Literaturgefluester

2014-04-23

Blind Date und andere Ereignisse zum Welttag des Buches

Filed under: Uncategorized — jancak @ 11:33

Das es einen Welttag des Buches gibt, der jedes Jahr am 23. April gefeiert wird, weil da der Cervantes und der Shakespeare geboren oder gestorben sind, weiß ich seit ein paar Jahren, 1998 war es, glaube ich, als ich zur GAV marschierte, um einiges für meine damals geplante Frauenlesung in der „Alten Schmiede“ zu besprechen, als ich bei der damaligen noch Zentralbuchhandlung oder beim „Morawa“ vorbeikam und mir dort einer ein Büchlein in die Hand drückte.
Damals gab es noch zwei, ein Deutsches mit Buchproben und ein österreichisches mit Texten österreichischer Gegenwartsliteraten, wie zum Beispiel Gerhard Kofler, dem ich es gleich zeigte.
Da gab es noch ein paar andere Aktionen in anderen Buchhandlungen, beim Hintermayer konnte man sich glaube ich, den Peter Weiss und Zirkusgeschichten aus einer Kiste nehmen.
Seither bin ich ein „Welttag des Buches-Hopper“, obwohl die Aktionen darum inzwischen einschrumpften oder sich auch zu erweitern beginnen.
2007 waren wir auf Radtour und da in Regensburg, da gab es zwar eine große Buchhandlung, aber nur mehr ein Büchlein für Kinder und das Büchlein des Hauptverbandes, das jährlich herausgegeben wird, ist auch nicht mehr überall zu bekommen.
„Das nehme ich nicht, weil es sich die Leute nur holen, aber sonst nichts bei mir kaufen!“, sagte mir der grantige Herr, der Vorgänger von der „Bücherinsel“ auf der Margaretenstraße. Sein Nachfolger schickte mich ein paar Jahre später zum „Malota“ oder zum „Reichmann“ auf die Wiedner Hauptstraße, die es beide nicht mehr gibt.
Das heißt beim „Malota“ wird gerade noch abverkauft. Die Anna Jeller hat es nicht und so war ein guter Tip die ehemalige Schubert-Buchhandlung, wenn ich gerade in St. Pölten war, oder der „Kupptisch“ und der „Morawa“ und da war ich gerade und habe mir das „Erlesene Theater“ geholt. Im Hauptverband wird das von Elisabeth Orth herausgegebene Heftchen am Abend vor geladenen Gästen vorgestellt, da bin ich nicht dabei, aber der „Morawa“ hat mir gerade zwei Tickets fü+r sein „Krimifestival – A Mörda Frühling“, das am Wochenende im Schauspielhaus stattfindet, zugeschickt, die ich bei einem Gewinnspiel gewonnen habe.
Vor zwei Jahren machte Deutschland dann mit der Aktion „Bücherfreunde“ auf sich aufmerksam. Da konnte man sich bewerben, eine Kiste mit dreißig gleichen Büchern abholen und die dann verteilen. Wolfgang Tischer hat das mit Peter Stamms „Agnes“ getan und ist damit eingefahren, weil es niemand haben wollte. Voriges Jahr gab es diese Aktion nicht mehr, dafür haben die Blogger eine gestartet und unter dem Motto „Blogger schenken Lesefreude ein Buch verlost oder verschenkt“.
Heuer gibt es beide Aktionen, aber dazu muß man wohl in Deutschland wohnen um „Bücherschenker“ zu werden, bei den Gewinnspielen kann ich mich beteiligen, gewinne aber selten etwas und Anna Jeller, die eigentlich gegen das Bücherverschenken ist, hat heuer auch eine Aktion gestartet. Nämlich hundert Leseexemplare schön verpackt in ihrem schönen Schaufester hochgestapelt, die man sich ab neun Uhr holen konnte. Da war ich natürlich dort und habe zugegriffen und Fabio Genovesis „Fische füttern“ ergattern, ein Buch das mir noch nichts sagt, aber das ist ja wohl der Sinn der Blinddates neue Entdeckungen zu machen und dann ist der Bücherfrühling bei mir ja sowieso gerade besonders intensiv.
War ich ja gestern beim „Malota“ und habe mir unter anderen Ralph Dutlis „Soutines letzte Fahrt“ eingekauft, ich weiß, das solche Abverkäufe eigentlich sehr traurig sind und dann gibt es ja noch den offenen Bücherschrank bzw. den „Wortschatz“ am Margaretenplatz, wo ich mich mir dachte, zum „Tag des Buches muß ich da hin und der war heute auch besonders reichhaltig gefüllt.
So gab es dort Peter Stamms „Seerücken“ das mir noch in meiner Peter Stamm Sammlung fehlt. Ein Buch von F. Scott Fitzgerald und Hermann Hesses „Glasperlenspiel“ von dem ich im Augenblick gar nicht weiß, ob ich es nicht schon habe.
Also auf zum fröhlichen Bücherlesen am Geburts-oder Todestag von Shakespeare und Cervantes. Vor der Buchhandlung „Leporell“ am Stephansplatz sind dann noch ein paar Büchermagazine aufgelegen, so daß man sich da auch in die Welt der Bücher hineinschnuppern kann und der liebe „Holzbaum-Verlag“ hat auch für mich gesorgt und mir Werner Vogels „Ein Geräusch klopft an die Tür – Die witzigsten Sprachpannen aus 25 Jahren Deutschunterricht“ geschickt und wer wissen will, welches Buch ich am Tag des Buches lese? Es ist zufälligerweise ein ganz besonderes Schmankerl nämlich Annemarie Selinkos „Ich war ein häßliches Mädchen“ und obwohl ich ja annehme, das meine Leser nicht besonders heiß sind, eines meiner „Selbstgemachten“ zu gewinnen, verlose ich ein solches, beziehungsweise, stelle ich ein Buch aus meiner Produktion so weit noch vorhanden, zur Wahl, es gibt auch noch einige Volksstimmeanthologien zum Aussuchen, falls die mehr interessieren sollten.
Die Wiener können es sich am besten bei der Lesung am 6. Mai im „Republikanischen Club“ abholen, innerhalb Österreichs schicke ich es zu, ansonsten sind die Selbstgemachten in E-Bookform besser zu verschicken, weil das Porto nach Deutschland ja sehr teuer ist.
Und zum Welttagarchiv geht es natürlich auch: 1 2 3 4 5

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