Literaturgefluester

2014-10-12

Ab nach Frankfurt

Filed under: Uncategorized — jancak @ 11:20

In Frankfurt hat die Buchmesse angefangen, beziehungsweise wurde sie das Dienstags mit einer Rede des Außenministers und einer Festrede von Sofi Oksanen, die die Festrednerin war, eröffnet, denn Finnland ist ja heuer Gastland, „Finnland cool“, soll der Auftritt heißen, der überall in den Messehallen zu finden ist. Das Bibliothekswesen wird erklärt, die Finnen lesen ja sehr viel und führen auch im Pisatest, weil sie die Kinder nicht mit zehn voneinander trennen, etwas das man bei uns offenbar machen muß, weil eine gemeinsame Schule der Zehn bis Vierzehnjährigen unvorstellbar ist. Dafür gehen die Österreicher aber viel weniger in Bibliotheken, aber ich tue das eigentlich auch nicht so sehr und habe es von der Hauptschule bis zu einem Hochschulabschluß geschafft, in den Literaturbetrieb aber nicht und auch nicht nach Frankfurt, denn dorthin hat mich keiner eingeladen. So werde ich die nächsten Tagen vor meinem Laptop verbringen und mich zwischen meinen Stunden auf das blaue Sofa setzen und wieder einmal schauen, was man von hier aus mitbekommt.
Und das ist, wie mein Archiv beweist sehr viel, seit 2008 surfe ich ja schon und war anfangs sehr begeistert, jetzt sehe ich das resignativer, weil man von seinem Zimmer aus auch nicht die Kontakte hat, um die es ja angeblich geht, an die Buffet kommt man auch nicht, aber mein Glas Wein kann ich selber trinken, bzw. am Abend zu Veranstaltungen gehen, wo es ein solches und vielleicht auch noch Brötchen und was zu knabbern gibt und so war ich am Montag auch in der „Alten Schmiede“ als im Frankfurt im „Römer“ ja der dBp an Lutz Sailer vergeben wurde, das habe ich ein bißchen im Livestream bzw. im Abschlußvideo mitverfolgt und jetzt habe ich schon nachgeschaut, was es am blauen Sofa ab elf zu hören geben wird, 3SAt und ARD übertragen auch, Wolfgang Tischer ist in Frankfurt und überträgt von hier seinen Podcast und eine eigene Halle der Selfpublisher wird es dort auch geben, Martina Gercke ist in Frankfurt und Twitterromane werden dort auch verfaßt.
Dann gings los mit den drei Programmen, bzw. mit Dennis Scheck auf der ARD-Bühne, wo auch ein Übersetzerkam der Grimmelshausen aus dem Mittelhochdeutschen übersetzte und den „Keuchschen Joseph“ sehr empfahl, um elf folgte Wolf Haas mit seinem „Brennerova“, der Fortsetzung seiner Brenner-Romane und erzählte was darüber, aber da man den auch auf der Buch-Wien und beim Bücherquiz, bei dem ich ja gerne teilnehmen würde, erleben kann und ich den Link zum Sofa endlich gefunden hatte, das ist ja aus der Ferne ein bißchen schwer, alles rechtzeitig zu finden, in Frankfurt irrt man aber mit den vollen Büchertaschen wahrscheinlich auch herum, gings dorthin, bzw. zu Lutz Sailer und Wolfgang Herles, der diesen gerade fragte, warum „Kruso“ kein Wenderoman sei. Er spielt im Wendejahr auf einer Insel, wo sich ein paar intellektuelle Aussteiger trafen, um zu servieren und die heile Welt zu erleben, aber auch andere, die nach Dänemark hinüberschwimmen oder fahren wollten und dann oft in der Forensik in Kopenhagen landete. Bei ARD ging es wieder weitermit dem „Best of Druckfrisch“, wo sich Dennis Scheck als Ratgeber versteht was man und was besser nicht lesen soll und um halb zwölf erzählte Esther Kinsky, die, glaube ich, auch auf der Longlist stand etwas über ihren Roman „Am Fluß“, der in London spielt, bzw. ein Stück aus dem Leben der Protagonisten an Hand von Flüßen erzählt.
Die Autorin von Frauen oder Gesellschaftsromanen Charlotte Link, von der ich auch schon was gefunden aber noch nicht gelesen habe, hat die Krebserkrankung ihrer Schwester begleitet und jetzt ein Buch „Sechs Jahre“ darüber geschrieben, ein Thema, das mich ja auch sehr interessiert und dem ich mich in irgendeiner Form ja in meiner nächsten Arbeit widmen möchte.
