, aber das höre ich auch nur selten, weil ich ja um diese Zeit kaum zu Hause bin, beziehungsweise läßt es sich ja nachhören.
Im letzten Jahr bin ich bei der „Radiokunst“ gewesen und habe Elisabeth Wandeler-Deck dabei gehört, auf die ich gestern als ich „Punk Pygmalion“ gelesen habe, wieder gestoßen bin und Birgit Schwaner und noch zwei Männer und heute stand wieder dieses gemischte Doppel auf dem Programm.
Kurt Neumann eröffnete, entschuldigte Christiane Zintzen, die Kuratorin der Veranstaltung, begrüßte Liesl Ujvary im Publikum, die diese Reihe vor Jahren ins Leben rief und erklärte, daß der ORF zweimal im Jahre eine solche Sendung mit je zwei Texten mache, wo es nichts als den Text und die Stimme des Autors oder der Autorin gäbe, die dann im Vorfeld mit der Hörspielgala immer in der „Alten Schmiede“ präsentiert wird.
Experimentell interessiertes Publikum, wie Peter Pessl, Christel Fallenstein, Brigitta Falkner und und und und die ausgewählte Autoren waren diesmal Gundi Feyerer, Dieter Sperl, Karin Spielhofer und Jörg Piringer.
Gundi Feyerer, die aus Malaga kam, wo sie wohnen dürfte und die ich nur vom Namen kannte, begann und erzählte der Programmleiterin Elisabeth Zimmermann, die Christiane Zintzen vertrat, wie sie zu ihrem Hörstück „Der Himmel dreht die Tage in die Nächte“ gekommen ist.
Sie hat sich Gedanken darüber gemacht, wie ihre Stimme vom Studio zu den Zuhörern nach Hause kommt, der Tonmeister hat es ihr ermöglicht das technisch darzustellen und den Titel hat das Stück, weil sie die Erde um die Sonne dreht oder so ähnlich habe ich es verstanden, daß es die Autorin erklärte. Sie sagte jedenfalls, daß das sehr einfach und sehr logisch wäre.
Dann kam Dieter Sperl, den ich schon mal bei den Textvorstellungen hörte und auch vom Namen her als einen sehr experimentellen Autor kenne und erklärte, daß die Tonmeister bei ihm eine Ausnahme machten, denn bei ihm kämen Geräusche und auch Stimmen von U-Bahnpassanten vor. Er hat zwei Textreihen miteinander vermischt, nämlich „Fluß der Erscheinungen oder Poesie und Crossing the River of Imaginationen“, das eine sind Prosatexte, das andere Tagebuchfragmente, die er in der U-Bahn und auf der Landstraßer Hauptstraße aufgenommen und ins Studio mitgenommen hat.
Dann kam Karin Spielhofer an die Reihe, die ich schon bei der „Lyrik im März“ hörte und die auch einmal im Amerlinghaus ihren Weg des Schreibens erklärte. Es gibt von ihr ein altes Bändchen aus dieser orangen „Jugend und Volk Reihe“ aus den Siebzigerjahren, das mir Rudi Pollak vor Beginn zeigte und daß er von der Autorin signieren ließ und ihr Text schloß sich fast nahtlos an den von Gudi Feyerer an.
„Ins Hören reden“ heißt er und auch da geht es darum, wie der Text zu den Zuhörern kommt und Karin Spielhofer hat mit Spaß mit ihrer Stimme experimentiert.
So hat ihr der Tonmeister ein Mikrofon herabgelassen, sie ist im Kreis gegangen und hat mit verschiedener Lautstärke und Höhe hineingesprochen.
Jörg Piringers experimentelle Texte kenne ich schon und glaubte ihm schon bei der „Radiokunst“ gehört zu haben. Jetzt erzählte er, daß er dafür ein Computerprogramm aufgenommen hätte, dann ging ihm der Computer ein und er mußte improvisieren. So heißt sein Stück auch „impulsantwort“ und er hat Schreibmaschinentexte genommen, die in den letzten Jahren entstanden sind, sie im Studio schnell hinuntergelesen und es war ein interessanter Kontrast zu Karin Spielhofers poetischen Text. Es gab bei ihm auch sehr viel Geräusche und Obertöne, die wahrscheinlich seine entfremdete Stimme waren und immer wieder Antworten auf Radiomeldungen und Sprachassoziationen.
Mit Christl Fallenstein hatte ich vorher auch noch geredet und ihr erzählt, daß ich Crauss „Motorradheld“, den ich mir vor zwei Jahren beim „Morawa-Abverkauf“ kaufte, noch immer nicht gelesen habe und sie erzählte mir, daß sie am Wochenende beim „Wartholzer-Literaturpreis“ in Reichenau an der Rax war.
Ach ja, darüber sollte ich berichten, denn das tue ich ja immer und nehme interessiert Anteil an diesem Newcomerwettbewerb, der von bekannten Juroren ausgesucht und begleitet wird und bei dem schon interessante Autoren wie Christian Steinbacher, Andrea Winkler, Michael Staravic, etc gewonnen habe. Diesmal habe ich von den zwölf von den sechshundert ausgewählten nur Markus Ohrts und Franz Miklautz gekannt und den Sieger Stephan Groetzer, der 1965 in Hamburg geboren wurde, nicht. Luis Stabauer mailte mir aber schon gestern, daß sein Text sehr interessant gewesen wäre. Man kann ihn auf der Homepage nachlesen und eine Anthologie gibt es jedes Jahr auch. Mal sehen, ob ich sie bekomme, wenn, habe ich wieder etwas, worüber ich berichten kann.
Mit Peter Pessl, der auch sehr viel für das Radio arbeitet, bin ich ein Stück nach Hause gegangen und jetzt könnte ich nachsehen, was ich im Ö1-Programm versäumt habe oder mich auch anderwertig mit Literatur beschäftigen. Da gibt es ja noch viel zu tun und die „Lange Nacht des Hörspiels“ nächste Woche werde ich höchstwahrscheinlich versäumen, da da die Ruth Aspöck in Krems ihr neues Buch vorstellen wird.

