Literaturgefluester

2014-07-19

Feiertag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:46

Hurrah, hurrah, ich bin wieder einmal zweimal fertig, nämlich mit dem Korrigieren der „Brüderschaft“, die jetzt an den „Digitaldruck“ gehen und hoffentlich bald als mein dreiunddreißigsten „Selbstgemachtes“ erscheinen kann und der „Anna kämpft gegen das Vergessen“, die samt dem Gedicht von Richard Weihs, das an den Anfang kommt, vom Alfred zu einem Buch gesetzt werden kann.
Meine Leser werden es bemerkt haben, das mich das Korrigieren und das ständige Fehlerfinden, etwas nervte und ungeduldig machte, obwohl ich ja schon weiß, das es nach dem Fertigwerden des Rohentwurfes einige Monate dauert, bis es druckfertig ist.
Dabei verändere ich an den Inhalten meistens kaum etwas mehr, sondern schaue es nur immer wieder durch, um Fehler zu finden, obwohl ich ja in meiner Orthografie nicht so sicher bin, die alte Rechtschreibung verwende und das von meinen Lesern auch immer wieder vorgeworfen bekomme.
Man bemüht sich aber, obwohl ich in Gedanken schon seit einigen Wochen oder Monaten bei meinen nächsten Projekt bin und da auch schon ungeduldig wurde, wann ich endlich damit anfangen kann. Habe ich ja schon im Juni davon geschrieben, daß ich gerne in Wien auf Recherche und Spurensuchen gehen würde.
Einige Ideen habe ich auch schon in mein schwarzes chinesisches Notizbuch aufgeschrieben, aber es ist noch nichts Konkretes, beziehungsweise einige sehr verschiedene und auch sich widersprechende Ideensplitter, die noch ausgereift gehören.
Aber jetzt bin ich schon in der dritten Sommer beziehungsweise zweiten Sommerfrischenwoche in Harland, weil ich die erste Juliwoche ja in Wien, am Tag bei der Sommerakademie und am Abend mit dem „Bachmannhören“ verbrachte.
Vorige Woche bin ich dann nach Harland gekommen, wo ich die Sommerfrische im letzten Jahr ja sehr ausgiebig mit einem „Stadtschreibeprojekt“ zelebriert habe und mit dem Korrigieren, des „Literaturgeflüsterbuchs“ auch rechtzeitig fertig geworden bin.
Diesmal habe ich zwei Texte mitgenommen und war die letzten Tage sehr ungeduldig, wann ich endlich fertigwerde.
Am Mittwoch war es dann mit der „Brüderschaft“, wo es ja schon eine „Vorschau“ gibt, so weit und am Donnertag bin ich mit der „Anna“ fertiggeworden.
Da muß ich in Wien noch einige Seiten ausdrucken, weil ich in Harland keinen funktionierenden Drucker habe, habe aber den Text schon den Alfred geschickt und bin frei für das Neue, was, wie meine Leser wahrscheinlich ebenfalls wissen, mir sehr wichtig ist.
Bin ich ja sehr ungeduldig und auch schnell im Rohentwurf. Dann bin ich nach ein paar Wochen damit fertig, korrigiere die nächsten Monate und schwöre im „Literaturgeflüster“ hoch und heilig, mir für das nächste Projekt aber wirklich viel Zeit zu lassen, möglichst ein Jahr, um wieder in ein paar Wochen fertig zu sein.
Dann mache ich eine Vorschau, bekomme keine Reaktion darauf und wenn das Buch fertig ist, stelle ich ein Foto davon ins Netz, mache eine kleine Aussendung an die NB, an das Literaturhaus, an den ORF und die „Alte Schmiede“ und das war es dann schon, mit der „Anna“ habe ich dann das vierunddreißigste Selbstgemachte und das sollte man eigentlich feiern.
Wenn ich schon keine Preise bekomme, sollte ich das selber, beziehungsweise mit dem „Literaturgeflüster“ tun, das ja gerade den sechsten Geburtstag gehabt hat.
Ich habe in den einundvierzig Jahren, in denen ich so beharrlich, verzweifelt und verbittert so vor mich hinschreibe, schon meine Rituale entwickelt.