Dann kam Marlene Streeruwitz auf das blaue Sofa, deren Name von der Moderatorin sehr seltsam ausgesprochen wurde, aber wahrscheinlich ist das der Unterschied des Österreichischen vom Deutschen, was ja in dem Gespräch auch diskutiert wurde, hier ist auch ein bißchen Slawisches dabei, damit hat man in Frankfurt vielleicht auch Schwierigkeiten, jedenfalls wurde Cornelia Travnicek in Leipzig mal gefragt, ob das ihr echter Name ist und Marlene Streeruwitz ist ja mit „Nachkommen“ auf der LL gestanden und darin geht es um eine Autorin namens Nelia Fehn, die mit ihrem Roman „Die Reise einer jungen Anarchistin nach Griechenland“ auf die Shortlist gekommen ist und den hat Marlene Streeruwitz inzwischen auch geschrieben und das ist auch sehr interessant, dann kam ein Starautor nämlich Ken Follet, der schon mal auf der Buch-Wien war, der in London lebt und seinen Historienroman „Kinder der Freiheit“ präsentierte.
Auf http://www.buecher.at kann man inzwischen vom Auftritt der Österreicher auf der Buchmesse lesen und sich die Fotoshow anschauen, gleichzeitig war dort zu entnehmen, daß Daniela Strigl ihren Jurorensitz beim Bachmannlesen zurückgelegt hat, weil sie den ihr zugesprochenen Vorsitz an Hubert Winkels abgeben mußte, der ja auch in Frankfurt ist und von dem ich ein Video gesehen habe, wie er am Montag auf der Buchpreisparty steht und was über den Preisroman erzählt.
Mit Thomas Hettche ging es dann bei ARD weiter. Der war ja der zweite Favorit des dBP und Dennis Scheck lobt die „Pfaueninsel“ auch als den besten Roman des Jahres und da habe ich ja schon ein Video gesehen, wo Scheck mit Hettche, glaube ich, auf diese Insel fährt.
Mit Kristof Magnussons „Arztroman“ gings bei ARD weiter, während auf das blaue Sofa, den Reinhold Messner und den Wolf Haas habe ich versäumt mit John Burnside weiter, der einen Roman vorstellte, wo ein Gewalttäter Kinder in einen Keller versteckt.
Dann habe ich mir noch ein 3Sat-Video über die Zukunft des Netzes angeschaut, wo Andrea Maier mit Thomas Hettche und einer Big Data Frau diskutierte und auch der Friedenspreisträger Joran Lanier interviewt wurde, während auf der Messe gerätselt wurde, ob jetzt Helmuth Kohl erscheinen wird oder nicht.Auf jedenfall wird ein Buch über ihn vorgestellt.
Und am blauen Sofa stellte Marion Brasch ihren Roman „Wunderlich fährt gegen Norden“ vor, in dem ein Handy den Protagonisten steuert, bzw. seine Biografie erzählt und die das Buch teiweise auch in Schloß Wiepersdorf geschrieben hat. Dann lernte ich endlich Karen Köhler kennen, die ja in Klagenfurt lesen hätten sollen und deren Erzählband „Wir haben Raketen geangelt“ in der letzten Zeit sehr viel auf den Blogs vorgestellt wurde.
Mit den Videos endete es dann bei 3-Sat mit dem jungen Stefan Bachmann, der mit zwanzig Jahren schon seinen zweiten Roman geschrieben hat und dem „Jesus Deal“ von Andreas Eschbach von dem ich im Sommer „Perfekt Copy“ gelesen habe und während es in Frankfurt für die Eingeladenen warhscheinlich auf die Parties geht, bin ich mit dem Alfred und dem Karli ins Akzent-Theater zum dreißig Jahre der „Tschuschnkappe“ gegangen, wo es nachher auch ein Buffet mit Schnaps, Spanferkel, Lamm und einigen Bekannten gab.
Am Donnerstag ging es mit Wolfgang Tischers Buchmessenpodcast von der Selbstpublisher Halle 3 erster Stock weiter, der zuerst genau den Weg dorthin genau beschrieb, dann die Veranstaltungsbühne zeigte, mit einer an Selbstgemachten interessierten Buchhändlerin und einer Lektorin sprach und eine Studie über die Motive des Selber Publizierens vorstellte.