2014-02-16

Müde bin ich Känguruh

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:10

Das dichtet die sechzehnjährige Teresa, ein sogenanntes Patchwork-Kind für ihre Stiefschwester Steffi und ansonsten erzählt sie einem vielleicht etwas zu altklug betulich schnodderigen Ton, eine Mischung aus allem, vom Leben eines solchen und der Benachteiligung die man erfährt, wenn einem die Stief nicht mag und deren Eltern ziemliche Ekel sind.
Da ist also Teresa, ein Kind der Mittelschicht, das sind die, wie die Profil-Kolumnistin und Frauenrechtlerin Elfriede Hammerl erklärt, die nach oben bukeln und sich nach der Oberschicht bzw. den Aristrokraten sehen und die Prolos treten, von wo vielleicht Hannes, Teresa Vater kommt.
Teresa sagt aber „Proll“ und hat eine Society-Mutter, eine sogenannte „Promi-Schlampe“, ob eine Sechzehnjährige wirklich dieses Wort benützt, die am Cover von Magazinen, namens „Leute“ herunterlächelt, so daß Hannes, das Sorgerecht für sie beantragt hat und nun lebt Teresa bei ihm und Betty und deren vielen Kindern. Da gibt es mal Carolina, die Betty mit in die Ehe brachte und dann noch die Kinder der beiden, Steffi, die einen Privatkindergarten besucht, dann die Zwillinge Leopold und Ferdinand, die vielleicht nach der Familie Habsburg heißen.
Betty ist Hausfrau oder vielleicht in Karenz und kocht biologisch, hat Freundinnen aus besseren Kreisen, Anwältinnen oder Anwaltsgattinnen und wenn die mit ihren Kindern zum Kaffeeklatsch kommen, muß Theresa die Kinderschar hüten und bekommt die Babysitterdienste nicht einmal bezahlt. Nur Taschengeld und das wird ihr später auch noch entzogen.
Teresa besucht als einzige ein öffentliches Gymnasium, das sie „Intellektuellenschmiede“ nennt, denn sie ist ja nicht Bettys Kind.
Betty sagt „Mach nicht so ein Gesicht, Fräulein!“ und nie ihren Namen, wenn sie Vollkornpalatschinken auf den Tisch stellt.
Und dann gibt es noch die diversen Patchworkgroßeltern. Da sind einmal Walter und Inge, Bettys Eltern, die ständig in dem Reihenhaus mit Garten, anwesend zu sein scheinen, über Teresa lästern und sie für Carolinas Bulimie verantwortlich machten, als sich das vormalige Pummelchen auf Größe zzweiunddreißig hinunterhungert und nicht auf Teresa hörten, als sie das voraussah.
Hannes Mutter, die Oma, ist der Prolo, hat viel gearbeitet und bringt ständig ökologisch unkorrekte Plastikspielsachen und fette Torten, die keiner ißt, für die Kinder.
Sophies, der Promi-Schlampe, Eltern, Omi und Opi, sind patent und verständisvoll, ein ehemaliger Hochschullehrer und eine Französischlehrerin, die vielleicht in einen Alzheimer kippt, Teresa muß aber Spanisch lernen, weil Hannes sie nicht zuviel zu Sophies Eltern läßt und so lebt es sich dahin in der großen Familie mit dem Hang nach oben.
Mit Max, Carolines Vater, gibt es Schwierigkeiten und für den neuen Geländewagen und den großen Hund ist auch kein Geld da, weil Carolines Therapie zu bezahlen ist und Max sich weigert, das zu tun. Und als Sophie sich mit einem alten Promi verlobt und Teresa mit ihm und ihr am verlängerten Wochenende nach Ungarn zur Jagd fahren soll, weigert sie sich, aus Angst der alte Knacker könnte einen flotten Dreier wollen.
So fährt sie allein nach Venedig, liest dort im Hotelzimmer Bücher oder besichtigt Kirchen und als sie nach Hause kommt, will Betty sie ins Internat stecken, denn der alten Knacker war mißtrauisch, als sich Teresa wegen Babysitten entschuldigte und hat zu Hause angerufen.
Es gibt auch einen türkischen Freund aus der Oberschicht, einen Diplomatensohn namens Sedar und eine Liebe zu einem Lehrer namens Uli, mit dem Teresa in der Disco knutschte, bevor er ihr Lehrer wurde, dann weigerte er sich, sie zu entjungfern und als Teresa von Venedig zurückkommt, entzieht ihr Betty das Taschengeld, so daß sie Nachhilfestunden geben muß.
Ist so das Patchworkleben in der Mittelschicht? Wahrscheinlich und Elfriede Hammerl erzählt es auch sehr köstlich, obwohl es mir vielleicht manchmal ein bißchen zu schicki-micki ist und es gibt auch sehr viele Vorurteile, die diese Mittelschichteltern, die nach oben wollen haben, haben. So fordert Betty einmal ernsthaft, daß die Prolos keine Kinder haben sollen und es deshalb Schulgeld geben muß.
Aber wahrscheinlich hat Elfriede Hammerl solche Diskussionen in ihrem Bekanntenkeis schon einmal gehört, mir sind sie auch nicht unbekannt und da denke ich an die „Prolo-Emma“ oder die Frau Karline, die nicht gleich „ja“ sagte, als die tschetschenische Flüchtlingsfrau sie fragte, ob sie sich in ihrem Zimmer vor der Abschiebung retten kann?
Hätten Betty oder Elfriede Hammerl das getan oder vielleicht doch blumige Ausreden gefunden, warum das leider nicht geht.
Bei Frau Hammerl weiß ich das natürlich nicht. Die Betty lästert aber gewaltigt über ihre slowakische Perle Anna, obwohl sie ihr nur für viermal bezahlt, wenn sie fünfmal in der Woche putzen kommt.
Elfriede Hammerl kenne ich von ihren Profil-Kolumnen, von denen mir manche gefallen, mache vielleicht auch wenig zu überzogen sind, Anita C. Schaub hat sie in ihrem „Frauen schreiben- Buch“ interviewt und dann einmal in eine „Poet-Night“ als Special Guest mitgebracht, wo sie „Die Nachrichten aus dem Krisengebiet patchwork-Familie“ vorstellte.
„Den verpassten Mann“ habe ich auch einmal im Schrank gefunden und vor kurzem war ich auch bei einer Lesung, die die Frauenbeauftragte für Gesundheit Beate Wimmer-Buchinger veranstaltete und Elfriede Hammerl, wo es nachher Wein und Oliven gab und man die Hammerl-Bücher kaufen konnte.