Meistens putze ich in Wien die Fenster, wenn der Text an den Alfred abgegangen ist, das kann ich nächsten Montag oder Dienstag tun und gehe zum Friseur, das habe ich heute in St. Pölten gemacht und auch gleich mit dem Recherchieren für das Nächste Werk, für das ich schon ein paar Notizen in meinen Büchern habe und das „Innere Stadt“ oder „Deja vue“ heißen könnte, begonnen.
In der Sommerfrische marschiere ich ja meistens durch St. Pölten, gehe zum Mc Donald und zum „Thalia“ und schaue meine Notizen durch und in meinen bisherigen Büchern beginne ich dann meistens auch zu lesen, sowohl, um mich zu inspirieren, als auch um mich nicht zu sehr zu wiederholen.
Bis vor kurzem hatte ich ja auch das Gefühl, vielleicht ein wenig ausgeschrieben zu sein, weil ich immer schneller und immer hektischer werde und wohl auch immer verbitterter, weil kein Feedback und keine Anerkennung kommt, obwohl ich das zunehmend versuche selbst zu tun und auch gegen meine Schnelligkeit nicht mehr ankämpfen werde.
Soll sie sein und, daß die meisten Autoren ihre Themen haben, über die sie schreiben, ist wohl auch bekannt. Ich bin halt eine nicht sehr abgehobene, realistische Schreiberin, die schon viele Themen angerissen hat und sich jetzt auf ihren Recherchezügen mit etwas Neuen beschäftigen will, wenn sie das findet.
Diese und nächste Woche werde ich ab Mittwoch noch in Harland sein, dann gehts zwei Wochen ins Elsaß, bin abgelenkt und werde Neues sehen, bis dahin werde ich wohl in Harland oder bei meinen Radtouren Studien machen.
Mal sehen wie es wird, wenn, wie im vorigen Jahr, im August, der Rohentwurf, damals von den „Dreizehn Kapitel“ entstehen, sollte, ist es auch nicht schlimm.
Wird aber im Elsaß wahrscheinlich nicht passieren.
Ab nun also recherchieren, bzw. das Fertigwerden feiern und dann natürlich lesen. Da gibt es ja die Sommerlektüre, eine ideelle Slowenienreise, die noch nicht ganz angetreten ist, dank der freundlichen Bücherspende des „Hermagoras-Verlags“. Dann habe ich wieder einen Krimi bzw. einen erotischen Roman von „Lago“ angeboten bekommen. Da habe ich nicht „Nein“ gesagt, obwohl ich wegen meiner Bücherliste wirklich aufpassen soll, wenn ich die bis Jahresende schaffen will und dann habe ich mir diese und letzte Woche einige Videos über den Zerfall der DDR und die letzten Tage der Honeckers angeschaut, durch ein Interview, das ich von Dürs Grünbein hörte, bin ich darauf gekommen. Das war dann ein Sog, in den ich gezogen wurde, obwohl ich mich in meinem neuen Projekt ja nicht mit der DDR beschäftigen will.
Ein Bücherregal für Harland, weil ich ja wirklich keinen Platz mehr für meine Funde, Abverkaufskäufe und Rezensionsexemplare habe, haben wir letzte Woche auch bestellt und jetzt bin ich offen für die Sommerfrische,froh, daß ich mit dem Korrigieren fertig bin und freue mich auf meine nächsten beiden Bücher, die ich auch schon ein bißchen vorgestellt habe, so daß sich die Interessierten ein Bild machen können.
Habe ich ja bei der „Alternativen Buchmesse“, das „Gruftiemädel“ auf der Brüderschaft gelesen. Beim „Margaretner Fest für Kunst und Kultur“ den Beginn der „Anna“ und im „Werkl im Goethhof“ habe ich beide Bücher vorgestellt, so daß es da ja schon ein paar Erfahrungswerte gibt.
Den Text für die „Anna“ habe ich am Donnerstag geschrieben, das Bild müßen wir noch machen. Ich denke eines meiner übervollen Bücherregale in der Krongasse, wäre da passend, denn die Anna hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre mögliche Demenz durch das Lesen von Büchern und das darüber Bloggen zu bekämpfen.

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