Ein Video mit dem heurigen Büchner Preisträger Jürgen Becker, von dem ich ein ein paar Bücher habe, weil ich ihn mit dem Jurek verwechselte, habe ich mir auch noch angesehen, bevor es mit den Lievestreams losging und hier war interessant zu erfahren, daß Lutz Seiler der heurige dBP Sieger und Lyriker am 25. Oktober für den ebenfalls Lyriker Becker hält.
Nino Haratschwilli, deren umfangreichreiches Epos auf den Blogs ja sehr gelobt wird und Olga Grjasnowa, deren erstes Buch ich gelesen habe, habe ich versäumt und bin erst wieder bei Ulrike Dreasners Longlist-Buch, das ich schon ein bißchen in Leipzig hören konnte, eingestiegen.
Marcel Beyer den ich einmal in der „Alten Schmiede“ hörte und der mit seinen Gedichten jetzt den „Kleist“ und den „Pastior-Preis“ gewonnen hat, folgte und danach Sherko Fatah, dessen frühe Bücher bei „Jung und Jung“, wahrscheinlich sind sie noch bei „Residenz“ erschienen, ich bei den „Lyrik im März“ Büchertürmen fand und zum Teil immer noch nicht gelesen habe. Bei Ard erzählte dann Marc Elsberg oder Marcus Rafelsberger etwas über seinen Thriller „Zero“.
Dann ging es zum klinischen Mittag zu den „Genderfragen bei der Depression“ ins AKH, am Rückweg machte ich eine Runde zu den Bücherkästen, wo ich das deutsche Buchpreisbuch von 2005, also die Premiere, Arno Geigers „Es geht uns gut“ und noch drei Bände der „Luitpold Stern Gesamtausgabe“, für die dreifache „Luitpold Stern Preisträgerin“ eine absolute Rarität, das kleine Luitpold Stern Büchlein hat sich schon im Bücherschrank meines Vaters gefunden und dann stieg die Spannung, wer ist heuer Nobelpreisträger geworden?
Auf Haruki Murakami und Swetlana Alexijewitsch gingen wieder mal die Schätzungen und dann bekam ich, noch ehe ich nachgooglen konnte, ein Mail von Doris Lind von einer Grazer Literarischen Agentur, die mir außer einigen Lesetips mitteilte, ein mir wieder völlig unbekannter Franzose, der allerdings einer der bedeutensten Schriftsteller des Landes namens Patrick Modian hat ihn gewonnen.
Interessant, interessant und bevor es zum Abendprogramm ins Literaturhaus ging, noch ein bißchen weitergesurft.
Judith Hermann, die neue Fried Preisträgerin, stellte ihren ersten Roman „Aller Liebe Anfang vor“ und am blauen Sofa wurde noch Katja Petrovskaya, die Bachmannpreisträgerin vom letzten Jahr und diesjährige Gewinnerin des „Aspekte Literaturpreises“ präsentiert.
Am Freitag ging es zuerst mit Wolfgang Tischer durch die Messehallen zu „Rowohlt“, wo man auch schon sehr intensiv mit dem Selfpublishern zusammenarbeitet, wo die Amerikaner ihre Bücher inzwischen schon selber ins Deutsche übersetzen lassen, weil es hier viele Leser gibt und dann nach einigen Computerabstürzen zu ARD, wo Bruno Walker saß, der neben seinen vielen Krimis auch Kochbücher schreibt, was ja auch sehr interessant ist.
Dann gings zu Herta Müller, die mit „Mein Vaterland war ein Apfelkern“ ein neues Buch geschrieben hat und wieder viel über ihre Kindheit im rumänischen Dorf erzählte und das Krimiduo Michael Kobr und Volker Klüpl haben mit „Grimmbart“ einen neuen „Kluftinger Krimi“ geschrieben, in dem es um ein abgefracktes Schloß geht.
„Erntedank“ steht noch auf meiner heurigen Leseliste und ich muß wahrscheinlich sehr dazuschauen, das noch zu schaffen und auf das Autorenduo mit den Allgäuer Regionalkrimis bin ich vor langen durch den Blog von „Leselustfrust“ aufmerksam geworden, den es ja leider nicht mehr gibt.
Michael Köhlmeier ging mit Dennis Scheck und seinen zwei Herren auf den Strand und ein paar andere Herren erzählten inzwischen auf dem blauen Sofa etwas von den letzten Tagen der DDR und den wirtschaftlichen Veränderungen, die diese inzwischen machte.
