Literaturgefluester

2014-03-18

Grüne Bücher und ein Türkisfarbenes Tor

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:15

Wieder einmal „Dicht-Fest“ in der „Alten Schmiede“, jetzt war ich schon lange nicht mehr auf einer der von Christine Huber kuratierten Veranstaltungen, denn ich schreibe ja keine Lyrik, interessiere mich aber eigentlich für jede Art von Literatur und habe auch den Anspruch über das literarische Leben Wiens so vollständig wie es nur geht, zu bloggen.
Von Leipzig zurückgekommen, nach einem intensiven Praxistag und etwas Ärger über IlJoma Mangold, der auf Literaturcafe.de höchst selbstbeuwußt und wie ich finde, auch sehr arrogant erzählt, daS Selfpublisher sowieso niemals nicht eine Chance haben werden, warum eigentlich nicht, bin ich am Abend wieder einmal in Richtung Schönlaterngasse aufgebrochen und habe mich dort bei Christine Huber, nach der GAV-Vollversammlung, die ich ja leider wegen unsereres Leipzig-Aufenthaltes versäumte, erkundigt.
„Keine Ahnung!“, hat sie gesagt, da habe ich aber schon Gerhard Jaschke gesehen und der hat von mir wissen wollen, wie es in Leipzig war?
„Schön natürlich und ich habe schon darüber gebloggt!“ und dann ist Margot Koller mit ihrer Freundin aufgetaucht, die noch von der Vollversammlung übergeblieben ist. Die „Literatur im März“ am vorigen Freitag war sehr schön, hat sie mir gesagt und jetzt also wieder ein „Dicht-Fest“ um das Versäumte nachzuholen, aber Leipzig war sowieso sehr Lyrik intensiv.
Hat doch Kerstin Hewnsel ein Buch für Laien geschrieben was gute und was schlechte Lyrik ist und Clemens J. Setz hat seinen ersten Lyrikband vorgestellt und beim Dicht-Fest in der „Alten Schmiede“ waren wieder sechs Lyriker und Lyrikerinnen eingeladen ihre Werke vorzustellen. Der erste war ein alter Hase und ein mir nicht Unbekannter, nämlich Heinz R. Unger, der bei „Mandelbaum“ einen Lyrikband „Die schweigende Sprache-Gedichte über Kunst und Künstler“ herausgebracht hat und dazu erzählte, daß das sehr aufwendige Buch dadurch ermöglicht wurde, daß es keinen vertrieb gibt, man es sich also bei „Mandelbaum“ ab „Hof abholen kann“ und dann ging es in den dreizehn Minuten, die jedem Autor zugestanden war, um die Kunst, um die Friederike MayrÖcker, den H.C. Artmann, die Elfriede Jelinek und um noch vieles anderes.
Dann folgte Gerhard Jaschke, der Generalsekretär der GAV und „Freibord“- „Feribord“ – „Firebord“- Herausgeber“, der auch einen neuen Gedichtband mit Alltagsgedichten, Sonntagsgedichten und auch noch jeder anderer Art von Lyrikformen hatte. Die beiden waren mir wohlbekannt, die in München wohnende Augusta Laar, die dort Veranstaltungen organisiert, aber nicht und ihr Band „wie ein haar durch die milch“ war auch sehr poetisch und handelte an verschiedenen Wiener Orten, wie beispielsweise das Cafe Prückl.
Dann kam eine Pause und dann folgte ein lateinamerikanischer Dichter, der seit den Achtziger-oder Neunzigerjahren in Wien lebt und von Bernhard Widder und einigen anderen Autoren ins Deutsche übersetzt wurde. Bernhard Widder las dann auch die deutsche Version vom „Türkisfarbenen Tor“ und viele der vorgestellten Lyrikbände hatten einen grünen Einband.
Christine Huber bestritt zwar sehr energisch, daß sie die Lesung nach der Farbe der Bücher ausgewählt hatte, es schien aber so zu sein und dann folgte, ein sehr junger, mir bisher unbekannter junger Mann namens Stefan Bayer, der vier Gedichte, die in seinem neuen Lyrikband, der in nächster Zeit, in der Edition Hernals erscheinen wird, las und dann noch Gedichte, die in der Literaturedition-Nö erschienen sind.
Die letzte Leserin war Gertrude Maria Grosseger, die ihren Lyrikband „Grasfischen“ ein Buch in dreizehn Sätzen, die zu Zeichnungen entstanden sind, präsentierte und ein paar Kostproben draus las.
Dann gab es, wie bei den „Dicht-Festen“ üblich, Wein, Knabbergebäck und Zeit für Gespräche und so unterhielt ich miCH einmal länger mit Wolfgang Helmhardt, der mein „Literatur-Geflüster-Texte-Buch“ intensiv gelesen zu haben scheint und dann noch ein bißchen mit Judith Nika Pfeifer, die morgen ihren neuen Gedichtband in der „Gesellschaft für Literatur“ vorstellen wird, mit Gerhard Jaschke und noch mit einigen Besuchern.
Es war eine sehr interessante Veranstaltung, wo ich Neues kennenlernte, Altes auffrischte, die auch gut zum „Tag der Poesia“ der bald gefeiert wird oder das auch schon wurde, passt.

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