Literaturgefluester

2014-07-14

Prolog zur Short Story Conference

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:50

Sylvia Petter wurde mir einmal von Christel Fallenstein im Literaturhaus vorgestellt, die Australierin, die in Wien lebt und seit einiger Zeit eine Internationale Short Story conference vorbereitet, die vom 16.bis 19 Juli im Juridicum stattfinden und am Montag in der „Alten Schmiede“ und am Dienstag im Literaturhaus eine Eröffnungsveranstaltung haben wird.
Am Montagabend bin ich in den Sommermonaten immer in Wien, habe da zwar jetzt eine achtzehn Uhr Stunde, aber dann hat es mich doch verlockt in die „Alte Schmiede“ zu spät zu kommen, da Friederike Mayröcker im Eröffnungsprogramm stand.
Dann war es gar nicht so voll und ich mußte mir die Veranstaltungnicht per Videoübertragung im Schmiedemuseum anschauen, wie ich eigentlich befürchtete, sondern habe ganz bequem einen Platz, neben Herbert J. Wimmer gefunden und Friederike Mayröcker hat gerade einen ihrer poetischen Texte gelesen, der wahrscheinlich sowohl als poetische Prosa als auch prosaische Prosa gelten kann, lyrische Alltagsbeschreibung vom Leben der alten Dichterin, in ihrer überfüllten Wohnung, in der es nur mehr wenig Platz für sie gibt, was aber gar nichts macht, da sie ohnehin bei Jean Paul zu Hause ist.
Da lachte das Publikum und ich habe Sylvia Petters Eröffnungstrede versäumt, es scheint aber eine Broschüre oder Anthologie zu geben, in der man die Texte nachlesen kann und das wäre bei den beiden Australiern Cate Kennedy und Andy Kissane eine gute Idee, wärend mir Doron Rabinovicis Kurzprosa schon bekannt erschien.
Er las drei Stücke, das erste handelte von einem Zuspätgekommenenen, einem der sein Leben lang damit hadert, warum ausgerechnet er die Shoah überlebt hat und dann nicht einmal seine Pension genießen kann, das zweite Stück handelte von einem der immer und überall über den vierten Bezirk nach Hause fahren muß und das dritte von einem, der sich seine Pension eine Bibliothek anlegt, dann erblindet und von seiner Lebensgefährtin abhängig wird, die muß ihm nun vorlesen, verändert aber den Schluß so sehr, daß er schließlich daran verstibt.
Sehr böse und sehr hintergründig und auch Günther Kaip, soviel ich weiß, GAv-Mitrglied brachte drei Miniaturen, die ebenfalls sehr lyrisch waren, dann verwies Sylvia Petters auf den Büchertisch beziehungsweise auf den Zeitschriftenraum, wo es was zu trinken gab und ich habe wiedermal die Probe aufs Exampel gemacht, wer sich mit mir unterhält?
Judith Nika Pfeifer, die freundliche tut es und hat mich auf unserer Radtour nach Bamberg mit Ruth Aspöck „Die Donau hinunter“, nach Bamberg angesprochen. Wir sind zwar nur bis Regensburg mitgefahren, es war aber eine schöne Tour, dann kam ich noch mit einer Kardiologin ins Gespräch und wollte eigentlich nicht mehr auf den Karlsplatz, wo ich mit dem Alfred verabredet war, sondern nach Hause bloggen und meinen interessierten Lesern erzählen, das Robert Prosser der nächste Priessnitz-Preisträger sein wird.
Also wieder eine Chance verpasst, aber dafür bin ich ohnehin schon zu alt und nicht experimentell genug und mit dem Korrigieren bin ich wieder nicht fertig geworden, sondern habe getrödelt, mir Filme zum Niedergang der DDR und den letzten Tagen von Margot Honecker in ihrem chilenischen Exil angeschaut, die zwar sehr interessant sind, mich in meiner literarischen Karriere nicht weiterbringen. Was soll man aber machen und die Short Story Conference, beziehungsweise ihr Eröffnungwabend war sehr interessant und Short Cuts, mit denen ich mich allmählich anfreunde, hat es einmal auch schon im Literaturhaus gegeben.
„Ich wünsche einen schönen Sommer mit Literatur!“, hat noch Kurt Neumann gesagt, da die „Alte Schmiede“ damit ja in die Sommerpause geht und das habe ich angesichts meiner elendlangen Leseliste in der Sommerfrische, in die ich mich demnächst begeben werde, auch vor.

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