2014-02-15

Das geteilte Haus

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:01

Mit dem „Geteilten Haus“ von Pearl S. Buck, 1935 bei Zsolnay erschienen, ein Buch aus dem Bücherkasten meines Vaters, habe ich mir ein bißchen schwer getan. Erstmals stand es schon im Vorjahr auf der Leseliste und ich habe es mit „Über allem die Liebe“ verwechselt und als ich es am letzten Freitag endlich zu lesen angefangen habe, war ich anfangs verwirrt und habe mich nicht ausgekannt.
Denn es ist der dritte Teil einer Trilogie über China. Mit dem ersten „Die gute Erde“ hat die 1892 geborene und 1973 verstorbene Nobelpreisträgerin von 1938, den „Pullitzer-Preis“ gewonnen. der zweite Teil heißt „Söhne“. Beide Bücher stehen auf meiner Leseliste, natürlich in umgekehrter Reihenfolge und so habe ich zuerst vom Leben des Enkelsohns erfahren und werde erst später zum Großvater kommen, aber um das Leben China und den Bauernstand scheint es in allen drei Büchern zu gehen.
Zu Beginn des „Geteilten Hauses“ irrt der Sohn des Tigers, Wang Yuan im Land herum. Die Einsteigerin kennt sich nicht recht aus und erfährt erst nach und nach, daß der junge Mann, er ist etwa zwanzig, aus der Armee oder Kriegsschule, wohin ihn sein Vater, der General, gesteckt hat, geflohen ist, weil er nicht töten wollte.
Er irrt im Land herum, die Bauern schauen ihm scheel an, wohnt in einem Lehmhaus, das offenbar in den früheren Büchern eine Rolle spielt, der Onkel will schon nachsehen, ob es der rechte Neffe und nicht etwa ein Räuber ist, da kommt die Mutter mit der Magd und fleht den Sohn an, der Vater ist krank, er soll zurückkommen.
Wir sind im China an der Schwelle vom Alten zum Neuen. Das heißt in einem Land, wo die alten Frauen noch geschnürrte Füße haben, die Väter die Söhne an Frauen verheirateten, die sie dann gleich verlaßen und so ist Yuans Mutter auch eine bäuerliche zahnlose Frau, während der Vater eine andere Frau hatte, die mit ihrer Tochter in der fortschrittlichen, von den Ausländern regierten Küstenstadt wohnt und dorthin flieht Yuan auch, nachdem der Vater ihn ebenfalls verheiraten will.
Er fährt mit der Eisenbahn und seine Schwester Ail-lan ist eine moderne junge Frau, die nichts ißt, um schlank zu bleiben und am Abend in modernen Kleidern zu Tanzvergügungen geht.
Yuan wird auch in so einen ausländischen Anzug gesteckt, besucht eine Schule und freundet sich mit seinen zwei Vettern an. Sheng heißt der eine, der Dichter ist, Meng ist Revolutionär und will Yuan, den Bauern, der Landwirtschaft studiert, dazu überreden und dann gibt es noch ein Mädchen, das ihn auch dazu verführen will. Diese Studentin hat sich auch in Yuan verliebt, der aber, von seinem Vater offenbar zum Frauenhasser erzogen wurde und auch nichts davon hält, einer Frau die Hand zu geben und sie im Tanz in westlicher Manier an sich zu drücken.
Als das Mädchen, sie hat, glaube ich, keinen Namen, verhaftet wird, verrät sie in ihren Haß Yuan und der muß mit Sheng Amerika fliehen, wo er sechs Jahre Landwirtschaft studiert.
Dort hat er seine Schwierigkeiten mit den häßlichen Amerikanern, fühlt sich von ihnen auch nicht so angenommen, freundet sich aber doch mit einem seiner Lehrer, einem Christen, der ihn missionieren will, an und dessen Tochter Mary verliebt sich auch ihn ihn.
Aber Yuan wird niemals eine Ausländerin heiraten und ist auch über Sheng entsetzt, der sich von einer solchen Frau, die seine Verse vertont, Schmeichelheiten sagen läßt.
So kehrt nach Ende des Studiums wieder in die Heimat zurück, wo der neue Ton herrscht, die Revolutionäre, unter ihnen Meng, als Hauptmann, noch immer herumuziehen, die Kinder sich nicht mehr verheiraten lassen, die Frauenfüße nicht mehr verkrüppelt werden und in der Hauptstadt alles neu gebaut werden wird.
Der Tiger hat sich bei Yuans Onkel wegen Yuans Studium verschuldet, so muß er das Geld zurückzahlen und verdingt sich in der Hauptstadt als Lehrer.
Ail-lan ist schwanger und muß heiraten und die Dame, ihre Mutter, die ein Waisenhaus betreut, hat ein Waisenmädchen namens Mei-ling, das Ärztin werden will, zu sich genommen, in das sich nun Yuan verliebt. Sie will vorläufig noch nicht heiraten und Yuan muß sich erst zwischen dem Alten und dem Neuen zurechtfinden. Irgendwie ist beides in ihm und so gehört er in das geteilte Haus, das er nach dem Tod seines Vaters übernimmt, wo er Mei-ling in bäuerlicher Tracht empfängt, die nun auch bereit ist, mit ihm zu leben.
Ein sehr interessantes Buch, in dem man viel über China, das mir ja sehr fremd ist, erfährt und ich bin auch absolut nicht der Meinung, daß Pearl S. Buck kitschigen Schund schreiben würde.
Habe inzwischen einige ihrer Bücher auf der Leseliste und mich auch im vorigen Jahr ein bißchen in chinesischer Literatur eingelesen, was ich nach und nach mit Pearl S. Bucks und auch anderen Büchern fortsetzen werde.

