Literaturgefluester

2014-05-16

Kritische Literaturtage

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:04

Die von der Gewerkschaft etc verantaltete alternative Buchmesse, wo die kleinen kritischen Verlage ausstellen und Leseungen veranstalten ist bisher eher an mir vorbeigegangen. Das heißt 2011 als die Veranstaltung im Gewerkschaftshaus bei der Donau stattfand, war ich da und bin am Freitag beim Alpha hinausgeworfen worden und am Samstag nachher zu meinem Geburtstagsfest gegangen.
Dann hat die Gewerkschaft, glaube ic,h die Organisation abgegeben und Ulli Fuchs, die auch für die andere Liste bei der EU-Wahl Spitzenkanditatin ist, hat sie übernommen und seither findet sie, glaube ich, in der Brunnenpassage am Yppenplatz statt.
Wir dürften aber immer nach Harland gefahren sein oder sie ist mir überhaupt entgangen? Es gibt aber auch andere alternative Buchmessen, die zu boomen scheinen, weil es eben sehr viele Klein-oder Alternativverleger zu geben scheint, die sich von Buch-Wien offenbar nicht vertreten fühlen.
Und am ersten Mai ist im Zuge der diesbezüglichen Veranstaltungen das Programm zu mir gekommen und die KritLit, die vom Freitag bis Sonntag stattfindet, war für mich nur am Freitag Nachmittag interessant, weil wir am Abend nach Harland fuhren.
Zwei Adressen am Programmzettel, nämlich die „Brunnen Passage“ am Yppenplatz und dann noch Brunnengasse 76, als Adresse und in der Brunnenpassage, war wie in Hietzing oder auch im Amtshaus Margareten, Tisch an Tisch aneinandergereiht und da saß dann Fritz Widhalm mit seinem fröhlichen Wohnzimmer, Batyr Horn von der „Edition Splitter“, der „Septime-Verlag“, den ich gar nicht als so klein einschätzen würde, hatte auch einen Stand.
Christa Stippinger war mit ihrem „Exil-Verlag“ da und so bin ich eine Weile herumgewandert, habe versucht ein bißchen Smalltalk zu betreiben, was nicht immer gelungen ist, aber immerhin bin ich mit einem historischen Krimi von der „Edition Mocca“, der demnächst auf die Leseliste kommt ins „Au“ in die Brunnengasse 76 schräg gegenüber marschiert, wo die Lesung stattfanden und da war gerade Doris Nußbaumer an der Reihe, die ja das „Werkl“ im Goethehof organisiert, wo ich schon lange einen Lesetermin haben wollte.
Die Veranstaltung war unter „Literaturmontag“ angekündet, was das ist, habe ich, da ich zu spät gekommen bin, nicht genau erfahren.
Doris Nußbaumer hat jedenfalls aus einem Geschichtenband eine Geschichte von einer Familie und dann ein Märchen von einem Drachen vorgelesen, wo mir vor allem der starke rotzfreche Tonfall aufgefallen ist. Die zweite Lesende namens Eleonore Weber hat den Struwelpeter neuinterpretiert und das war auch sehr stark und rotzfrech.
Dann kamen zwei junge Männer von der „editon lex liszt, die Interviews mit Spanienkämpfern in verteilten Rollen vorlasen.
Dann gab es eine Pause, wo ich mich ein bißchen bei den Büchertischen herumtrieb. Doris Nußbaumers Buch habe ich mit ihr getauscht und einen Lesetermin vereinbart. Dann ging es in das Hinterzimmer, wo es eine Bühne gab und „Patricia Hirschbichler und Stephan Eibel Erzberg zerbrechen sich den Kopf über das Problem 1“, stand im Programm. Keine Ahnung was das ist, eine junge Frau fragte mich danach, während wir noch auf die Veranstaltung warteten, dann war Stephan Eibel noch nicht da und Patricia Hirschbichler begann aus einem Buch vorzulesen, das von der Zwischenkriegszeit und Verhaftungen nach dem Anschluß handelte, vorzulesen.
„Die enge Welt der kleinen Leute“ von Hans Rotter. Sehr interessant und noch nie etwas von dem in der „Edition Splitter“ erschienen Buch gehört. Dann kam Stephan Eibel Erzberg und unterbfrach und begann von seinen Gedichten etwas zu erzählen, die er in der „Wiener Zeitung“ hat.
„Höllenstrafen 1-unendlich“ – „Für immer Steirer sein, für immer Steirerin sein“, etc.
Zwischendurch gab es Aufschreie im Publikum weil eine kleine Maus gesichtet wurde und ich war ein bißchen verwirrt, weil ich den Zusammenhang zwischen dem Zwischenkriegsroman und Stephans Eibels Gedichten nicht ganz verstand und auch schade fand, daß das Buch, das mir sehr interessant schien, ein bißchen dabei unterging.
Dann kam die „edition IMPORT/EXORT, beziehungsweise Ernst Schmiederer mit einer Frau Professor und einigen sehr jungen Leuten von diversen Handelsakademien mit Migrationshintergrund und erzählte etwas von einem Projekt des autobiographischen schreibenS, das einige leere Bücher füllen soll.
Da sollen Jugendlichen zwischen fünzehn und fünfundzwanzig ihre Lebensgeschichten aufschreiben, damit man etwas vom gegenwärtigen Leben in Wien und auch anderswo etwas erfährt.
Einige Beispiele wurden vorgelesen. Geschichten von jungen Frauen oder Männern die in Rmänien geboren wurden, beziehungsweise davon handelten, daß man es als junge Frau mit einem sogenannten Jugo-Vater sehr schwer hat.
„Da fangen eher Schweine zu fliegen an“, als er ihnen das Fortgehen erlaubt ect.
Ernst Schmiederer erzählte dazu etwas von dem Projekt, wo es vorgestellt wird, beispielsweise und forderte alle zum Kaufen der Bücher auf, damit man weiter produzieren kann.
Ich ging noch einmal in den Ausstellungsraum hinüber und ließ mir vodn Gerald Grassl das Memoiran Buch zum Tod von Lutz Holzinger, das morgen vorgestellt wird, schenken. dann kam Andreas Pittler mit seinem neuen Bronstein-Roman, und ich war etwas verwirrt, weil der ja nicht in einem Kleinverlag erschienen ist und dann noch einmal darüber, daß Andreas Pittler sich erinnern konnte, daß ich einmal bei „Rund um die Burg“ unter seinem Publikum war.
Um neunzehn Uhr kam dann der „Mandelbaum-Verlag“ an die Reihe und ich verließ die Veranstaltung, um nach Hause zu gehen, da wir nach Harland fuhren, so daß ich auch das Samstag und das Sonntag Programm, wo Ekatarina Heider für die „Edition Exil“ ihr neues Buch, das schon auf meiner Leseliste steht, vorstellen wird und einiges andere versäume.
Es war aber eine interessante Veranstaltung, die meine Leseliste, um einige Bücher erweitert hat und über eine Lesung im nächsten Jahr habe ich mich bei Ulli Fuchs auch erkundigt.
Schade nur, daß so wenige Leute gekommen waren, denn das präsentierte Programm war durchaus interessant.

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