Literaturgefluester

2014-08-30

Konzeptplanung

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:15

Nach dem Dämpfer mit dem Dialog schreiben habe ich am Mittwoch vier Szenen an meinem „Innere Stadt-Projekt“ geschrieben und inzwischen beschlossen, das Ganze fortan „Miranda Schutzengelchen“ zu nennen, denn was hat es mit dem ersten Bezirk zu tun, da bin ich ja von meinem Ausgangskonzept weit abgekommen und habe dann auch einen Schreibbericht gegeben, daß ich mit meiner Weisheit wieder momentan am Ende und wirklich weiterplanen werde, etc.
Das habe ich am Donnerstag auch getan. Mir die Handlungsstränge durchgenommen, beziehungsweise das schon Aufgeschriebene in dem neuen kleinen schwarzen Buch nochmals durchgelesen und bin daraufgekommen, daß da einiges drinnen steht, was ich brauchen könnte, zur Dora oder Lonnie Wende und da ruft die Leonie auch ihre Ersatztochter an und kommt in ihr Büro, denn es ist etwas geschehen.
Was weiß ich selber noch nicht so genau, aber vielleicht eine Erpressung einer Freundin und sie könnte nun Angst um ihre Grundsicherung haben.
Der Bruno kommt, dann mit den „Waffen nieder“, die ihm ein junges hübsches ausländisch ausschauendes Mädchen beim Bücherschrank in die Hand drückte zur Dora und die Marija könnte Schwung in die Valentina Handlung, die ja so ein bißchen vor sich hindümpfelt, bringen, in dem sie in der Botschaft in Kiew, wohin sie sich mit Magdalena begibt, erfährt, daß sie kein Visum bekommt. Geld für einen Schlepper hat sie nicht, aber der bietet ihr eine Leihmutterschaft an und voila bin ich schon wieder beim Thema, denn die Miranda hat sie ja schon in der U-Bahn kennengelernt und die bringt sie dann zur Valentina in die Beratungsstelle.
So weit, so what. Da waren wieder ein paar Szenen geplant und eher lustlos habe ich dann die geschrieben, wo die Valentina mit dem Sepp in der Teeküche sitzt, Mirandas Besuch mit ihm reflektiert und von ihrer Leihmutter angerufen wird.
Danach bin ich in die „You tube Falle“ geraten und habe mir nach „Tafelspitz“, „Salzburger Geschichten“ „Drei Männer im Schnee“ und „Kaiserball“, auch noch „Das Leben der anderen“ aus dem Jahr 2006 angeschaut. Ist ein toller Film, die EX-DDR interessiert mich ja sehr, nur mit meinem Romanprojekt hat es nichts zu tun und wenn ich schon so schlecht schreibe, sollte ich das ein wenig konzentrierter tun…
Ein guter Rat, ich weiß, der Film brauchte aber trotzdem eine Wiederholung, um ihn ganz zu verstehen und „Watschenmann“ sollte ich auch weiterlesen.
Als ich dann schon beim Einschlafen war, sind die Ideen gekommen und ich wußte auf einmal, wie es weitergeht und wie ich es mit der Magdalena machen werde.
Die wird Marija nämlich mit ihren Jeans und ihrem weißen Rollkragenpullover nach Kiew begleiten, sich dann aber vertschüßen, das heißt die Marija wird ihren Handlungsstrang übernehmen und Mirandas Visionen werden verschwinden.
Sie wird die ukrainische Studentin zu Valentina in die Beratungsstelle und die sie in ihre Selbsthilfegruppe bringen, aber dann braucht die Miranda keine Beratung mehr, die Wirkung des Joints ist verschwunden und es ist wieder eine eher kurze Geschichte geworden, bei der ich in den nächsten Tagen, mit den geplanten Szenen, das Rohkonzept vollenden kann.
Fünfzig Seiten, vierundzwanzig Szenen bzw. vierundzwanzigtausend Worte habe ich bis jetzt schon.
So an die dreißig Szenen bzw. sechzig Seiten könnten es werden und schätzungsweise dreißígtausend Worte, ein dreiviertel „Nanowrimo“, also.
Aber wenn ich bis Oktober das Rohkonzept überarbeite, noch abschleife und die Fehler verbessere etc, werde ich dann diesmal am ersten November vielleicht nicht so viel vorgeschrieben haben, daß ich am 3. schon mit dem „Nanowrimo§ fertig bin, sondern kann mir wirklich Zeit für meine Sterbehilfegeschichte, lassen, etc und „Miranda Schutzengelchen“ ist vielleicht ein flottes Geschichtchen geworden, das sich von der ursprünglichen Retortenbabyproblematik entfernt hat, mir aber eigentlich ganz gut gefällt. Neue Ideen und Handlungsstränge drinnen hat, obwohl auch schon einiges Vorhande, wie zum Beispiel das mit dem fünf Frauenhaus , die Bruno Problematik, etc. DieUkraine Krise und die Weltkriegproblematik ist aber neu und so ist das Schutzengelchen höchstwahrscheinlich ein wenig abgehobener, als meine bisherigen Geschichten.
Also in die Hände gespuckt und so konzentriert, wie es geht, am Rohkonzept arbeiten und dann korrigieren und korrigieren.
Vielleicht wird etwas daraus, obwohl ich nach der Erfahrung von Dienstagabend ein wenig skeptisch sein sollte.
„Ich kann es nicht, ich kann es nicht!“, das habe ich da ja wieder einmal erfahren, zum hundertausendersten Mal wahrscheinlich, da kann ich wohl wirklich machen was ich will. Aber das tue ich auchunentwegt und sehr viel und wenn mir das jetzt noch ein wenig konzentrierter gelingt, sollte ich zufrieden sein.

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