2014-02-14

Februar-Schreibtreffentext

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:14

„Das ist ein Irrtum!“, sagte er und schaute mich fragend an.
Irren ist menschlich, daher anzustreben und nicht unbedingt zu vermeiden oder wie oder was? Justizirrtümer, Irrenhäuser, Faschings-Maskeraden, Galgenhumor!
Was heißt das nun? Wie passt das dazu? Das wäre doch eine Themenverfehlung oder wie oder was?
Es ist ein Irrtum auf die Sendetaste zu drücken und das Programm, das man eigentlich ansehen und ausdrucken wollte an den Absender zurückzuschicken. Der sich dann daraufhin fragend, strafend, mahnend bei mir meldet.
Und wenn man eine Programmanfrage irrtümlicherweise an die gesamte Mailinglist versendet, anstatt wie geplant an Einzeladressaten, kann es passieren, daß man an einem Wochenende die ganze Verlagswelt zum routieren bringt und Spott und Hohn erntet, wie es unlängst dem „Sonderzahl-Verleger“ geschah. Das hat er nun davon, daß er sich so beharrlich weigert E-Books in sein Programm aufzunehmen.
Irren, Irrtum, Irrtumskurve. Irren ist menschlich, kann passieren und hat wahrscheinlich trotzdem immer was mit mangelnder Aufmerksamkeit zu tun. Oder auch mit Desinteresse und Konzentrationsmangel, Blödheit oder Fehlinformationen, wie mir das unlängst mit dem hiesigen Finanzamt passierte.
„Wir versenden keine Einkommenssteurerklärungsformulare mehr!“, sagte mir dort eine offenbar doch nicht so kompetente Dame vom Informationscenter sehr energisch.
So druckte ich aus, füllte ab und schickte weg, um die entsprechenden Vordrucke heute doch in meinem Briefkasten zu finden und das Abrechnungs-Update bezüglich meines Kassenvertrages, das ich laut Information der dafür Verantwortlichen machen muß, kappte auch nicht wie geplant.
„Schicken Sie uns ein Mail, wenn Sie dazu bereit sind!“, stand in der Anleitung.
„Geben Sie dann keine Daten mehr ein! Es kann einen Tag dauern und sollte es wider Erwarten doch Schwierigkeiten geben, stehen wir Ihnen selbstverständlich helfend zur Verfügung!“
Welch ein Irrtum, ein ganz großer sogar, denn nach der Bereitschaftserklärung kam nichts zurück und auf diesbezügliche Anfragen nur so was, wie „Laß mich in Ruhe, ich bekomme für das Update nichts bezahlt, habe an den Kollegen weitergeleitet und jetzt habe Geduld, es pressiert doch nicht so sehr!“
Welch ein Irrtum! Habe ich doch gedacht, daß das Update sehr wichtig ist und ich sonst nicht abrechnen könnte, gebe leicht verärgert meine Daten wieder ein und denke an den großen Altmeister Ernst Jandl, der doch behauptet hat, daß man „lechts und rinks“ nicht verwechseln könne und dann von einem Irrtum sprach.

Der vorliegende Text entstand am 14. Februar in der Schreibgruppe mit Ruth Aspöck, Robert Eglhofer, Doris Kloimstein, Ilse Kilic und Fritz Widhalm im Cafe Ludwig zum Thema „Irrtum“.
Und hier die Berichte vom April, Mai, September und Oktober-Treffen des letzen Jahr.
Seit Oktober habe ich wieder einmal daran teilgenommen, die Gruppe hat sich inzwischen erweitert, heute war auch Doris Kloimstein da, als Themen wurden von mir Fasching oder Februar vorgeschlagen, weil ich eigentlich etwas zum Akademikerball, bzw. zu den Februarkämpfen schreiben wollte, dann hat mir der „Irrtum“ aber gut gefallen und ich habe diesmal, im Gegensatz zu den anderen Treffen an denen ich teilgenommen habe, frei asszoziert und sozusagen wortspielerisch ein paar Ereignisse der letzten Woche beschrieben, die zu diesen Thema passierten. Das erste Mal im April, habe ich das auch gemacht, im April wurde ich dann erzählender und das ist der Text, entstanden, der in der nächsten „Volkstimmefest-Anthologie“ erscheinen wird und im September und Oktober habe ich Szenen für die „Brüderschaft“ geschrieben, mit der ich jetzt ja fertig bin, so daß ich wieder Mal frei schreiben konnte.
Es war ein interessantes Treffen mit einer sehr kompententen Gruppe, schreiben ja alle schon sehr lang. Ilse Kilic hat die Frage gestellt, ob es ein Irrtum ist, wenn Käfer sich ein siebentes Bein wachsen lassen und dann ein Gedicht geschrieben, Robert Eglhofer hatte ein auch ein Wortspielerisches Gedicht, in dem er den „Irrtum“ in Silben zerlegte und schrieb dann eine Szene aus einen geplanten Schulroman, wo er einmal auf die Englischschularbeit vergißt. Ruth Aspöck zitierte, wie ich den Jandl und Fritz Widhalm begann, daß der Irrtum wäre, daß sein Text nicht literarisch ist, während Doris Kloimstein von ihrem indischen Adoptivsohn, einen katholischen Priester, erzählte.
Es war sehr interessant, es wurde lebhaft diskutiert und ich habe mir überlegt, ab nun, sofern ich nicht wieder Romanstudien mache, meine entstandenen Texte statt oder neben dem Schreibbericht, in den Blog zu stellen.

2014-02-13

Macht Wohlstand dumm?

