Literaturgefluester

2014-07-07

Alte Schmiede und Karlsplatz

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:51

Jetzt kommt noch ein Veranstaltungseinschub, war ich doch nicht ganz sicher, ob ich es schaffen würde rechtzeitig in die „Alte Schmiede“ zu kommen, wo Alfred Goubran aus seinem Roman „Durch die Zeit in meinem Zimmer“ vortrug und dann noch einige Lieder zum besten gab.
Den 1964 in Graz geborene Alfred Goubran kenne ich seit seiner Zeit, als der Verleger des „Selene-Verlags“ war, ich ihm meine Manuskripte schickte und sie mehr oder weniger kommentarlos zurückgeschickt bekommen habe, denn der „Selene-Verlag“ war ein eher experimenteller Verlag, in dem Franzobel, Patricia Brooks und Stefan Alfare ihre Texte verlegten, jetzt gibt es ihn, glaube ich, nicht mehr und Alfred Goubran ist als Autor beziehungsweise Sänger und Gitarrist tätig.
Bei einer der „Rund um die Burg-Veranstaltungen“ hat er, glaube ich, Texte aus „Tausend und einer Nacht“ gelesen, jetzt stellte Michael Hammerschmid den Roman vor, der auf zwei Ebenen spielt.
Da gibt es ein „Ich“ und einen Elias und man weiß nicht ganz genau, ist das jetzt derselbe? Der Ich-Erzähler kränkelt vor sich hin, hat in seinem Zimmer Halluzinationen und er oder ist das schon Elias haben kein Geld. So klauen sie Obstkisten, um die Bücher einzuordnen oder einzuheizen, leben vom Flaschenpfand und als die Not am Größten ist, kommt ein Freund und stellt sechs Säcke mit Gras im Zimmer ab. So kann Elias verreisen, kommt aber nicht über die Grenze und hat allerhand seltsame Erlebnisse, wie Michael Hammerschmid erzählte, ohne mehr zu verraten.
Diese Stellen las der Autor, der sehr sympathisch wirkte, als er meine Manuskripte ablehnte, hat er das weniger getan, vor, erzählte auch etwas auf Michael Hammerschmids Frage, ob das Ich und Elias jetzt dieselben wären?
Das weiß er selbst nicht so genau, beziehungsweise haben sich die Figuren von selber so entwickelt und solange sich alle halbwegs auskennen, ist das auch legitim, denn ein bißchen Verwirrung heizt nur die Spannung an.
„Gibt es Fragen aus dem Publikum?“, erkundigte sich Michael Hammerschmid.
„Ja!“, antwortete Dr. Mold.
„Ich habe gelesen, daß hier gesungen werden soll?“
„Ich wärme nur meine Stimme auf!“, antwortete der Autor und begann dann mit einem Lied mit einem Text von Heinrich Heine über die satten und die hungrigen Ratten, das mir von seinen Songs am besten gefallen hat.
Dann war noch Zeit für den Karlsplatz, denn dort gab es „Vienna lost daughters“, ein Film, der sowohl zur Sommerakademie als auch zu meiner momentanen Lektüre, dem „Young Austria Projekt“ hervorragend passt, denn hier wurden nicht nur Biografien nacherzählt, sondern das Leben einiger alter Damen, die in Wien geboren wurden, mit einem Kindertransport in die USA gekommen sind, in der Stadt New York erzählt. Dazu gab es Wiener Lieder, Apfelstrudel, etc und eine Mischung von der deutschen und der englischen Sprache.
Ein sehr hervorragender Film, vor einer Woche habe ich Ruth Beckermanns „Die papierene Brücke“ gesehen, die auch den Holcaust bzw. ihre jüdischen Wurzeln aufarbeitete und etwas hätte ich jetzt ganz vergessen. Heute war ein Tag der wunderbaren Buchvermehrung und meine Stapeln, die inzwischen schon im Schlafzimmer vom Boden sprießen sind wieder etwas angewachsen. Begonnen hat das schon am Vormittag, als ich im Badezimmer mit dem Laptop stand und versuchte anhand meiner Leseliste, die Bücher in eine der großen Taschen einzuräumen, die man mal in Leipzig und auch auf der Buch-Wien vom „Novum“ bekommen hat, als es an der Türe läutete.
„Ist das schon meine Klientin?“, fragte ich mich. Es war ein Herr von der Post mit einem ziemlichen Paket, denn ich habe vorige Woche auf eines der Mails die mir „Hermagoras“ seit einiger Zeit schickt, um mich auf Veranstaltungen und Bücher aufmerksam machen, angefragt, ob sie mir vieleicht Rezensionsexemplare schicken können und so werde ich. wenn ich morgen in meine „Sommerfrische“ gehe einen slowenischen Sommer erleben.
Aber damit nicht genug, denn ich war heute zweimal beim „Morava“ und die haben jetzt endlich den Flohmarkt im Hof, auf den ich schon solange warte, weil der viel besser als der Abverkauf im Februar ist und so habe ich zweimal einen Sack mit mehr oder weniger Gustostückerln nach Hause geschleppt und die besten Bücher sogar liegen gelassen, weil ich Olga Martynovas „Sogar Papageien überleben uns“ und Cornelia Vospernig „Herr Wang fragt“, schon auf meiner Leseliste habe. Ich brauche zwar keine Bücher mehr, schaffe es aber doch nicht an den Kisten vorbeizugehen und so habe ich einen Burkhard Spinnen nach Hause gebracht, von dem ich noch nachschauen muß, ob ich ihn nicht schon in Harland habe, einen Friedrich Ani „Süden und das heimliche Leben“, Ruth Cerhas „Zehntelbrüder“ von dem ich auf einer der „Rund um die Burgverantaltung hörte und und und

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