Literaturgefluester

2014-09-14

Poet Night im neuen Ambiente

Filed under: Uncategorized — jancak @ 01:47
Amir Peyman

Amir Peyman

Christoph Vivenz

Christoph Vivenz

Monika Schmatzberger

Monika Schmatzberger

Hilde Schmölzer

Hilde Schmölzer

Die Poet Night ist ja die Veranstaltung des ersten Wiener Lesetheater, wo sich einmal im Jahr die Lesenden zusammentreffen und ihre eigenen Texte lesen, von sechzehn Uhr Nachmittag bis zwei Uhr früh am nächsten Morgen, war es das zu Rolf Schwendter Zeiten, seit 2000 gibt es, glaube ich, diese Veranstaltung, wo sich im sieben bis acht Minuten Takt die Lesungen abwechseln und als ich 2009 darüber blogte, mokierte sich Frau Haidegger, daß sich soviele vielleicht nicht so bekannte Dichter vorlasen, denn ich habe damals, glaube ich, bedauert, daß die Lesung ziemlich unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfindet, aber es gibt eben viel mehr, jeseits der Events und der deutschen Buchpreislisten und ich finde das sehr gut und bleibe auch immer möglichst Nonstop um die verschiedenen Leser und Stile kennenzulernen.

Elmar Hanke

Elmar Hanke

Dine Petrik

Dine Petrik

Christa Mitaroff

Christa Mitaroff

Sylvia Petter

Sylvia Petter

Zum zweiten Mal ohne Rolf Schwendter und seither ist die Veranstaltung auch etwas geschrumpft, ab achtzehn Uhr bis open end, was diesmal halb eins bedeutete. Sechsundvierzig Lesende hat Hahnrei Wolf Käfer, der diesmal mit Andrea Pauli moderierte ausgerechnet und die große Überraschung für mich war auch, das „Siebenstern“ sah anders aus.

Anita Schaub

Anita Schaub

Eva Jancak

Eva Jancak

Werner Grüner

Werner Grüner

Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

Auch das Lokal, aber das Extrazimmer, wo die Lesung stattfand, war völlig umgestellt, die Lesebühne vor einem großen Bild auf der Schmalseite, ein roter Stern als Wahrzeichen an der Wand, wo früher mal die Bühne war, ein Kasten, Sitzmöbel, eine Bar, sehr gemütlich, eher wie ein großes Wohnzimmer und Manfred Loydolt begann gleich mit einer Episode aus seinem Leben, einer großen Begegnung, wie ich sie schon bei Anita C. Schaub hörte, nämlich Rolf Schwendter, der Professor, mit der blauen Hose, wurde wieder mal für einen Sandler gehalten, der zu Manfred Loydolt ins Theater kam, aber kein Autogramm wollte, sondern ihn für das Lesetheater engagierte und das Ganze spielt sich auch am Grab beim Begräbnis ab.

Beppo Beyerl

Beppo Beyerl

Astrid Wiesenöcker

Astrid Wiesenöcker

Jakub Kavin

Jakub Kavin

Rolf Seyfried

Rolf Seyfried

Mechthild Podzeit Lütjen erinnerte dann ebenfalls an das Schwendter Begräbnis und Martin Auer erinnerte sich an einen Freund, der einen Unfall hatte und an den Belgrader Platz, im zehnten Bezirk, bei der Heller Zfuckerlabrik, wo im Jahr 1942 oder 43 die Roma und die Sinti abtransportiert wurden, das kam dann noch einmal viel später und es ging in drei Blöcken wieder rund durch die Vielfalt der Literatur, wie auch Andrea Pauli in ihrem Schlußwort erwähnte.

Karl Kilian

Karl Kilian

Helga Schwaiger

Helga Schwaiger

Susanne Schneider

Susanne Schneider

Jörg Liebscher

Jörg Liebscher

Ein paar Angekündigte fehlten, wie Elfriede Haslehner und Christine Huber, die, wie mir die Ruth erzählte, von ihrer Katze gebissen wurde, die Rizys waren nicht nicht da und auch die Kilics haben nicht gelesen, dafür gab es aber auch neue Gesichter. Christa Kern las glaube ich, ihre Stern Gedichte aus den „Entladungen“ und Christa Kempinger Ausschnitte aus einer längeren Arbeit, wo es um ein Kind und wenn ich mich nicht irre, um die Fünfzigerjahre ging.

Ingrid Jantzen

Ingrid Jantzen

Thomas Northoff

Thomas Northoff

Gerhard Ruiss

Gerhard Ruiss

Hahnrei Wolf Käfer

Hahnrei Wolf Käfer

Axel Karner hatte seine kurzen Kriminalgeschichten und lud mich wieder, wie beim Volksstimmefest, sozusagen zu meiner eigenen Lesung ein, allerdings hat er einen Block früher als ich gelesen und war, als ich drangekommen bin, nicht mehr da.
Traude Korosa hatte einen Essay auf die „Faulheit“ in dem sie prächtig über den Kapitalismus drüber fuhr und sich über die große Zahl der Arbeitslosen mokierte. Amir P. Peymsan setzte fort mit der Sozialkritik in starken Worten und las vom Wochenarbeitslauf eines schwarzen Migranten, der vom Aufstehen, Brotessen ohne Butter, übers Putzen, bis von der Polizei kontrolliert werden reicht, Montag bis Freitag, um sich dann am Samstag, bis zum nächsten Montag, wie ein König zu fühlen.

