Literaturgefluester

2014-06-26

Sprachkunstexperimente

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:09

Das Semester neigt sich zu Ende und an den literarischen Orten, wie „Alte Schmiede“ und „Literaturhaus“ stehen Veranstaltungen des Instituts für Sprachkunst am Programm und das ist ja etwas, meine Leser wissen es, das mich sehr interessiert und die ich seit Gründung des Instituts möglichst vollständig besuche.
Eine Sprachkunstveranstaltungsammlung in meinem Blog sozusagen aufbauen, da gibt es schon einiges zu finden und auch einiges darüber zu erzählen, so habe ich mich mit Ju Sophie sozusagen nach der ersten „Studentenlesung“ „zerstritten“, bei der zweiten hat mir jemand kommentiert, daß er meine Berichte „trottelig“ findet.
Roland Grenl habe ich auf diese Art und Weise kennengelernt und er hat mir die „Jenny“ zur Verfügung gestellt, die schließlich und endlich einen Preis bei den schönsten Büchern gewonnen hat.
Die Studentenlesungen scheint es ihrer Groß- und Jahrgangsform nicht mehr zu geben, dafür gab es im Vorjahr eine kleinere Veranstaltung in der „Alten Schmiede“ unter der Leitung von Esther Dischereit, wo ich wieder Schwierigkeiten mit den Namen hatte, weil die vieleicht im Programm standen, sich die Studentinnen aber nicht namentlich vorstellten, vielleicht weil sie dachten ihr Studentenpublikum wüßte ohenhin wer ist wer.
Vladimir Vertlib stellte vor einiger Zeit ein paar Studenten beziehungsweise ihre Texte im Republikanischen Club vor und heute wieder eine diesbezügliche Veranstaltung „5 Bilder und 5 Autoren ist X“ steht im Programm und „Literatur als Experiment:Versuch, Beweis, Prüfung, eine methodisch angelegte Untersuchung“
Ein wenig kryptisch könnte man meinen und als ich die „Alte Schmiede“ erreichte, standen die Studenten schon vor dem Tor, drinnen war es dagegen länger leer, Ferdinand Schmatz der Professor hatte seine Tasche in der dritten Reihe abgestellt, dann füllte sich der Raum allmählich mit den jungen Leuten, Thomas Northoff und ich waren glaube ich, bei den wenigen älteren Zuhörern und Kurt Neumann natürlich, der einleitete, vorstellte und die Namen sagte: Malte Abraham, Rick Reuther, Frank Ruf, Isabel Walter und Saskia Warzecha, vorher rieben sich die Studenten noch an den Händen, wahrscheinlich eine Aufmunterung und Toi toi toi.
Malte Abraham der Intiator, ein wie im Programm steht, 1988 in Hamburg geborener junger Mann mit Haube, die er später auch in einem seiner Texte erwähnte, erklärte etwas zu der Versuchsanordnung.
Da gab es eine Einwegkamera, die sieben Leute in die Hand gedrückt worden wäre, der letzte hat dann fünf Fotos gemacht, die wurden an die Studenten verteilt und die schrieben ihre Texte dazu.
Im Hintergrund gab es zwanzig Bildchen zu sehen und die Lesung, wieder ohne Namenszuordnung, begann. Aber gut, es geht um die Texte und da wurde bald ein Kronleuchter sichtbar, ein weißer Streifen, der eine Neonleuchte sein könnte und ein Bild von oben fotografiert mit einem Mann, der einen Besen oder so was hält und dazu die diesbezüglichen Assoziationen.
Ganz so neu ist die Idee nicht, die Schreibwerkstatt in der „Gesellschaft für Literatur“ hat vor kurzem ja auch mit einem Bild gearbeitet und dazu die Autoren vorgestellt. Hier gab es bei den anfangs recht kurzen Texten, Applaus, bis einer sagte „Ich schlage vor ihr klatscht erst am Schluß!“
Dann gab es eine Geschichte von einem jungen Mann zu der Neonröhre, die er „Der Bagger“ nannte und ein anderer machte zum selben Bild eine Party draraus, wo es um eine Ellen geht und um einen Linus, auch eine recht spannende Geschichte und die wo man von oben vom Balkon hinunterblickt löste auch recht verschiedene Assoziationen aus. Die neuen Kommunikationsmethoden kamen vor, es wurde viel gegooglet und in andere Welten hineingeswitscht.
Spannend, spannend, spannend und eine Idee, wo ich mir schon dachte, daß ich mir vielleicht zu meinem Sommerschreiben und zu meinen handelnden Personen, die ich schon habe, eine Zeitschrift nehmen könnte und dann losschreiben, vielleicht ergibt sich ein Roman daraus.
Die Studenten hatten in ihrer Experimentierphase eine ähnliche Idee und fünfzig Fotos gemacht, die sie im Zeitschriftensaal auflegten und zum Mitnehmen aufforderten.
Es gibt offenbar noch andere studentische Veranstaltungen, beziehungsweise einen Folder, dem man sie entnehmen kann.
Gestern ging es los im Künstlerhaus, da wurde die „Jenny“ vorgestellt und im Künstlerhaus gibt es bis Samstag noch verschiedene andere Veranstaltungen, szenische Lesungen und Gedichtperformances und am Montag gibt es noch etwas im Literaturhaus, zu dem ich entschlossen habe, obwohl in der „Alten Schmiede“ gleichzeitig „Textvorstellungen“ mit Marlen Schachinger, Luis Stabauer und Judith Gruber-Rizy sind, aber die habe ich ja schon gehört, beziehungsweise ihre Bücher gelesen, während ich bezüglich des Instituts für Sprachkunst und den Studentenlesungen ja sehr neugierig bin.

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