Man kann sich die Buchmesse aber auch via Twitter und Facebook geben, sieht da Bücher, die man sonst wahrscheinlich nicht gesehen hätte und kann sowohl Frauen mit roten Haaren und roten Kleidern als auch Polizisten vor Veranstaltungen sehen und Clemens J. Setz habe ich erfahren, hat ein Protestsonett auf Daniela Strigl Verlassen der Bachmannpreisjury geschrieben.
Der Halb – oder Sommerfinne Christian Gasser, ein Schweizer, der der Liebe wegen nach Finnland gegangen ist und ein Buch darüber schrieb, erzählte etwas von den schrecklichen depressiven Wintern, die man nur in der Sauna überstehen könne und den Sommern an den Seen, wo man das Wasser direkt daraus schöpfen und trinken kann. Und im “ war dann Nadine Kegele zu hören, die zwar mit „Kegeler“ angekündigt war, aber ihr neues Buch „Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen“ zu Hause, auf das ich ja noch immer warte.
Der Schweizer Matthias Zschokke hat einen E-Mail Roman über Venedig geschrieben, der wie Ernst Grandits auf der 3Sat Bühne erklärte, bzw. vom Klappentext verlas, etwas noch nie dagewesenes und erinnerte an die Vorbilder und spannend, daß der Autor aus den E-mails die er von seinem halbjährigen Venedigaufenthalt schrieb, später einen Roman bastelte, etwas was mir wahrscheinlich nicht passieren wird, obwohl mein Ansuchen auf einen Aufenthalt in einer Autorenwohnung am 25. September noch einmal behandelt wird.
Dann gabs noch auf ARD noch ein „Büchermagazin“, wo es ein bißchen um Franz Kafka ging und Nino Haratschiwili bevor es wieder zum eigenen Schreiben ins Cafe Luwig zum Schreiben mit mit Ruth, Robert, Ilse und Fritz, etc, ging.
Den dritten Messe Tag hat Wolfgang Tischer bei einem Selfpublisher Kongreß in einer anderen als der dritten Halle verbracht und erzählt mir das am frühen Morgen im Freien, wo am Samstag Martina Gercke bei Angora Zelt auftreten und Freunde treffen wird, was wieder daran erinnert, daß auf der Messe viel passiert, was 3Sat oder ARD nicht überträgt und man sich da nur bei den Bloggern umsehen könnte, wo es bei einigen derzeit etwas still ist, so haben die „Klappentexterin“ und „Literaturen“ nur die Lektüre gepostet, die sich auf den Weg nach Frankfurt mitnehmen wollen. Die Klappentexterin hat Patrick Modiano dazu ausgewählt, Hut ab, ob sie den zu Hause hatte, aber sie ist ja Buchhändlerin und der „Hanser Verleger“, der dann Donnerstag um 13 Uhr auf seinem Stand interviewt wurde, hat ohnehin schon mit dem Drucker telefoniert, daß sie der mit dem Erscheinen des neuen Buchs beeilt.
Die kleinen lieben Messefilmchen, die mich 2008 so beeindruckt haben, vermisse ich auch ein bißchen und den Link zum LitRadio der IG-Autoren habe ich noch nicht gefunden, aber da war ich meistens ohnehin zu ungeduldig um mir Robert Prosser, den neuen „Priessnitz-Preisträger“, Andrea Winkler und die Autoren, die ich wahrscheinlich auch in Wien hören kann, extra zu geben.
Nach einer kurzen Begegnung mit einem neuen Traumbuch und den „Popo-Blicken“ eines älteren Herrn und einem Interview mit der ebenfalls sehr erfolgreichen ehemaligen Selfpublisherin Nele Neuhaus ging es dann zum Kreativen-Brunch ins „Weiße Haus“ wo mein Projektvorschlag aus dem „Literaturgeflüster“ zu lesen, nicht angenommen wurde.
Nach Kaffee und Kipferln und einem gut gefüllten „Wortschatz“ war es dann etwas schwer in das blaue Sofa hineinzukommen. Martin Walser war aber am ARD Stand und stellte dort den vierten Band seiner Tagebücher vor.
„Schreiben und Leben“ heißt der, weil das Schreiben für den Schwimmer und Waldgänger immer wichtiger ist und so wird alles ganz genau notiert, auch wann ihm Böll auf der Bestenliste überholte und wann Martin Walser vorne lag.Ein Gespräch über Benjamin Leberts „Mitternachtsweg“ von dem ich im Schrank vorher „Der Vogel ist ein Rabe“ gefunden habe, gab es vorher auch.
