Literaturgefluester

2014-03-25

Tage im Bad

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:48

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Die dreieinhalb Badetage sind eine prima Gelegenheit an einen Roman über „Alzheimer“ weiterzuschreiben, auch wenn der in Wien, beziehungsweise in Arezzo spielt, aber das Badefeeling kann eine, die selbst nicht so gerne ins Wasser geht, zum kreativen Schreiben anregen, so sind wir am Montag nach dem Frühstück wieder losgestapft.
In der Nacht nicht so gut geschlafen, das viele Essen am Abend hinderte ein bißchen daran, dann war es noch sehr heiß im Zimmer und die Ideen, wie es mit meinen Handlungssträngen weitergehen könnten, sind auch gesprudelt.
Gesprudelt ist vielleicht nicht ganz richtig, aber einmal habe ich doch das licht aufgedreht und aufgeschrieben, daß sich Anna nach ihrem Besuch bei der Psychodiagnostikerin mit ihrer Enkeltochter trifft, die von Polina Daschenka in die Döblinger-Seniorenresidenz eingeführt wird und das die dort dann einem Doktor Rade Manuesco vorgestellt wird, der einen zehn Stunden Vertrag als betreuender Residenzarzt hat und deshalb Johanna die dreihundert Euro, die ihm Anna für ihre Nostrifizierung gab, doch nicht so schnell zurückgeben kann.
Am Unklarsten ist es nach wie vor mit K.M. aber der sitzt inzwischen in Arezzo mit trendigen Strohunt auf einer Bank zwischen den Weingärten, hat ein oder zwei brauchbare Gedichte geschrieben, Johanna kommentiert und überlegt, ob er sie nicht vielleicht zum „Büchner-Preis“ vorschlagen soll? Das heißt, doch nicht natürlich, aber das erste Kapitel ihres Blogromans hat ihm schon sehr gut gefallen.

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Aber wieder schön der Reihe nach, damit dieser Eintrag nicht zu unverständlich wird.
Es geht um die dreieinhalb Tage Wellneß-Urlaub in Bük im Bad und da gab es wieder einmal ein fulminantes Frühstück mit einem Spiegelei mit Schinken und Käse, Grießbrei, Toast, Grapefruitsaft, einen sehr süßen Wellneßsaft gibt es jetzt auch und dann haben wir uns wieder in die weißen hoteleigenen Bademäntel geworfen und sind ins „Fürdö“ hinüberspaziert.
Ich schwimme ja nicht und habe auch keine große Lust mich in ein Thermalbecken zu setzen. Der Alfred hat aber herausgefunden, daß es dort, wo wir heute unsere Plätze hatten, Stromanschluß gibt. Freies Internet gibt es an sich auch, aber das hat nicht so funktioniert. Brauchte es auch nicht, denn ich wollte ja am Roman weiterschreiben und mich dabei von der Atmosphäre, um mich herum ein bißchen inspirieren lassen. Also den Laptop eingeschaltet, als die Begleitmusik zum Hochfahren kam, hat mich gleich ein Herr sehr böse angeschaut, weil der Dreiklang ein bißchen die Ruhe störte. Dabei unterhalten sich die anderen oft viel lauter. Nun gut, war auch gleich vorbei, der Alfred hat sowieso den Ton sofort agbeschaltet und ich habe weitergeschrieben mit der nächsten Anna-Szene und da geht es vorläufig ein bißchen vom Rade und dem Strahlenschutzstecker weg. Sie wird auch zu einer Psychodiagnostik gehen und die Johanna stellte sich, wie beschrieben, in der Seniorenresidenz vor.