Ivana Rauchmann

Ivana Rauchmann

Sonja Traxler

Sonja Traxler

Richard Weihs

Richard Weihs

Jan Zänker

Jan Zänker

Christoph Vivenz hatte in weiblichen Outfit wieder sehr poetische Gedichte und Monika Schmatzberger machte sich über das Begrabenwerden Gedanken und zeigte, daß das auch sehr belacht werden kann.
„Patchwork“ ist eine neue literarische Performance von vier zum Teil Englisch zum Teil deutsprachigen Frauen, Daniela Beuren von der Grauenfruppe war auch dabei, dann kamen Elmar Hanke und Christa Mitaroff und die gedachte wieder Rolf Schwendter beziehungsweise einer Lesetheateraufführung, die sie mit ihm erlebte.
Dine Petrik hatte neue Gedichte und Sylvia Petter, die glaube ich zum ersten Mal, hier auftrat, mir einmal von Christel Fallenstein vorgestellt wurde und im Juni eine Prosakonferenz moderierte, las in Deutsch aus einem Buch. Werner Grüner machte es politisch, Hilde Schmölzer las aus ihrem Trakl Buch, das die möglicherweise inzestiöse Liebe zwischen Georg Trakl und seiner Schwester Margarete schildert, die sich beide umgebracht haben.

Christian Katt

Christian Katt

Janus Zeitstein

Janus Zeitstein

Daniela Beuren, Jean Almeida, Ka Rudorfer, Heidelinde Lindorfer

Daniela Beuren, Jean Almeida, Ka Rudorfer, Heidelinde Lindorfer

Ruth Aspöck gedachte Franz Hütterer, der früher auch bei der Poet Night gelesen hat und Beppo Beyerl stellte wieder seine Sttraße mit den sieben Namen vor.
Im dritten Blog folgten Susanne Schneider und Hans Jörg Liebscher, Susanne Schneider hatte einen Brief und Hans Jörg Liebscher seine sehr poetischen Gedichte, Thomas Northoff brachte glaube ich das Programm, mit dem er auch beim Volksstimmefest großen Beifall ernete, seine Einsatz Gedichte, die eigentlich sehr logisch sind und Hahnrei Wolf Käfer hatte eine Litanei was alles privatisiert werden solle, von der Eheschließung bis zur Privatisierung, dann folgten für mich zwei neue junge Frauen, mit sehr starken Stimmen, Ivana Rauchmann, die das ganz normale Glück mit einem „Bürgerlichkeitskondom“ beschrieb, zum bürgerlichen Leben gehört ein Mann zwei Kinder und zwei Autos und wer das nicht hat, ist ein Außenseiter und gehört bekämpft und Sonja Traxler hatte drei Texte, wo es in einem um den Tod und den Selbstmord ging und Richard Weihs brachte natürlich wieder eine Auswahl seiner Wunschgedichte, so ging es dahin bis weit nach Mitternacht, am Schluß sagte Andrea Paula dann den Countdown an.
„Noch sechs, noch fünf noch vier Leser!“, einer davon war Christian Katt, der 2005 an der kurischen Nehrung war und um das Thomas Mann Haus lief und darüber dichtete und ich habe jetzt auf mich vergessen, die ich im zweiten Block an die Reihe kam, diesmal nicht Rolf Schwendter gedachte, sondern das „Gruftiemädel“ aus der „Brüderschaft“ las und wieder begeistert bin, daß es soviele Leute gibt, die sich mehr oder weniger mit Literatur beschäftigten, auch wenn es ein bißchen schade ist, daß es so abseits passiert, aber nächstes Jahr verabschiedeten sich Andrea Pauli und Hahnrei Wolf Käfer wird es wieder eine Poet Night im September geben und Veranstaltungswohnzimmer war eigentlich auch immer gut gefüllt.

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4 Kommentare »

  1. hallo eva,
    jetzt hab ich endlich ein gesicht zum „literaturgeflüster“! 🙂
    hannah sideris hat mir das ja schon vor längerer zeit als lektüre nahegelegt …
    du hast mich ja sogar bei der lesung angesprochen …
    ich weiss nicht, ob die „sollbruchstelle“ ein depressiver text ist –
    es ist halt ein sterben … hmmm …
    liebe sonjagrüsse!

    Kommentar von sonja traxler — 2014-09-16 @ 20:31 | Antwort

  2. Das ist fein, da wollte ich ohnehin noch fragen, ob die Texte im Rahmen einer Schreibwerkstatt entstanden sind, vielleicht sehen wir uns mal wieder

    Kommentar von jancak — 2014-09-16 @ 21:35 | Antwort

  3. […] So do come by if you want to  hear me read in German. I read a 7-minute extract last week at Poet´s Night and it went really […]

    Pingback von Back to the writing board | Sylvia Petter's Pages — 2014-09-21 @ 16:52 | Antwort


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