Literaturgefluester

2014-05-07

Schöne Bücher und ein versäumter Termin

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:56

Am Vormittag hat im Bundeskanzleramt der Verleihung der Staatspreise und die Ehrenurkunden für die schönsten Bücher Österreichs stattgefunden. Es ist das zweite Mal, daß ich, dank Frau Führers freundlicher Einladung an dieser Veranstaltung teilnehmen und diesmal war es für mich eine besondere Überraschung.
Denn ich bin ja ganz ehrlich eine, für die bei Bücher der Inhalt zählt und Fotobände, Kataloge etc zählen normalerweise nicht zu meinen Lesegewohnheiten.
Also blogge ich ich zwar gern über die Veranstaltung, um mein Informorationsbedürfnis zu befriedigen, aber Lesestoff finde ich da meistens nicht und, daß ich eines der preisgekrönten Bücher schon gelesen habe, hat mich ganz ehrlich erstaunt.
Aber wieder schön der Reihe nach, Frau Führer hat mir schon im März oder war es noch im November die Informationen über die in Frage kommenden Bücher geschickt, da hätte ich mich informieren können und das Buch war zu diesem Zeitpunkt auch schon gelesen, dann kam die Zusatzinformation, daß zwei der österreichischen Bücher auch in Leipzig nominiert würden. Da war ich bei der Preisverleihung und habe mir auch das Heftchen mit den Informationen über die weltweit schönsten Bücher mitgenommen und heute also die Preisverleihung im Bundeskanzleramt. Da war ich früher bei den Staatspreisverleihungen und auch bei der Präsentation des Buches „Seitenweise“.
Man muß sich anmelden, seinen Namen sagen und dann in den Kongress-Saal hinauf, wo sich schon die geschäftigen Herren unterhielten und die eleganten gekleideten jungen Frauen umarmten und küssten.
Der neue Bundesminister für Kunst und Kultur, Josef Ostermayer, eröffnete, outete sich als büchersüchtig und lesewütig und meinte, daß er schon einmal bei einer solchen Veranstaltung gewesen sein.
Dann kam der neue Präsident des Hauptverbandes Benedikt Föger und Michael Freund, der in der Jury war, moderierte und erklärte es diesmal kurz zu machen, alle fünfzehn ausgewählten Bücher vorzustellen und dann würde jeweils einer aufgerufen und könne sich die Urkunden abholen und man müsse nicht hundertmal klatschen.
Die fünfzehn Bücher waren in drei Kategorien eingeteilt „Wie wir leben“, „Spiel und Spaß“ und „Hehre Kunst“, das waren hauptsächlich Katalogen von der Biennale etc und bei „Spiel und Spaß“ war die „Jenny“ dabei, die Anthologie der Hochschule für Sprachkunst, die mir Ronald Grenl freundlicherweise schickte.
Es gab dann noch ein Buch, das lobend erwähnt und hergezeigt wurde und dann kam wieder der Bundesminister und verkündete die Preisträger. Der erste war die „Jenny“, dann kam ein Buch über die „Unordnung“ das vorher fast vergessen wurde und „Holzböden im Freien“ aus der ersten Kategorie hat auch einen Staatspreis gewonnen.
Nachher gabs einen Empfang, mit was zu trinken und Brötchen. Ich stand ein wenig isoliert herum, bzw. unterhielt ich mich mit einem Buchhändler und erzählte dann Frau Führer, daß ich die „Jenny“ schon gelesen habe,dann ging es weiter mit den literarischen Aktivitäten des Tages.
Das heißt eigentlich sollte ich ja zu der Muttertagsfeier in das Pensionistenhaus am Loqaiplatz, wo die ehemalige Bezirksvorsteherin, die inzwischen auch ein Buch geschrieben hat, daraus vorliest, aber dann hat mich die Jury für die Margaretner Kunstmesse, die am 3. Juni zum Thema „Grenzen“ stattfindet doch wieder ausgewählt, fünfzehn Minuten aus „Anna kämpft gegen das Vergessen“ zu lesen und mich zu der Vorbesprechung ihrer Veranstaltung zeitgleich eingeladen, so daß ich ein bißchen unsicher war, wie ich mich entscheiden sollte. Zuerst dachte, ich gehe eine Viertelstunde vorher hin und lasse mir erklären, wann ich lesen soll, dann wurde ich aber mit dem Bloggen nicht rechtzeitig fertig und um halb war die Bezirksvorsteherin mit ihrem Team auch noch nicht anwesend.
Dann hatten die schon alles ausgewählt, führten die anwesenden Künstler herum und zeigten, wo sie ausstellen sollen. Ich brauche ja nur ein Mikrofon und einen Zeitplan und als ich das herausgefunden hatte, war es schonzu spät noch wegzugehen, so stand ich noch eine Weile herum und bin dann zurückgegangen, um mich auf meine Diagnostik vorzubereiten, die ich um fünf haben werde, so daß es für die Literatur im MUSA, die am Abend stattfindet, knapp werden wird oder sich höchstens für das Brot und den Wein ausgehen könnte. Dann habe ich aber die Auswertung liegengelassen und bin sehr pünktlich eingetroffen, wo diesmal wieder zwei Stipendiatinnen, nämlich Sandra Gugic und Irmgard Fuchs vorgestellt wurden. Beiden junge Frauen haben gemeinsam, daß sie Absolventinnen des Studiums für Sprachkunst sind, so war auch Ferdinand Schmatz, der jetzt ja der Leiter des Lehrgangs ist im Publikum und Irmgard Fuchs stellte ihren in der „Kolik“ erschienenen Text „Hundertmal herzliche Grüße“ vor, in dem es um einen sehr einsamen Menschen, es ist nicht ganz klar ob Frau oder Mann, der oder die Kugelschreiber zusammenschrauben, sich die Welt von oben betrachtet vorstellt und Briefe an den entschwundenen Freund oder Freundin schreibt, vor.
Im Gespräch erzählte die 1984 geborene Autorin, daß sie mit der Autobiografie experimentieren wollte, bzw. sich schwer mit dem Ich-Erzählen tat, so daß sie ins eher Indifferente ausgewichen ist und Sandra Gugic, die außer in Wien auch am Leipziger Literaturinstitut studierte, den Open Mike gewonnen hat und das Stipendium für den Roman „Astronauten“, der nächstes Jahr bei C.H.Beck erscheinen wird, bekommen hat, brachte einen mit Bildern untermalten Text mit dem Titel „Alle Tage“, wo die Tonspur mit der Bildspur nicht ganz zusammenpasste, beziehungsweise zufällig ablief.
Beim Wein und Brot habe ich Nadine Kegele gesehen, die ich eigentlich schon in Klagenfurt vermutete, da sie morgen ja dort ihre Antrittslesung als Stadtschreiberin hat. Wolfgang Helmhart war wieder da und sehr viele Studenten der Sprachkunst.
Julia Danielczyk kündete die Sommerpause der MUSA-Veranstaltungsreihe an. Im Oktober wird es mit der Präsentation der Veza-Canetti Preisträgerin wieder losgehen und dazwischen gibt es am 17. Juni noch eine Veranstaltung wo Marlene Streeruwitz eine Vorlesung über Berta von Suttner hält.
Nachher habe ich meinen Befund geschrieben und so ist es sich mit den versäumten Terminen eigentlich ganz gut ausgegangen.

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