Literaturgefluester

2014-09-12

Wieder Schreiben im Cafe Ludwig

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:13

Im Mai und im Juni bin ich an den Tagen von Ruth und Roberts Schreibegruppe, glaube ich, in Harland gewesen, so daß die beiden im Mai alleine im Cafe Ludwig gesessen sind und die Themen „Versäumte Gelegenheiten“, „Gewitter“ und „Melancholie“ brainstormten und dann das erste wählte, im Juni war die Ruth dann ganz allein und hat zum Thema „Religion“ glaube ich, nichts geschrieben, dann kam die Sommerpause und heute trafen wir uns wieder zum zwanzigminütigen spontanen Schreiben in der Westbahnstraße.
Die Idee ist ja vor eineinhalb Jahren dem Robert Eglhofer gekommen, weil er gerne in der Gruppe schreibt, ich war zuerst ein wenig skeptisch, konsumiere ich ja nicht gerne, dann habe ich mir aber angewöhnt hinzugehen, wenn ich nicht in Harland bin und nicht gerade eine besonders attraktive literarische Veranstaltung stattfindet, bestelle mir einen Gspritzen und cirka vor einem Jahr habe ich mir angewöhnt, das Thema, das da immer von jeden in die Runde geworfen und schließlich ausgelost wird, wenn gerade angesagt, für eine Szene meines aktuellen Work in Prozess zu verwenden.
So habe ich vorigen September und Oktober zwei Entwürfe für zwei Szenen für die „Brüderschaft“ geschrieben und im „März“ eine „Anna kämpft gegen das Vergessen Szene“.
Im April warf ich dann das Thema „Kokosnuß“ in die Runde und habe dazu frei assoziert und zwischen der Anna und der Brüderschaft, gab es glaube ich noch etwas zum Thema „Irrtum“.
Für mich ist das der persönliche Schreibgewinn, denn ich bin ja eine Viel- und eine Langschreiberin und finde es sehr spannend, wie solche Spontaneinfälle den Schreibprozeß beeinfulußen können.
Dem Robert ist es wichtig in der Gruppe zu schreiben und die Ruth sammelt die Texte immer ein, um sie zu sammeln, da war einmal die Idee einer möglichen Publikation, die sich inzwischen zu einer Veranstaltung umentwickelt hat, die die Ruth bei der GAV-GV einreichen will, um die Gruppe vorzustellen.
Ilse Kilic und Robert Widhalm kommen meistens auch, Doris Kloimstein war ein paar mal da und Peter Cak, eigentlich ein Musiker den Robert Eglhofer mitgebracht hat.
Heute waren wir zu sechst. Robert, Ruth, Peter, Ilse, Fritz und ich. Als Themen sind, glaube ich, „Schule“ Herbst“ und „Ferien“ im Raum geschwebt, wir haben uns für den „Herbst entschieden und ich hatte, da ich ja am „Schutzengelchen“ schon wieder korrigiere, vor, mir was erstes für das „Sterbehilfeprojekt“ einfallen zu lassen.
Thema war mir da egal, weil ich ja das freie Entwickeln sehr spannend finde, aber der „Herbst“, hat sehr gut gepasst. So ist meine Protagonistin zu einer Lehrerin geworden, die im Schönbrunner Schloßpark in Richtung Gloriette hinaufgeht und gerade von der ihrer Diagnose kommt.
Das Thema Herbst ist ja überhaupt sehr interessant, beziehungsweise wurde das in den Schreibwerkstätten bzw. Schnupperworkshops, wo ich schon war, bei dem von der Evelyne Haas und im Writersstudio jeweils behandelt. Man sammelte zuerst Herbstwörter, suchte sich dann ein paar aus und schrieb jeweils einen Text dazu und in der Schreibschule des Robert Schindel wurde das, habe ich gehört, auch einmal gemacht und alle gesammelten Worte durften dann nicht verwendet werden, um keinen Klischetext zu kreeiren. So unterscheiden sich vielleicht die Profis von den Amateuren, bei den Dialektdichtern ist das, glaube ich so, daß die Profis das Reimbuch verwenden, während sich die Amateure davon distanzieren.
Wir haben aber keine Worte gesammelt und gereimt hat nur die Ilse Kilic „Herbstzeitlose auf kurze Hosen“ und das wurde ein sehr spannendes unkonventionelles Gedicht.
Ich habe jetzt den ersten Entwurf für mein neues Projekt und nächsten Samstag ist wieder Schnuppertag im Writersstudio, da werden vielleicht ein paar weitere Entwürfe entstehen.
Im Unterschied zum letzten Jahr werden die aber höchstwahrscheinlich liegen bleiben, bis ich dann im November beim „Nanowrimo“ mit dem Schreiben beginne, da ich mit dem Korrigieren des „Schutzengelchens“ vermutlich bis zum November brauche, also dann meine Entwürfe zu Tipen anfangen und diesesmal vielleicht nicht so geschummelt habe, wie in den vergangenen zwei Jahren. Mal sehen, ich habe jedenfalls noch sehr viel Korrigierarbeit vor mir, bin ich den Text diese Woche ja eineinhalbmal durchgegangen und habe heute mit dem Szenenkorrigieren begonnen.
Spannend, spannend und die Schreibgruppe ist glaube ich auch sehr gut für mich. Die Ilse Kilic und der Fritz Widhalm sind ja eher experimentelle Schreiber und ich bin die einzige, die da sehr schnell vor sich hinerzählt und die Gruppe für Entwürfe für längere Arbeiten benützt.
Spannend auch, wie sich diese Veranstaltungsidee entwickelt wird, ein Treffen vor der GAV-GV gibt es ja noch und vielleicht auch schon ein Thema, jedenfalls wurde vom Peter schon „Single“, das kann der Beziehungszustand oder die Platte sein, vorgeschlagen, ob ich aber da in Wien und nicht vielleicht in Harland bin, weiß ich noch nicht.

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