Dann ging es doch mit dem blauen Sofa und dort stellte Wolfgang Herles den Unternehmer und Autor Ernst W.Händler mit „Versuch über den Roman vor“, während es bei 3sat mit Thomas von Steinaecker weiterging.
Dann diskutierte Wolfgang Herles mit dem Autor des „Schundromans“, den mir einmal Judith Gruber Rizy zum Geburtstag schenkte, Bodo Kirchhoff über sein neues Buch „Verlangen und Melancholie“, wo es um eine nachgelebte Liebe zu einer Frau die Selbstmord beging geht. Martin Walser gab es auch noch einmal zu hören, der trotz seiner fast neunzig Jahren sehr viel von den Softwareprogrammen seines Computers hält.
Weiter ging es mit dem Publikumswochenende, wo die Massen und die Cospyplayers auf das Messegelände strömen und sich auch mal umsehen konnten, wenn sie nicht schon vorher da waren, um elf am Sonntag wird in der Paulskirche der Friedenspreis des deutschen Buchhandels an Jaron Lanier den 1963 in New York geborenen Informatikkünstler mit den Threadlooks vergeben,in den ich nur ein bißchen hineinsehen konnte, da wir zum Fototreff der Sladky-Wandergruppe nach Klosterneuburg fahren und nachher vielleicht noch ein paar Videos von den großen Bühnen ansehen, auf der kleinen höre ich gerade den Tag vier von Wolfgang Tischers Podcast, wo die Selbstpublisher erzählen, wie sie mit Pseudonymen umgehen, ob sie die Kameras in ihr Wohnzimmer zu ihrer Mutter lassen, die das Marketing betreibt oder für was sie außer dem Schreiben noch verantwortlich sind?
Etwas was mich an diesen Selfpublisherberichten ein wenig stört, daß sie sosehr auf den wirtschaftlichen Erfolg schielen.
„Bin ich jetzt schon auf Platz eins des „Amazon-Rankings“ und wie komme ich darauf?“, während es mir ja um mein Schreiben geht, das ich aber auch mit allen Stolpersteinen auf meinem Blog präsentiere und weil mich einmal eine Leserin nach meinem Buchmessenresumee fragte, als Surferin aus Wien und Literaturbesessene habe ich natürlich keines und auch nur einen kleinen Teil auf meinen Sofa, ganz ohne Visitenkarten und Verlagsterminen mitbekommen.
Eine Einladung zu einem Bloggertreffen habe ich aber gehabt und werde das auf der Buch-Wien nachholen, wenn ich dazu wieder meine Gratiskarten bekomme, ansonsten klappt es vielleicht auch mit meinem Pensionistenausweis und der Goodiebox, die es möglicherweise wieder beim „Alpha“ gibt.
Und natürlich ist es toll, was man alles, wenn man sich dafür interessiert aus Frankfurt in sein Zimmer bekommen kann und ein paar Bücher haben ganz nebenbei in diesen fünf Tagen auch zu mir gefunden.

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2 Kommentare »

  1. danke für diese ausführliche schilderung. weil da kann ich das rasch lesen und muss nicht lange hören und es bleibt gut zeit zum bücher lesen. bin grad dabei, aus der shortlist des schweizer buchpreis einen roman in schwyzerdytsch zu lesen, der witzig und gut daherkommt, wenn auch eine gewisse leseherausforderung. ich glaub in österreich gibts das nicht, ganze romane in dialekt geschrieben, odr?

    Kommentar von otto lambauer — 2014-10-10 @ 20:06 | Antwort

    • Weiß nicht so genau, wahrscheinlich nicht so Bekannte. Ja das Lesen ist wichtig und die Bücher findest du dann auf der Frankfurter Buchmesse oder ein Monat später auf der Buch Wien. Kommst du dort hin? Die ist zwar sehr viel kleiner, aber Bücher gibt es auch, diesmal sogar eine lange Nacht nach der Eröffnung und ein Bücherquiz.

      Kommentar von jancak — 2014-10-10 @ 22:25 | Antwort


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