Literaturgefluester

2014-05-05

Im Textstand

Filed under: Uncategorized — jancak @ 20:54

Vor ein paar Tagen das Montagliteraturprogramm ausgewählt. Der Schriftstellerverband im Literaturhaus und die Writerin in Residence der Abteilung Niederlandistik in der „Alten Schmiede“ standen zu Auswahl, dann vereinbarte ich am Freitag eine sechs Uhr Stunde, dachte, „Ich muß nicht überall hingehen!“ und an meine Endlosleseliste, als heute ein Reminder zu einer „Literatur am Naschmarkt- Veranstaltung“ kam. Da bin ich ja im vorigen September bei einer Lesung von Beppo Beyerl das erste Mal gelesen und seither hat es sich irgendwie nicht mehr ergeben.
Aber das erste Standerl links von der Kettenbrückengasse war um dreviertel sieben zu schaffen und so habe ich mich angemeldet und mir einen Platz reservieren lassen.
Das letzte Mal in dem chinesischen Restaurant war es sehr voll und ich hätte es auch fast nicht gefunden, das „Grill- und Bierhaus“, bez. Stand 668 war aber leicht zu finden und Gabriele Petricek, die ich ja immer auf Lesungen treffe, aber seit sie bei den „Mittleren“ las, nicht mehr lesen hörte, hat gelesen.
Um Punkt sieben also eingetroffen und interessanterweise, war es diesmal fast leer.
Gabriele Petricek, die ihren Text „Am Ufer meines Setzkastenss“ aus der eben erschienen Anthologie „Mein Waldviertel“ präsentierte, hatte den Leseplatz liebevoll mit einem alten Setzkasten und der Fibel „Wir können schon lesen“, die ich auch in der Volksschule hatte und leider an die Nachbarkinder in der Otto Bauergasse verschenkt habe, dekoriert.
Julia Danielczyck, die Literaturbeauftragte der Stadt Wien, tauchte auf, Peppo Bayerl, der Mitveranstalter, der morgen in der „Gesellschaft für Literatur“ liest, war schon da und die Rede ging um Waldvierlter Biokartoffel, die die Bioläden Wiens bestellt und dann nicht genommen haben und die heute in einer Internetaktion, zu fünf Kilo für vier Euro zu bestellen waren, wahrhaft zum Thema passend, aber vorher habe ich noch den zwei Damen an meinen Tisch, die mir von der Aktion erzählten, meine Bücher gezeigt und sie zu der Lesung morgen in den Republikanischen Club eingeladen.
Dann gings schon los und Gabriele Petricek, die ja nie ihr Alter verrät und immer mit einem Hut auftritt, ist auch eine sehr poetische Schreiberin. Von einem „hochgradig erotisierenden Kosmos“, stand in der Ankündigung zu lesen, beziehungsweise hat es der Sprecher der Jury, der sie für den Anerkennungspreis des Landes Niederösterreichs vorschlug, so genannt.
Und der Text, in dem es um die Nord, Süd, Ost, West Großeltern Karl, Wilhelmine, Anna und Johann, meine Zuordnungen stimmen jetzt wahrschlich nicht, ging, war auch wirklich höchst poetisch und um die Waldviertelrorte, Wie Raabs, Drosendorf, etc, die auch, in Tschechien oder in der Schleifmühlgasse, wo Gabriele Petricek heute lebt, liegen können, um das Heidelbeerpflücken „Für einen Becher Heidelbeer, zeig ich meinen Busen her!“ und das Lesen lernen „Mama mit Mimi in der Küche“, etc, um das Sauschlachten, das Weinlesen und die Hochzeit der Wiener Großeltern, etc.
Gabriele Petricek ist in ihrem Text wahrhaft poetisch herumgesprungen, von ihrer Schwester gelesen, die auch unter den Zuhörern war und am Schluß auf ihre Bücher und den Büchertisch hingeweisen.
Das nächste Mal, immer am ersten Montag des Monats, wird ein noch unbekannter Jurist lesen und ich habe meine Anmeldung wiederholt, vielleicht klappt es in der nächsten Saison, mit einem neuen oder einem alten Buch.
Das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ und die „Dreizehn Kapitel“ aus dem ich morgen lesen werde, habe ich mitgehabt, aber vielleicht wird ab Oktober, wenn das neue Programm gemacht wird, schon die „Brüderschaft“, an der Alfred gestern korrigierte oder die „Anna“ mit der ich heute nicht sehr weitergekommen bin, fertig sein.

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