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:10

So lautete die Frage die Angelika Reitzer im Juni in ihrem Essey-Recherche-Labor Clemens J. Setz stellte, die heute von Terezia Mora unter Beihilfe vom Ex Bundesminister und Eu-Kommissar Franz Fischler, beantwortet wurde.
Etwas weniger Leute als am Montag in der „Alten Schmiede“ und auch weniger Prominente, allerdings war Thomas Stangl da, Markus Köhle und wieder Dine Petrik.
Angelika Reitzer fasste die Setzschen Punkte zusammen und die letzte dBp-Trägerin, die wie, sie meinte, wegen ihrem Darius Kopp eingeladen wurde, begann ihren Thesen damit, daß sie erzählte, sich als junge Frau öfter gegenüber jungen Männern dumm gestellt zu haben und erwähnte ihre Kindheit in dem kommunistischen katholischen ungarischen Dorf. Da war es klug wegzugehen. In diesen Sommer ist sie offenbar in ein ähnliches oder dasselbe Thermalbad zurückgekommen, wie ich im November und auch schon in früheren Sommern war, ist unter einer Plantane gesessen, während ihr Kind im Wasser plantschte, Clemens J. Setz hat sich in seinem Text offenbar auch auf das Schwimmen bezogen, hat der Musik und den politischen Einschaltungen in den Lautsprechern zugehört und von ihrem Begleiter, mit dem sie vor dreißig Jahren in dieselbe Schule gegangen ist, gehört, daß der sich nicht für Politik interessiere.
Die Orban Politik erzeugt offenbar solche Reaktionen, während Terezia Mora meinte, daß man predigen und die Leute mit den Wahrheiten beschallen müsse, nämlich der, daß wenn alle den Wohlstand, den wir haben hätten, die Ressourcen des Globus um ein Vielfaches überschritten wäre.
Das tut Terezia Mora offenbar in ihrer Umgebung, dem Akademikerbezirk in Berlin, in dem sie lebt und erntet von ihren Nachbarn Unverständnis, denn die wollen sich nicht einschränken, nicht weniger fliegen, nicht auf ihren Wohlstand verzichten, etc.
Der sehr selbstbewußte und wortgewaltige Franz Fischler, der sogar Kurt Neumann zum Schweigen brachte, meinte, daß man den Verzicht positiv gestalten solle, denn freiwillig verzichte niemand auf etwas, wenn es aber dafür mehr Freizeit und Lebensqualität gäbe, wäre das schon anders und Angelika Reitzer hat in ihrer Einleitung auch von einem Bruttonationalglück gesprochen.
Daran spann sich eine rege Diskussion mit sehr viel Widerspruch und Gegenpositionen, die bis zu den Hundetrümmerln führte, bis Angelika Reitzer in ihrem Schlußplädoyer aufforderte zum mündigen Bürger zu werden, in dem man die Bücher von Terezia Mora und Clemens J. Setz lesen würde.
Wenn das nur so einfach wäre. Aber Clemens J. Setzt habe ich schon zweimal gelesen, Terezia Mora im Literaturhaus gehört und beim Nachhausegehen habe ich noch kurz in den Morawa hineingeschaut, bin aber nicht mehr dazugekommen Susanne Scholl meine Fragen zu stellen, denn da wurde heute ja „Emma schweigt“ vorgestellt. Gabriele Madeja und sehr viel Prominenz habe ich dabei gesehen und jetzt werde ich mich an die Lektüre einer weiteren Residenz-Neuerscheinung machen, die diese Woche zu mir gekommen ist, denn ich lebe ja schon irgendwie ein Leben mit Konsumverzicht, obwohl ich sehr viel in der Badewanne lese, auf jeden Fall bin ich seit fünfzehn Jahren nicht mehr geflogen und denke schon, daß man weniger eogistisch sollte. Ob Wohlstand wirklich dumm macht, weiß ich nicht, beim Bücherreichtum aus den Bücherschränken auf jeden Fall nicht.

