Literaturgefluester

2014-10-10

Von Frankfurt in die Schreibgruppe

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:58

Mit ein bißchen rauschenden Kopf bin ich dann nach sechs, als das blaue Sofa schon geschlossen hatte, da gab es nach der letzten Lesenden, der Georgiererin Nino Haratischwili eine lange Leerlaufübertragung, wo sich Leute auf dem Sitz fotografieren ließen, in die Westbahnstraße zur Schreibegruppe, die diesmal ohne Fritz und Ilse, nur mit Robert, Ruth und Peter Zak stattfand, gegangen.
Genau wie im letzten Jahr, da habe ich an der „Verbrüderung“ geschrieben, diesmal ist ja „Im Namen des Vaters an der Reihe“, wo es schon ein paar Skizzen und einen vagen Ideenplan gibt und ich im November im Rahmen des Nanowrimos schreiben will. Außer dem handgeschriebenen Skizzen ist die Gefahr des Vorausschreibens diesmal nicht so groß, wie in den letzten zwei Jahren, denn ich bin mit dem Korrigieren des „Schutzengelchens“ noch lange nicht fertig, beziehungsweise befinde ich mich derzeit wieder in einer intensiven Trödelphase, mit den Gedanken „Schreib nicht zuviel!“ und so wirklich gefällt mir die kleine Geschichte auch nicht und der Gedanke, daß das dann niemanden interessiert oder die Kritiker kommen werden, die sie zerreißen ist auch nicht von der Hand zu weisen.
Dann bin ich ziemlich ratlos, denn wenn ich weniger schnell schreibe, komme ich nicht weiter, da es aber niemanden interessiert, ist es eh egal, aber aufgeben will ich auch nicht, weil ich keine Alternative habe und die Schleife dreht sich endlos fort.
Und jemand der mir sagt:“Mach nur weiter, denn es ist toll, was und wie du schreibst!“, gibt es nicht. Stimmt nicht ganz wirklich, denn Klaus Khittl, den ich zu meinem literarischen Geburtstagsfest eingeladen habe, hat mir eine Rezension zu „Lore und Lena“, dem Buch, das er bei meinem letzten Geburtstagsfestgewinnspiel gewonnen hat, geschrieben und der hat mich sehr gelobt und eigentlich habe ich in den letzten Tagen auch nicht wirklich viel Zeit gehabt, am „Schutzengelchen“ zu korrigieren, denn Anfang der Woche habe ich die Einladungen zu meinem literarischen Geburtstagsfest, das am siebenten November sein wird, geschrieben und ausgeschickt und ab Mittwoch fing das Buchmessensurfen an und das wollte ich mir ja geben.
Trotzdem eine gute Abwechslung den Freitagabend wieder dem eigenen Schreiben zu widmen, denn es ist schon sehr deprimierend zu sehen, daß da in Frankfurt die sehr jungen Frauen, wie Karen Köhler, Nina Haratischwili, Katja Petrovskaja auftreten, die dann selber sagen, „Es ist erst mein erstes, zweites Buch, ich bin noch ein bißchen unsicher!“, aber sie haben den Erfolg und in der Halle 3/1 treten die Selbstpublisher auf, sagen „Wir sind schon lange aus der Schmuddelecke, kaufen uns das Lektorat und den Grafiker dazu, lassen unsere Bücher selber übersetzen und haben auch ein Lesermanagement!“, während ich noch in der Ecke drinnensitze und nicht und nicht herauszukommen scheine, so sehr ich mich auch bemühe!
Stimmt auch wieder nicht so ganz, denn die sehr geduldige Dame von der Literarmechana hat mich aufgefordert, noch ein zweites Ansuchen um einen Aufenthalt in der Autorenwohnung in Venedig zu schicken, das dann am 25. November behandelt wird.
Ich bin zwar eigentlich überzeugt, daß es nichts nützen wird, denn in Wien werden die Selbstpublisher, glaube ich, noch immer nicht anerkannt, habe aber getan, was ich konnte und alle meine literarischen Pluspunkte zusammengeschrieben.
in paar habe ich sogar dabei vergessen, so zum Beispiel, daß Gerhard Jaschke der GAV Generalsekretär von meinen „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ sehr begeistert war und daß ich Juorin beim „Ohrenschmaus“ bin und da ist am nächsten Dienstag die Jurysitzung und dann sollte es wieder etwas ruhiger werden und ich könnte mir bis Ende Oktober das „Schutzengelchen“ vornehmen und im November mit dem Neuen beginnen.
Aber erst eine kleine Szene in der Schreibgruppe weiterschreiben und da erwarteten mich Ruth und Robert, die das Projekt bei der GAV-GV, die nächsten Samstag stattfinden wird, einreichen wollen, erzählten, daß Ilse und Fritz noch in Salzburg sind und ein Thema, nämlich „Single“, das der Peter letztes Mal einbrachte, hatten wir schon.
Ein Weiteres brachte er dann noch vor, „Trägheit“ und ich brachte, wie im letzten Jahr „Frankfurter Buchmesse“ ein, obwohl ich da nicht gewußt hätte, wie ich das mit der Veronika kombiniere.
Mir sind ja die Themen eigentlich egal und finde es im Gegenteil sehr spannend, die zwanzig Minuten den Plot mit diesem Thema weiterzutreiben, dadurch ergeben sich interessante Handlungsänderungen oder Spannungsimpulse.
War aber dann doch, als die „Trägheit“ zum Thema geworden war, ein wenig ratlos. Wie gehe ich es nun an, da ja die Veronika nach ihrer Krebsdiagnose den Schönbrunner Schloßpark das letzte Mal durch die Herbstblätter hinaufgestiegen ist, bzw. im Writerstudio ihrer Tochter Paula in einem Cafe eröffnete, jetzt habe ich sie einfach in der Gloriette Sekt bestellen lassen und nach einer Krebsdiagnose fühlt man sich wahrscheinlich ohnehin, wie gelähmt, während die Ärzte vermutlich zu raschen Entscheidungen drängen.
Ein wenig ratlos bin ich vielleicht auch, weil ich mich mit den vier bis fünf Skizzen, die ich bis jetzt habe, ein wenig auf die Krebsdiagnose festgefahren habe, die von allen Seiten wiederholte, aber noch nicht wirklich weitergekommen bin und eigentlich will ich ja etwas anderes, nämlich vom selbstbestimmten Sterben und den damit verbundenen Konflikten schreiben.
Da weiß ich Moment noch nicht sehr weiter, muß es aber nicht und, daß ich in zwanzig Minuten sehr flott und sehr viel schreiben kann, das weiß ich inzwischen und muß es nicht mehr extra betonen.
Es wurde auch gelobt. Wie es dann damit weitergeht, wenn es vielleicht im nächsten Jahr fertig ist und ich es auf meinen Blog vorstelle ist eine andere Frage, da da ja meistens keine Reaktion kommt und auch die Leuten, denen ich die Büchern dann im Literaturhaus oder in der „Alten Schmiede“ bei Veranstaltungen zeige, sind meistens nicht sehr erpicht darauf.
Und morgen gibt es auch eine Unterbrechung beim Buchmessensurfen, nämlich um zwölf ein Kreativenfrühstück, zu dem mich der fünfte Bezirk neuerdings einlädt und da konnte man ein Projekt einreichen, ich habe das mit „Literaturgeflüster“ gemacht, wurde aber, eh schon wissen, nicht ausgewählt, obwohl das viel über die literarischen / Initiativen in Margareten, das aber auch sehr kritisch, erzählt.

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