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Dann kam der Alfred mit der Oma vom Becken zurück und drängte Essen zu gehen. Aus dem Hotel soll man sich nichts mitnehmen und bis zum opulenten Abendbuffet ist es ein bißchen lang, aber es gibt ja die andere Seite des Restaurants, in dem wir am Sonntag waren. Da gibt es Selbstbedienung und an sich auch kleine Portionen, aber das Schnitzel, das der Alfred dann auf einen mit Reis gefüllten Suppenteller brachte, bestand aus zwei großen Stücken und war an sich doch nur eine Portion.
Wieder zurück zum Liegestuhl und ein bißchen geschlafen, bzw. an der „Anderen Esther“ von Magda Szabo lesen, die ich ich mir als Lektüre mitgenommen habe und dann habe ich mich an die nächste K. M. Szene gemacht, wo dem ein Gedicht gelingt. Aber ein Schwalbenschwanz ist noch kein Sommer, eh schon wissen. Ehe ich noch überlegen konnte, ob ich jetzt wieder mit der Anna weitermache, kam die Oma und wollte ins Hotel zurück. Auch gut, denn da läßt es sich ja bloggen, obwohl es ein bißćhen Streit mit dem Alfred gab, weil der das ja auch machen will, bevor es sechs ist und Zeit zum Abendbuffet hinunterzugehen. Vorspeisen, ein Stück gegrillte Pute mit Gemüse, danach eine Gundlpalatschinke und zu dritt eine Flasche Wein. So läßt es sich drei Tage Leben, allerhand beobachten und das Romankonzept flitzt auch sehr schön dahin. Derzeit habe ich knapp einundfünzig Seiten, achtzehn Szene, vierundzwanzizigtausenddreihundertvierundvierzig Worte und eine ungefähre Idee, wie es mit meinen drei Handlungssträngen weitergehen könnte.
Es ist natürlich noch sehr vieles unausgereift, vieles angedeutet, was dann in den nächsten Szenen anderes weitergeht, viele Wiederholungen und Unstimmigkeiten sind drinnen, wie das bei Rohkonzepten wahrscheinlich so ist und es fließt dahin.

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Daß ich vielleicht doch nicht ganz so schlecht schreibe, wie es manche meiner Leser meinen, habe ich mir ja schon vorige Woche beim Lesen von Angelika Reitzers neuen Buch gedacht, weiß aber, daß es nichts nützt, wenn nur ich das schreibe und ein Mittel, wie ich meine Leser auf mich aufmerksam machen könnte, habe ich noch nicht gefunden, weil ich ja keine Leser habe, die mich für den „Büchner-Preis“ vorschlagen würden, da ist der Wunsch der Vater bzw. die Mutter meines Gedanken und eine Schelmin, wer so denkt, wie ich, etc….
Das Schreiben ist aber ohnehin ersteinmal das Wichtigste und da habe ich wiedermal keine Ahnung, wie das mit dem Rohkonzept ist und ob ich jetzt wirklich bis zum Oktober damit brauche oder schon nächste Woche fertig bin.
Da ist dann auch wieder Robert und Ruths Schreibegruppe und die wollen ja nicht so gerne, daß ich da am Roman weiterschreibe.
Mal sehen, was da nötig ist und daß ich, wenn ich irgenwann die Vorschau in das Netz stelle, beziehungsweise das fertige Buch präsentiere, wieder ein Gewinnspiel mit drei Fragen zum Buch machen kann, ist mir vorhin im Bad eingefallen.
Ich weiß schon, daß es kaum jemanden gibt, der von mir ein Buch gewinnen will. Aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben, beziehungsweise, ist die doch das, was zuletzt sterben soll, wie man immer hört.
Bis dahin ist noch etwas Zeit, ich könnte es also zuerst mit der „Brüderschaft“ probieren, aber die braucht auch noch einige Zeit, bis sie an die Druckerei gehen kann und da ist ja das Rohkonzept beim letzten Ungarn-Aufenthalt fertig geworden.
Noch etwas ist fertiggeworden, nämlich die Bilder-Galerie die das Literaturcafe.de in Leipzig anfertigte, da kann man sich mich, beziehungsweise die anderen Autoren und Autorinnen anschauen, die sich dort während der vier Messetage fotografieren ließen und jetzt ein schönes Weiterschreiben in Bük in Bad, wahrscheinlich werde ich noch von den zwei Schreibetagen, die vor mir liegen berichten, die „Andere Esther“ weiterlesen und es mir sonst gut gehen lassen…

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