2014-02-12

Ernst Krenek und der Kater

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:25

Im Literaturhaus gibt es offenbar eine Filmreihe in Zusammenarbeit mit der Exil-Bibliothek und die brachte, passend oder unpassend zum 12. Februar heute einen Vortrag von Rebecca Unterberger von der Uni Klagenfurt über die Film und Konodebatte der österreichischen Zwischenkriegszeit an Hand eines Filmentwurfs von Ernst Krenek aus dem Jahre 1934, denn der 1900 in Wien geborene Komponist hat offenbar Filmrezensionen für Zeitungen und Zeitschriften verfaßt und am Anfang gab es einen amerikanischen Zeichentrickfilm aus der Stummfilmzeit aus der Serie „Felix the cat“.
Wie das mit Ernst Krenek, der die Jazzoper „Jonny spielt auf“ geschrieben hat und Lieder über die Alpen, habe ich nicht ganz verstanden.
Ich bin auch ein bißchen zu spät gekommen, weil ich zuerst noch einen Befund fertigschreiben wollte, aber vielleicht hat er über diese Filme geschrieben, die in den Dreißigerjahren offenbar sehr bekannt waren und in den Kinos zwischen den Wochenschauen und den Filmen gezeigt wuden.
Brigitte Mayr und Michael Omasta von der Gesellschaft für Film und Medien Synema, hielten eine Einleitung und stellten die junge Wissenschaftlerin vor, die zuerst etwas aus dem Leben Ernst Krenks erzählte und dann zu dem Film-Entwurf über Österreich kam, der nie verwirklicht wurde.
In der Wien-Bibliothek gibt es das Manuskript und das stellte Rebecca Unterberger vor, dreißig Bilder und dazu Regieanweisungen und in dem Film wird das Österreich des Jahres 1934, dem Ständestaat, bereist. Da fährt einer mit einem Automobil nach Rust und verliebt sich dort in die Wäscherin Marie, die eigentlich den Franz, einen Weinbauern hat, es kommt zum Zwerwürfnis, der Franz geht nach Wien in die Arbeitslosigkeit, verdingt sich als Lohnarbeiter und verelendet immer mehr, das wird mit Statistiken untermauert, wie sie auch beim Rudolf Brunngraber und „Karl und das zwanzigste Jahrhundert“ zu finden sind. Er schläft auf einer Barkbank, sucht in Abfallkörben und findet dann einen Aufruf sich am Bau der Großglocknerstraße zu beteiligen, das tut er, gesundet und am Schluß landet er in Mariazell um seine Marie zu heiraten und das Ganze ist ein Versuch Österreich vor der Vereinnahmung der Faschisten zu retten.
Interessant, interessant, zum heutigen Tag und der gestrigen Buchvorstellung passend und dann vielleicht wieder nicht, denn Erich Hackl und Evelyne Polt-Heinzl haben ja genau ausgesucht, wem sie in ihre Anthologie zum zwölften Februar aufgenommen haben und da offenbar, wie im Vorwort steht, auf Rudolf Brunngraber bewußt verzichtet und ich war einmal in Krems bei einer Ernst Krenek Veranstaltung und einmal, glaube ich, auch bei einer solchen in der Wien-Bibliothek.
Nach einem weiteren „Felix, the Cat-Filmchen“ habe ixh ein Glas Wein getrunken und die junge Wissenschaftlerin ein bißchen ausgefragt, die auch keine besonderen Bezüge zum Februaraufstand gesehen hat.

