Literaturgefluester

2014-03-04

Lesestau

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:16

Meine Leser werden es vielleicht bemerkt haben, momentan lese ich mich eher langsam dahin beziehungsweise meine endlos Leseliste ab. Da liegt vor allem an den Veranstaltungen, denn wenn ich Montag bis Freitag wohin gehe und dann darüber blogge, bleibt nur am Morgen Zeit für ein Badewannenlesestündchen und dann natürlich meist das Wochenende und momentan habe ich auch noch ein Monsterprojekt vor mir, nämlich Bram Strokers „Dracula“ auf Englisch, das, glaube ich, vor zwei Jahren im „Wortschatz“ lag, als ich mich zu dem vergeblichen Besuch zur Iris aufmachte, zuerst habe ich es liegen gelassen, als es aber am Rückweg noch dalag, habe ich es genommen. Denn der „Dracula“ ist ja ein Klassiker, den man gelesen haben sollte. Auf den sich alle beziehen, wie H.C.Artmann zum Beispiel und ich will ja auch mein Englisch trainieren. Da habe ich ja dieses Jahr einige englische Bücher auf der Liste und mich bis jetzt recht gut um sie herumgeschummelt. Nämlich den „Ukrainischen Tractor“ vorher noch auf Deutsch gefunden und die englische Ausgabe zurückbebracht.
„Zoli“ habe ich auf Deutsch aus einer Abverkaufskiste gezogen, als ich gerade mit dem Englisch beginnen wollte.
„Dracula“ aber gab es nicht zu finden, nur den Bericht jener amerkanischen Leserin, die nach dem Tod ihrer Schwester ein Jahr lang jeden Tag ein Buch las und mit dem „Dracula“ begonnen hat. Da wäre ich schon erbärmlich gescheitert. Denn ich habe letzten Donnerstag mit dem Buch begonnen und bin jetzt glaube ich auf Seite vierzig. Blöderweise hat es vierhundersechzig oder so und wenn ich das ausrechne und mit meinem Wochenprogramm vergleiche, kann ich froh sein, wenn ich, bis wir nach Leipzig fahren, damit fertig werde.
Ein bis zwei Wochen für ein Buch, das bremst natürlich meine Leseliste, bei der ich für 2014 jetzt bei 141 Büchern angelangt bin und daher das mit dem wirklich tollen Wochenbuch ab nun vergessen kann.
Das Wochenende waren wir auch in Harland und da gibt es eigene Bücher. B.Traven wäre da daran aus dem Bücherschrank meines Vaters. Nur fuhren wir vorher nach Krems. Die Ruth gab mir ihr neues Buch und das habe ich gleich gelesen. Rezensionsexemplare ziehe ich ja vor und so werden die Bücher die 2014 noch auf die Jahresliste kommen, wohl auch Rezensionsexemplare sein. Denn wenn ich in dem Tempo weiterlese, schaffe ich gerade hundertfünfzig Bücher und da wäre ich schon im Verzug, weil ja im Herbst und Winter die dicken Geburtstagsbücher vom Vorjahr auf mich warten, die ich nicht mehr 2013 schaffte.
Judith Grohmann, die mich letzte Woche besuchte, hat sich auch auf meine Leseliste, die ja bis 2025 reicht, bezogen. Die ist vielleicht ein Gag oder auch eine Notwendigkeit für eine Sammlerin, die ich ja bin, die aber auch den Anspruch hat ihre Bücher möglichst vollständig zu lesen und auch die vielen tollen Bücher in den Schränken nicht wirklich liegen lassen kann. Das habe ich jetzt zweimal versucht. Ich bringe es nicht zusammen, brauche es auch nicht wirklich. Denn es ist ja toll, daß es die Schränke gibt und ich mich für Bücher interessiere. Die Liste hilft ein wenig die Übersicht zu halten. Sie hilft sogar sehr viel. Eine Pressedame hat sich ja im Vorjahr auch darüber mokiert und sich geweigert mir den neuen Michael Freund zu schicken. Soll so sein. Lese ich halt was anderes, ich habe ja genug, stimmt. Ich finde sie eigentlich sehr toll und werde 2014 wohl damit beschäftigt sein, die Listen, die ich schon habe, anzufüllen. Dann leidet wahrscheinlich die Spontanität und es wird wohl nichts mehr mit dem einen tollen Buch pro Woche, das ich dann finden kann. Cornelia Travniceks „Chucks“ zum Beispiel ein dBp-Buch oder auch „Kathi auf der Brücke“ oder die „Unvollendete Symphonie„, nach denen ich ja Ausschau halte und wenn ich das oder ähnliches finde, muß ich es wohl auf die späteren Listen verteilen und danach kann ich ja noch Listen bis 2033 oder so machen. Länger ist wohl nicht wirklich sinnvoll. Aber mal sehen, ob es dann noch Bücherschränke gibt? Ich behaupte ja nein und deshalb sorge ich auch vor.
