Literaturgefluester

2014-08-08

Endlich einmal Zeit… für mich

Filed under: Uncategorized — jancak @ 08:05

Den Sommer für die Sommerbücher, Elisabeth von „Leselustfrust“, die ja leider nicht mehr öffentlich bloggt, hat mich vor Jahren auf die Idee gebracht, mich mit Sommerbüchern und der Frage, was das ist zu beschäftigen.
Soll man im Sommer eigene Bücher lesen und wenn ja welche? Die Verlage empfehlen ihren Lesern für den Sommer, glaube ich, ja gerne Krimis und sind Sommerbücher, die vom Sommer handeln?
Da habe ich ja im vorigen Jahr speziell die „Sommertöchter“ gelesen und heuer den „Jahrhundertsommer“ ein bißchen vorausgebloggt, beziehungsweise mir das Buch auf meiner Leseliste ein bißchen aufgehoben.
Einen Artikel über die Sommerlektüre habe ich heuer ja schon geschrieben und dann den Sommer vorwiegend dank der „Hermagoras Verlagsspende“ mit Kärntnern und slowenischen Büchern, beziehungsweise denen von Franzosen verbracht, die auf meiner Liste standen und die ich mir ins Elsaß mitgenommen habe.
Als ich vor ein paar Wochen meine diesbezügliche Büchertasche packte und Matthias Manders „Garanas“ gerade zu lesen begonnen habe, habe ich mir überlegt, was ich mir auf die Reise mitnehmen sollte. Die Duras, die Olmi, die Sagan und dann noch die „Gebrauchsanweisungen“ ganz klar, aber reicht das und was sollte vielleicht noch darauf und da ist mir ein kleines Büchlein eingefallen, das weit unten auf meiner Leseliste stand und das ich beim heurigen Osterspaziergang der LitGEs in der „Seedose“ gefunden habe.
„Endlich einmal Zeit… für mich – Sommerliches Lesevergnügen“ aus dem Übrrreuterverlag, herausgegeben von Irmgard Harrer und Maria Schuster mit einem Vorwort von Thomas Salzer dem Geschäftsführer und Gesellschafter der „Salzer Holding“ an seine „Lieben Freunde und Geschäftspartner!“, denen er „Einen herrlichen und erholsamen Sommer – egal ob im eigenen Garten oder auf Reisen, am Strand oder am Berg, am Meer oder am See, im Grünen oder auf dem Wasser!“, wünscht und erklärt, daß das Buch „als Begleiter durch kurzweilige, fröhliche, entspannende Tage während der wärmsten Monate des Jahres zum abschalten in der Hängemannte oder am Strand dienen soll und unterhaltsame Geschichten vor dem Einschlafen, Rätselspaß fpr die ganze Familie, Spoannung für verregnete Nachmittage auf der Coach und Ideen fürs Sommermenü oder die Grillparty mit Freunden“, enthält.
So ein Buch ist natürlich ideal geeignet auf den Campingurlaub ins Elsaß mitzunehmen oder auch nicht, weil ich in ein paar Stunden durchgeblättert und gelesen habe, was vielleicht für einen ganzen Sommer geplant war.
Ich bin aber eine Vielleserin und die „Sudokus für Anfänger und Fortgeschrittene“ sind noch immer ungelöst, ist das ja eher etwas für die Schwiegermutter.
Jetzt aber hinein in das Buch und verraten, was sich die Firma Salzer für einen erholsamen Sommer ausgedacht hat.
Es beginnt mit einem Gedicht von Joachim Ringelnatz „Zu dir“ und führt dann zu einem Auszug von Gerald Reischls „Die Google-Falle“, was ich besonders interessant fand, weil der Alfred gerade als ich mich durch die „Villa Kunterbunt“ und „Das Flowerparadies“ der Google Angestellten im kalifornischen Mountain View gelesen habe, das Internet des Campingplatzes zu den drei Burgen ausprobierte.
Das Google Firmenimperium ist also ein Paradies für seine Angestellten, während sonst vor dem Mißbrauch des zuviel Googlens und dem Verlust seiner Privatathmosphäre, die dazu führen kann, gewarnt wird.
Eine Interessante Idee ein sommerliches Lesevergnügen mit der „Google Falle“ zu bereichern.
Es gibt dann aber gleich die schon erwähnten Sudokus und Ausschnitte aus einem Vampirroman und einem der das Schottland des vierzehnten Jahrhunderts beschreibt, also Bücher, die ich wahrscheinlich nicht lesen würde, klar, daß die deutsche Buchpreisliste oder der Reinhard Jirgl nicht zum sommerlichen Lesevergnügen passt. Es gibt aber auch Liedertexte und Ausschnitte aus dem „Heinz Ehrhardt Buch“
„Ich kam mit meinem Auto an und Koffern sechs bis sieben. Der Motor ging total entzwei. So mußte ich leider schieben.“
Danach wird es kulinarisch, denn es geht zu Sasha Walleczek und einen „Sommertag mit Sasha“, die zum Frühstück Melonen-Bananen-Shake, zum Snack Obst mit Nüssen, zu Mittag einen Caprese Toast und am Abend eine schnelle Sommerpasta empfiehlt.
Ich habe im Elsaß zum Frühstück immer einen Kaffee au lait und ein Croissant im Teesalon der Bäckerei in Eguisheim bestellt und zu Mittag öfter Flammkuchen beziehungsweise ein nicht ganz so kalorienarmes Menu gegessen.
Rätselralleys gibt es im Sommer auch, so kann man sein Sport und sein Tierwissen testen und danach die Fabel von der „Sonne und dem Wind“ von Johann Gottfried von Herder lesen. Keltische Sagen von Hertha Kratzer erzählt, gibt es auch, sowie „Donausagen“.
Danach gibts Tips für „bemaltes Steinobst“ beziehungsweise „getrocknete Blumensträuße“ und die schon erwähnten Tips für das Barbecue beziehungsweise das sommerliche Grillvergnügen.
Das passte wieder gut, denn an einem Campingplatz wird natürlich viel gegrillt, so hatte ich gleich die entsprechenden Gerüche in der Nase. Danach wurde das Wetter beobachtet, was auch sehr passend ist, denn ich habe es schon geschrieben, im Elsaß hat es leider öfter geregnet und so ist auch meine Büchertasche und das Buch naß geworden, daß ich jetzt ein bißchen trocknen muß, um es vielleicht im nächsten Sommer, bei einem anderen Urlaub an einem anderen Ort wieder verwenden zu können und ich erinnere mich, daß ich vor vier Jahren nach Polen mit Ilona Lütkemeyer „Mit 80 Seiten um die Welt“ gereist bin und da ist es zwar um ein Reisetagebuch gegangen, war aber ähnlich interessant und spannend und im Sommer „Backe backe Kuchen“ zu singen, ist vor allem wenn man mit Kindern unterwegs ist, auch eine gute Idee.

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