2014-02-11

Februarkampf

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:45

Morgen jährt sich der Tag zum achtzigsten Mal, an dem die Heimwehr auf die Arbeiter in den sozialistischen Gemeindebauten geschossen haben, ein historischer Tag, dem, wie Erich Hackl meinte, in Österreich zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird und sich gleich Lügen strafte, denn der Augarten-Radius war, um halb acht, als ich ihn erreichte, gesteckt voll.
Hinten standen die Menschenmassen Julia Danielczyck habe ich wieder gesehen, Ottwald John hat mir ein Flugblatt entgegengestreckt, Gerald Grassl mich angelächelt und Tina Leisch mich ermuntert mich nach vorn zu drängen, so daß ich den freien Sessel, dicht bei der Bühne für mich besetzen konnte.
Ein historischer Tag und für mich sehr vertraut, denn ich bin ja in einem sozialistischen Haushalt in einem sozialistischen Gemeindebau aufgewachsen und weiß zwar nicht genau, was mein Vater damals am 12. Februar machte, aber wahrscheinlich hat er sich nicht unweit des Ottakringer Volksheimes aufgehalten.
In den Achtzigerjahren bin ich einmal ins Bellariakino gegangen, wo sie die alten Filme zeigten und vielleicht noch immer zeigen, im Februar vielleicht, denn sie zeigten eine alte Wochenschau, wo die Heimwehr die Panzer gegen die Arbeiter auffahren ließ und eine Reporterstimme kommentierte in einem ganz anderen Sinn, als ich in meiner sozialistischen Prägung erwartete und vor dreißig Jahren, als man den fünfzigsten Jahrestag erlebte, bin ich gerade in Mutterschutz gegangen und mit dem Alfred an einem Samstag, vielleicht war das der 12. Februar, irgendwohin zu einer großen Veranstaltung, vielleicht war es die Meidlinger Remise, wo eine entsprechende Ausstellung „Die Kälte des Februars“ stattgefunden hat und habe dort, kann ich mich erinnern, Erika Danneberg getroffen uns sie nach dem Arbeitskreis schreibender Frauen gefragt, den es damals nicht mehr gegeben hat.
An eine Februarveranstaltung im Amtshaus Margareten mit dem Arbeitermandolinenchor vor einigen Jahren kann ich mich auch noch erinnern.
Sonst stimmt es, daß es nicht jeden 12. Februar eine Veranstaltung gegeben hat, zu der ich hingegangen bin und dann prägt diesen Tag ja noch ein anderes Ereignis.
Aber ich interessiere mich sehr für dieses Thema, habe viel darüber gelesen, vor einigen Jahren, das Memoir müßte man ja heute sagen, der Paula Wallisch „Ein Held stirbt“ aus dem Bücherschrank meines Vaters, denn der hatte so frisch nach dem Krieg geschriebene Literatur und Gustav K. Bieneks „Die Rabengasse“ habe ich vor einem Jahr gelesen und da spaziert ja ein kleines Mädchen aus dem berühmten Gemeindebau stolz erfüllt zu den etwas früher stattgefundenen Kämpfen und kommt darin um und wenn ich ehrlich bin, habe ich meine Februar-Prägung durch Heimito von Doderers „Dämonen“ in den Siebzigerjahren bekommen, aber da ging es um die Ereignisse in Schattendorf und damals habe ich studiert und in der Otto Bauergasse gewohnt und da hat mir die Elfi ein Wespennest mit einem Auszug von Jura Sojfers „So starb eine Partei“ gebracht. Wer war das doch gleich? Damals total unbekannt!
So weit so gut, zum achtzigsten Jahrestag gibt es eine Reihe entsprechender Veranstaltungen, auf die mich Konstantin Kaiser aufmerksam machte und da bin ich erst daraufgekommen, daß Erich Hackl und Evelyn Polt Heinzl eine Anthologie mit den damals entstandenen Texten herausgebracht haben.
„Im Kältefieber“ heißt sie und im Augarten-Radius gibt es eine Reihe von Februarveranstaltungen, darunter eine Ausstellung über oder von Kurt Neumann 1902-1984, der auch ein Buch darüber herausgebracht hat.