Derzeit warte ich auch auf einige Bücher, die kommen sollen und noch 2014 gelesen werden. Da habe ich ja vor zwei Wochen das neue Buch von Luis Stabauer angefragt, das kommen soll. Die „Wartholz-Athologie“ wohl dagegen eher nicht.
Aber die „Komischen Künste“ haben mir einen „Wien-Comic“, „Residenz“ mir den Roman von Alex Popov geschickt und als ich Karin Invancsics vorige Woche sagte, daß ich „Wanda wartet“ und „Muss das schön sein im toten Meer toter Mann zu spielen“ gelesen habe, hat sie mir versprochen, mir die „Aufzeichnungen einer Blumendiebin“ zu schicken, die ich auch gern lesen will.
Die „Riva-Verlagsgruppe“ hat mich auch noch angeschrieben und zwei ihrer Neuerscheinungen angeboten, für einen Krimi habe ich mich entschieden, den neuen Roman der Angelika Reitzer und den der Theodora Bauer habe ich auch angefragt.
„I am a booalkoholich and I regret nothing“, hat Cornelia Travnicek vor kurzem auf ihrer Facebvookseite gepostet.
So what, bei einem Gewinnspiel, wo man das neue Buch von Martina Gercke und Katja Schneidt „Alles nur kein Mann“ gewinnen kann, habe ich mich auch beteiligt und gewonnen. Das kommt dann als E-Book und ich könnte meinen neuen Reader ausprobieren.
Das sind die Aufzeichnungen einer Büchersammlerin, aber einer, die daneben auch noch schreiben, bzw. derzeit mit dem dann wohl vierunddreißigsten Selbstgemachten beginnen will.
Da war das Wochenende auch sehr produktiv, denn ich habe mich noch einmal am „Alzheimer-Blog“ umgesehen, eine sehr interessante Diskussion mit Angehörigen und Betroffenen gehört und mir dann gedacht, daß der Unterschied meines neuen Buches zu den schon vorhandenen, die sich um alte Leute und Bücher drehen, sein könnte, daß die Anna ihren reduzierten Alltag beschreibt und sich die Entwicklungen daraus ergeben.
Die Johanna bloggt dann darüber und M.K, ein pensionierter Verlagsmensch könnten ihre Aufzeichnungen vor der Depression bewahren. Das wären dann drei Ebenen. Drei Geschichten. Alles nicht ganz neu, denn ich habe ja auch schon über Verlagsmenschen und Depressionen geschrieben, aber wichtige Thmen, die sicher interessant sein können und für mich will ich probieren, das Ganze, so langsam wie es geht, sich bis Oktober, beispielsweise entwickeln lassen und mich möglichst nicht von meinen eigenen negativen „Das kann ich nicht-Gedanken“, hindern lassen und habe die drei Anfangsszenen, inzwischen auch schon geschrieben.
Berichten werde ich im Blog darüber. Vielleicht wird es also auch so was wie ein Blogroman und nicht nur das „Vierunddreißigste-Indie“, das ich dann vielleicht doch einmal bei „Amazon“ einstelle oder auch wieder nicht und vielleicht finde ich auch Mitleser und Beobachter, die mir Feedback geben wollen.
Wär schön, geht aber auch ohne, da, glaube ich, auch das vor mich „hinjammern“ mein literarisches Selbstbewußtsein verstärkt.
Am Samstag bin ich beim Durchblättern meiner Bücher wieder abgestürzt, denn da gibt es auch einiges, was mir dann doch nicht so gefällt oder ich vielleicht auch nicht so aufmerksam durchschaute. Den „Novembernebel“ gibt es aber auch und das „Taubenfüttern“, wo alte Menschen und Alzheimer vorkommt.
Ich habe ja schon wirklich viel über Neunzig oder Hundertjährige geschrieben, obwohl ich selber gar nicht so alt werden will und vielleicht ist es auch einmal interessant in der „Viertagebuchfrau“ oder meinen anderen Büchern zu lesen, wo das überhaupt nicht vorkommt, um meine Schreibprozesse und Entwicklung zu rekapitulieren.

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