Literaturgefluester

2014-03-06

Pen-Club zum Frauentag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:33

Der PEN-Club bei dem ich nicht Mitglied bin, erstens würde der mich mit meinen selbstgemachten Büchern nicht nehmen, allerdings hätte ich da ja noch zwei Verlagsfachbücher, eines in einem Kleinverlag und eine Menge Texte in Anthologien, aber ich bin Mitglied der GAV, die sich 1973 als Alternative zum PEN-Club gegründet und eine Ausschlußklausel hat, hat einige interessante Veranstaltungen, so zum Beispiel, das „Writers in Prison-Programm“, das glaube ich, jetzt die IG-Autoren betreuen und seit zwei Jahren auch eine Veranstaltung zum Frauentag und zu dieser ist eine Einladung zu mir gekommen. Ich weiß gar nicht, wer sie mir geschickt hat. Aber ich kenne auch einige PEN-Mitglieder und war auch schon ein paar Mal bei diesbezüglichen Veranstaltungen, beziehungsweise im Presseclub-Concordia, wo die heutige Veranstaltung stattfand und einmal hat mir und der Ruth Aspöck, ich glaube, es war im Jahr 2000, der damalige PEN-Präsident das Büro gezeigt.
Der jetzige Präsident ist Helmuth A. Niederle, der früher in der „Gesellschaft für Literatur“ tätig gewesen ist.
„muleries mudi“ hieß die Veranstaltung, die um elf im Presseclub-Condordia begann, mit drei Blöcken, sieben Autorinnen, die von der ganzen Welt kamen, kleinem Buffet, Presse Orf, wie noch im Programm stand.
Peter Paul Wipplinger, inzwischen auch GAV-Mitglied habe ich als erstes gesehen und dann Judith Grohmann, die ich dazu eingeladen habe, weil sie Anschluß im Literaturbetrieb sucht, Dorothea Macheiner, eine Autorin mit der ich bei der IG-GV gesprochen habe, Susanne Dobesch, die Generalsekretärin, den Löcker-Verleger und und und.
Helmuth A. Niederle hat eingeleitet, erzählt, daß das Motto im Vorjahr „Time to day:No“ war, jetzt eben „mulieris mundi“ und die Kenianische Autorin Philo Ikonya, die seit einigen Jahren in Oslo lebt und Gedichte von Lyrikerinnen aus aller Welt sammelt, begann, in dem sie mit starker Stimme einige dieser Texte las, die glaube ich in “ Black Ophelia“ gesammelt werden.
Dann folgte Dorothea Macheiner eine reisende Frau, die sehr oft allein die Mittelmeerländer und den arabischen Raum bereist und darüber schon viel geschrieben hat. Ihr neues Buch, ist wie das der Ruth, vor kurzem bei „Löcker“ erschienen, enthält zwei Erzählungen und „Djerba, la Douce Rommel.Stille“ und scheint sowohl von ihren Tuniesienreisen, als auch von ihrer Geburt im Linzer Krankenhaus im Jahre 1943, wo man die Mutter fast verstümmelt hat, zu handeln.
Mich hat da sehr beeindruckt, das bei „Löcker“ zur selben Zeit Texte mit sehr ähnlichen Themen, nämlich das Leben im und nach dem Krieg behandelt, aber bei Dorothea Macheiner, ist das glaube ich nur ein Teil des Buch. Ihr Vortrag hat mir aber sehr gefallen, leider dürften die Zuhörer schon sehr hungrig gewesen zu sein, so daß sie sie durch Klatschen beim Weiterlesen abbrachen, obwohl sie mit dem Lesen noch nicht fertig war.
Der Verleger sagte mir aber, daß sie das Buch gemeinsam mit der Ruth im April in Linz vorstellt und er sich schon sehr auf die zwei Lesungen freut.
So gab es die Pause etwas früher, das Buffet, Brötchen und Kuchen von einem Sozialprijekt, zu je zwei Euro fünfzig zu kaufen, war noch nicht ganz aufgebaut, so bin ich rasch zum Mc Donald auf einen Cheeseburger, eine kleine Portion Pommes Frites und einen Cafe Latte gegangen, habe dann eine literarisch interessierte Zuhörerin kennengelernt und Judith Grohmann bei ihrer Buchpromotion beobachtet.
Dann gings weiter mit Etela Farkasova aus der Slowakei, die auch ein neues Buch vorzustellen hatte, das in der „Edition PEN“ erschienen ist, aber auch etwas zu der Situation der Frauen in der Slowakei erzählte. Sie war eine Universitätslehrerin und erzählte in ihrer Erzählung auch von einem Tag einer solchen.
Dann gings zu Ishraga M. Hamid, im Sudan geboren, die aber in den Neunzigerjahren nach Österreich kam, dort Kommunikations- und Politikwissenschaften studierte, bei „Milena“ und anderen Verlagen veröffentlicht hat und jetzt an einer Autobiografie schreibt.
Ich habe sie, glaube ich, im Jahr 2000 durch einen Text in der „Milena-Widerstandsanthologie“ gemeinsam mit Nahid Bagheri-Goldschmied kennengelernt, die, wie ich auch einen Text in dieser Anthologie hatte und die ich 20001 zum „Tag der Freiheit des Wortes“ eingeladen habe.
Inzwischen publiziert sie bei der „Theodor Kramer Gesellschaft“ und ist in der zweiten Pause gekommen. Da kamen auch die beiden Argentinierinnen, die im dritten Block vorgestellt wurden. Wo Erna Pfeifer von der Franzens-Universität in Graz, zuerst ein Referat über jüdisch-argentinische Autorinnen hielt und von ihrer doppelten Emmigration erzählte. Als Kinder sind sie oder ihre Eltern nach Argentinien gekommen und nach dem Militärputsch sind viele von ihnen, die ohnehin Probleme mit ihrer jüdischen Identität hatten, wieder nach Spanien oder Paris emgigriert.
Erna Pfeifer will eine Anthologie mit Texten von einigen dieser Autorinnen herausgeben und zwei davon hat sie dann vorgestellt, nämlich Diana Raznovich, deren Großeltern sogar aus Wien gekommen sind, die eine berühmte Cartonistin ist, jede Woche einen Cartoon in einer argentinischen Zeitung hat und ein Referat über Humor hielt und Luisa Beatriz Futoransky, eine Lyrikerin, die inzwischen in Paris lebt und die kurz über ihre literarischen Vorbilder, nämlich Sylvia Plath, Elsa Laska-Schüler und Janet Frame berichtete.
Nachher gab es noch die übrigen Brötchen und der Vortragssaal hatte sich sehr geleert, es war aber eine sehr interessante Veranstaltung zum Frauentag, an dem es noch weitere interessante Veranstaltungen gibt, so spricht glaube ich gerade in Ö1 Ebva Geber und es gibt auch ein Buch zur Geschichte der AUF, das nächste Woche in der Hauptbücherei vorgestellt wird, in dem die Ruth, die Hilde Langthaler und noch andere Autorinnen Texte haben.

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