Als ich mich nach vorne in den Saal gekämpft hatte, hielt Konstantin Kaiser auch gleich die Eröffnungsrede und freute sich über den großen Zulauf und heute morgen, gab es in den Nachrichten schon einen Bericht darüber, wo erwähnt wurde, daß die damals Großen, wie Karl Kraus, Elias Canetti und Joseph Roth über diese Ereignisse nicht berichtet haben.
Auch Stefan Zweig nicht, wie Erich Hackl gleich in seiner Einleitung erwähnte und dann durch das Buch führte, das in einige Teile aufgegliedert ist.
Die ersten Berichte über den Februar 1934 gab es in der DDR und im Wiener Globusverlag sind auch einige Bücher unter Ausschluß der Öffentlichkeit erschienen, darunter vielleicht auch das der Paula Wallisch, deren Mann nach den Kämpfen ja hingerichtet wurde und eine Veronika Knecht hat in der UDSSR auch darüber geschrieben.
Erich Hackl hat die Idee zu dem Buch gehabt und sich an Evelyne Polt-Heinzl gewannt, die ja sehr intensiv über die Zwischenkriegsjahre und auch über anderes forscht und so haben sie sich durch die diesbezügliche Literatur gegraben und die Romane ausgelassen, wo die bürgerlichen Generäle auf die Straße gehen, den Schutzbündlern gut zureden und dabei ihr Leben lassen, aber sehr viel Unbekanntes entdeckt und ihren Fokus auch darauf gelegt.
Die Literatur über den Februarkampf ist meist unlektoriert in den kleinen oder kommunistischen Verlagen erschienen und einige Neudentdeckungen gibt es in den Buch auch und dann wieder bekanntes, wie Anna Seghers „Der Weg durch den Februar“.
Von Franz Kain, dem Vater der Eugenie gibt es drei Geschichten, denn außer in Wien haben die Kämpfe auch in Linz und in der Steiermark stattgefunden.
In Linz hat es sogar begonnen und von Franz Kain, habe ich, glaube ich, ein altes DDR-Bändchen mit Geschichten, vielleicht sind die auch darin, nur finde ich es gerade nicht.
Das Seghers-Buch habe ich einmal gelesen. Von Ilia Ehrenburg gibt es einen Text und einen wo eine junge ungarische Kommunistin von Budapest nach Wien kommt, um an einem Tanzkurs teilzunehmen, es verschlägt sie in den Karl Marx Hof, wo sie die Kämpfe miterlebt und eine großbürgerliche Engländerin hat Geld gesammelt, ist damit noch im Februar nach Wien gereist um es auszuteilen und hat in der Presse darüber berichtet. Hans Raimund hat, wenn ich mich nicht irre, diesen Text, wegen der Großbürgerlichkeit der Autorin kritisiert und drei noch lebende Autoren gibt es auch in dem Buch.
Einer davon ist der über neunzigjährige Alfred Hirschenerger, der den Kampf als Jugendlicher miterlebte. Ihn habe ich vor ein paar Jahren bei einem Abendessen der Ruth Aspöck kennengelernt, dann bei einer Lesung im Palais Studelhof, als das noch der Gewerkschaft gehörte, gehört, bei der Kritlit hat er auch gelesen. Jetzt war er als einer der letzten Zeitzeugen in Ö1 und auch im „Standard, dann hat Melitta Breznik ein Buch darüber geschrieben und von Erich Hackl gibt es auch einen Text.
Interessant durch das Inhaltsverzeichnis geleitet zu werden. Gerald Grassl fragte nach der Literatur der Gegenseite und da erwähnte Evelyne Polt Heinzl daß von Richard Schaukal im „Atelierverlag“ ein Buch neu aufgelegt wurde und der hat ein Gedicht auf die gefalllenen Soldaten des 12. Februars geschrieben.
Als ich mir das buch ansehen wollte, waren die dreißig Exemplare ausverkauft, ich habe einige Bekannte im Publikum gesehen und einige andere Feburarveranstaltungen gibt es auch noch, von denen ich mir die im Republikanischen Klub angestrichen habe. Mal sehen ob ich es schaffe hinzukommen.

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