Literaturgefluester

2014-06-23

Deja-vue

Filed under: Uncategorized — jancak @ 09:42

Für die, die wissen wollen, was es mit meinen vier Monate Stadtschreibe-Plänen geworden ist und warum es hier keine Schreibberichte gibt, es ist noch nicht sehr viel daraus geworden, denn ich korrigiere noch immer mehr oder weniger lustlos an der „Brüderschaft“ und der „Anna“ herum, finde Fehler um Fehler, immer blödere und immer mehr, denke „Es ist eh egal! und ich bräuchte einen Antrieb der von Außen kommt und mich herausholt, einen Anruf vom Kulturamt oder einem Verlag beispielsweiste!“, weiß, daß da nichts kommt und ich endlos trödlen könnte, wenn ich mich nicht selber heraushole und so ein Plan, wäre ja der Schreibesommer gewesen.
Im Juni wird es mit dem Stadtflanieren aber nicht viel werden, obwohl ich schon einen Hunderter in ein Kuvert getan habe, um das nötige Startkapital zu haben, für Hamburger, Eis und Pommes frites vielleicht. Das heißt vor einer Woche bin ich in den Zehnten zu einem Adipositastreffen in die Gebietskrankenkassa gegangen und bin dabei vor einem schleudernden Auto in ein Geschäftsportal geflüchtet und ein paar zündende Ideen für mein Projekt habe ich heute früh um sechs auch schon gehabt.
Da gibt es ja inzwischen was mit dem 13. 3. 2033, ein Projekt das „Innere Stadt“ heißen und von genreproduzierten Kindern und ihren Traumen handeln könnte, habe ich vor ein paar Wochen auch verlautet, heute ist mir dann das „Deja vue“ eingefallen. Denn da gibt es ja ein paar Figuren aus meinen früheren Texten, die mich weiter beschäftigen. Den Psychiater Theo Hardenberg vielleicht, die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek, die prekär beschäftigte Studentin Nika Weihnachtsfrau, Felizitas Fee, die schöne Obdachlose, die in den Katakomben Wiens haust und ein Pantscherl mit einer „Jörg-Haider-Figur“ hatte und dann in Zeiten, wo wir des ersten Weltkrieges gedenken, könnte auch ein Schutzengelchen namens Miranda auftauchen, das im Leib ihrer Mutter gestorben ist, nachdem die erfuhr, daß der Vater fiel und mit diesen Figuren könnte ich mich dann in zwei Wochen, wenn die Harlander Sommerfrische beginnt und ich mit dem Korrigieren vielleicht doch einmal fertig werde, auf Szenensuche begeben, wild vor mich hinschreiben, ein Romankonzept entwerfen, etc, der Fantasie sind alle Räume offengelassen und heute bin ich sowieso beschäftigt, meine Lesung am Freitag im „Werkl im Goethehof“ vorzubereiten.
Da soll ich eineinhalb Stunden aus meinen Werken lesen „Dreißig Bücher in fünfzehn Jahren“ habe ich es großspurig angekündigt und „Das „Literaturgeflüstertextebuch“, die „Kerstin“, und die Works in Progress dazu angegeben. Da muß ich nun eine Reihen-und Szenenfolge abstoppen, obwohl, weil ja gleichzeitig das Donauinselfest abläuft, zu befürchten ist, daß wieder niemand oder nur ganz wenige kommen.
Die Ruth hat sich, glaube ich, schon angekündigt, weil sie sich den Lesungsort ansehen will.
Ansonsten wird es diese Woche ein paar schöne Veranstaltungen geben, ich lese meine endlos Leseliste hinunter, „Kampflesen“, nennen das die Bücherblogger, die sich über die, die immer über ihre Bücher schreiben, die sie lesen wollen oder gelesen haben und Listen und Statistiken darüber anlegen, ärgern, aber was soll man machen, wenn man viele Bücher hat und die Übersicht nicht verlieren will?
Ansonsten warte ich auf die Bekanntgabe, wer den „Veza Canetti Preis“ bekommen wird, tippe zwischen Friederike Mayröcker und Marlene Streeruwitz, die Judith Gruber-Rizy wäre auch eine geeignete Kanditatin, weil noch förderbar und mit der Veza Magd bzw. Veronika Knecht hat sich sich auch einmal beschäftigt und einen Text darüber geschrieben, den sie auf einer „Tag der Freiheit des Wortes-Veranstaltung“ gelesen hat.
Der diesmalige „Wildgans-Preisträger“ steht dagegen, wie auf http://www.buecher.at zu erfahren war, schon fest und wir können Norbert Gstrein mehr oder weniger herzlich gratulieren und nächste Woche, die Anna holt sich heute das Auto ab, um damit zwei Wochen nach Deutschland zu fahnren, wird es dann ein wenig hektisch, denn am Vor- und Nachmittag, die Sommerakademie im „Learning Center der WU“, dort, wo der Alfred arbeitet, so daß ich mit ihm essen gehen kann und am Abend die Bachmannlesungen nachholen und dazwischen noch ein bißchen meine Bücherliste hinunterlesen.
Da werde ich auch nicht viel zum Korrigieren kommen, aber dann gehts schon nach Harland in die Sommerfrische und vielleicht fällt mir dort dann noch ein bißchen was zu meinen Figuren, beziehungsweise für das kommende Projekt ein und das Sechsjahresjubiläum gibt es natürlich auch.

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