Literaturgefluester

2014-08-03

Fete de la Cigogne

Filed under: Uncategorized — jancak @ 18:15
Kapelle beim Storchenfest

Kapelle beim Storchenfest

Als wir am Sonntag vom Frühstück kamen oder die erste kleine Radtour machen wollten, sahen wir auf der Anschlagtafel beim Campingplatz die Ankündigung, daß es am 3. August ab 11 Uhr im Stochenpark ein Storchenfest „Fete de la cigogne“ geben würde.
Also nichts wie hin, im Urlaub ist man immer neugierig auf diesbezüglichen Attraktionen, es war aber noch nicht elf und um eins hatten wir in Eguisheim im Restaurant „des trois chateaux“ reserviert, weil der Alfred meinte, daß man das tun muß.
Also sind wir zuerst ein bißen in der Gegend herumgefahren, zu dem Ort „Husseren les chateaux“ hinauf und dabei die Erfahrung gemacht, daß mir die Steigungen Schwierigkeiten machten.
Ich hatte auch zuwenig Luft im Rad und das Klapprad noch nicht richtig eingefahren. Also den größten Teil des Weges bis zu der kleinen Kirche hinaufgeschoben. Da kam uns eine Frau mit einem Kind entgegen, die aufgeregt etwas von einem Käse erzählte, den sie besorgen wollte.
Wir sind wieder umgekehrt, der Alfred hat gemeint, ich solle meine Bremsen ausprobieren, aber ich habe sicherheitshalber den Abhang hinuntergeschoben.
Beim Rückweg war schon etwas mehr von einem Storchenfest zu merken. Zum Beispiel viele Autos auf der kleinen Straße und auch, daß der „Storchenpark“ gleich neben dem Campingplatz angesiedelt ist.
Also die Räder zurückgebracht und zu Fuß zum Fest gegangen.
Der Storchenpark entpuppte sich als eine Wiese mit zwei Storchennester mit je zwei Störchen in einem Käfig, darum herum eine Ausstellung über Störche und da fällt mir ein, daß wir vor drei Jahren auch in einem „Storchendorf“ gewesen sind und eine Storchenausstellung gesehen haben.
Es gab auch eine Blaskapelle, Männer in den typischen Trachten und ein paar Frauen mit den großen schwarzen Hauben auf den Köpfen, die ein paar volkstümliche Stücke spielten.

Eguisheim

Eguisheim

Die Leute, die auf den Festplatz strömten, stellten sich zuerst vor die Kapelle und damit auch vor mich hin, es gab aber auch eine Reihe von Holzbänken und Tischen und zwei Stände auf denen das Essen und das Trinken ausgegeben wurde.
Das Trinken war das übliche, das ich schon von dem Weinverkostungsstand von unseren samstäglichen Besuch in Colmar kannte.
Der Alfred brachte mir, glaube ich, ein Glas Cremant, das ist der elsäßische Champagner beziehungsweise Sekt und das Essen bestand hauptsächlich aus Wüstlen und oder Pommes frites.
Brezeln gab es auch und mir hätte das gereicht, der Alfred hatte aber im Restaurant bestellt. So blieben wir auf einen der Tische sitzen, stießen miteinander an und hörten den meist älteren Elsäßern zu, wie sie gekonnt, das Elsäßisch mit dem Französisch vermischten und sich dabei sicher sehr interessante Sachen erzählten.
Um halb eins verließen wir das Fest und gingen nach Eguisheim und in das Restaurant hinunter, das schon gut gefüllt war, um die Spezialitäten auszuprobieren.
Es war mein zweiter Elsaßtag, das Sauerkraut hatte ich schon in Colmar gegessen, also wählte ich das zweite Menu, einen Zwiebelkuchen, dann das Bäckoffa und zum Dessert gab es Sorbet mit Gewürztraminer.
Die Leute neben uns stürzten sich auf das Sauerkraut mit oder ohne Fisch und danach wollte sich der Alfred ein bißchen bei den Weindegustationen umsehen, nämlich bei dem Geschäft von Emile Beyer, die Weinhändler haben alle deutsche, bzw. elsäßische Namen, weil ihm der von einer elsäßischen Kollegin empfohlen wurde.
Eine alte Dame war ganz entzückt, daß wir aus Wien kamen, holte dem Alfred die gewünschten Kartons mit und ohne Geschenkverpackung, erzählte, daß ihre Tochter auch nach Wien fahren würde und schenkte uns ein kleines Buch mit den „Besten Rezepten aus dem Elsaß“.

Eguisheim

Eguisheim

Leider ist es ein Opfer des Regens geworden und als wir nach dem Mittagschlaf wieder in den Storchenpark zurückkehrten, hatte der Regen, den es zwischenzeitlich gegeben hatte, das Fest abgebrochen, beziehungsweise die Gäste in ein Zelt vertrieben, wo es einen Vortrag gab.
Die Störche waren aber noch da, die Weinflaschen und das Bierfaß wurden weggetragen, der Storchenpark ist aber, glaube ich, die ganze Zeit zu besichtigen und Störche scheinen auch eine Attraktion des Elsaß zu sein, es scheint sie nicht nur in Polen und am Neusiedlersee zu geben, jedenfalls sind die Souveniergeschäfte voll davon, man kann sie in jeder Form kaufen und den Kindern als Souvenier und Spielzeug mitbringen, die sich darüber freuen, wie ich einige Male bemerken konnte.

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