Literaturgefluester

2014-07-05

Gay nazi dolphins at a gang bang und des licornes amoureuses

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:01

Oliver Ottitsch auf Englisch und Französisch. Der „Holzbaum-Verlag“ macht es möglich und so können die Franzosen, Engländer, Amerikaner, die beim „Unnützen Wien-Wissen“ auf den Geschmack gekommen sind, die Karikiaturen des 1983 in Graz Geborenen in ihrer Muttersprache erleben, von dem ja schon „Kopf hoch“, „Noahs Fleischwaren“ und Karikaturen in den vielen anderen „Holzbaum-Cartoonbänden“ erschienen sind.
Da mich der Verlag ja immer freundlicherweise mit seinen Neuerscheinungen versorgt, habe ich sie alle gelesen, beziehungsweise durchgeblättert und kann mich wahrscheinlich inzwischen als Ottitsch- Spezialistin bezeichnen und seine Cartoons, das kann ich versichern sind sowohl in der deutschen, als auch in der englischen und französischen Version interessant.
Übersetzt wurden die Texte von „Des Licornes Amoureuses“, wo zwei Einhörner miteinander bumsen, von Andreas Illmann, in der englischen Versionistist kein Übersetzer angegeben, aber Englisch ist ja das was wir in der Schule lernen. Beide Heftchen, die „Nazis“ haben ein hellbaues, die „Licornes“ ein rosa Umschlagbild, haben je fünfzig Seiten und sind um wohlfeile fünf Euro, also sehr zu empfehlen, im Holzbaum Shop im Museumsquartier und wahrscheinlich auch anderswo zu erhalten.
Die Cartoonauswahl ist ziemlich aber nicht ganz ident und wir treffen, glaube ich, sowohl Bekanntes, als auch Unbekanntes in den Heftchen und interessanterweise gibt es in der französischen Ausgabe auch einiges auf Englisch, wie beispielsweise, daß das Monster aus der „Asia Noodle Box“ ißt, aber auch die „dark side of the moon“, zu entdecken.
Und nun rasch durch die Karikarturen durchgezogen, ich habe mir zum besseren Verständnis die deutschen Versionen heraussuchen wollen, habe inzwischen aber, ob meiner Bücherervielfalt ein ziemliches Durcheinander, so daß ich in der Schnelle nur „Kopf hoch“ entdeckte, aber ich habe ja in der Schule sowohl Englisch als auch Französisch gelernt. Das Letztere kann ich nicht mehr gut, weil ich es kaum praktiziere, werde es diesen Sommer aber brauchen, weil wir da ja ins Elsaß fahren, wo offenbar doch nicht alle Deutsch sprechen, wie ich angenommen habe.
Also „Voila!“
Da gibts die sprachlose Frau, die ihre Blümchen auf das komisch geformte Grab mit den zwei Kreuzen legt, dafür brauche ich genauso, wie bei dem Nudelfressenden Monster keine Übersetzung, denn die Asia Noodles werden ja auch bei uns inzwischen in der Box serviert.
„Trop primitif pour moi“ oder „Quite primitive if you ask me“, kenne ich, glaube ich, aus den „Kunstcartoons“. Da stehen die Steinzeitmenschen mit dem Sektglas in den Fellen in der Höhle und sind mit dem Kunstgenuß nicht zufrieden.
An den Konsumenten, der von seinem Dealer das Koks und das Heroin „fair trade“ oder „du commerce equitable“ haben will, kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber an den Sandler der sich im Kaffee ein wenig aufwärmen will und vom Kellner das Krematoirium empfohlen bekommt.
Der Cartoon aus „Noahs Fleischwaren“ oder „Noahs meats“, wo die Tiere auf der einen Seite in die Arche einmarschieren und auf der anderen verpackt in den Lastwagen eingeschlichtet werden, braucht auch keine Übersetzung.
„Bulemia or not, but thats no way to give birth“, sagt eine Frau zu der, die vor dem Klo kniet und ihr Baby in die Muschl kotzt und die Gelsen fliegen in die Aids Gala „Ralph don`t do is“, schreit die Engländerin, während es auf französisch „N`y va pas!“, heißt und man hat seine Sprachkenntnisse schon ein bißchen aufgefrischt.
Da gibt es den Cartoon, wo der eine Sandler „J`ai faim“ auf seinen Täfelchen, der andere „thirsty“ stehen hat und der Durstige mampft dabei aus einem Sack Chips.
Die „Eiserne Jungfrau“ oder „iron maiden“ habe ich auch schon gesehen und auch der Cartoon, wo die beiden Kühe am Flughafen ein Ticket nach Indien wollen, weil der Fleischer schon mit dem Messer naht, ist mir bekannt.
Nach dem Winterschlaf hat der Bär 698.473 unelesene Mails auf dem Schirm und wie heißt jetzt gleich der deutsche Text von „Aren`t you ashamed to pick your nose in public“, wo die Frau an dem Elefanten im Park vorübergeht? Den entsprechenden Cartoon habe ich so schnell nicht gefunden, kann die Bezeichnung aber öfter bei meinen Suchanfragen finden.
Spannend spannend also in Oliver Ottitschs Cartoons zu schmöckern, ob auf Englisch, Französisch, Deutsch ist eigentlich egal, sprechen die Bilder ja für sich und sind auch ganz ohne Sprache zu empfehlen und der Künstler mit dem charakteristischen roten Schopf und der Nickelbrille, wie er sich selbst darstellt, hat sich seit 2012, seit ihn Gerhard Haderer, in seinem ersten Bändchen vorstellte, sicherlich sehr weiterentwickelt.

Kommentar verfassen »

Du hast noch keine Kommentare.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: