Literaturgefluester

2014-10-20

Schamrock-Festival

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:14
Eva Jancak ©Erika Kronabitter

Eva Jancak ©Erika Kronabitter

Das Schamrock-Festival der Dichterinnen ist, glaube ich, eine Intitative der Künstlerin Augusta Laar, die auch am Samstag in die GAV aufgenommen wurde und fand das erste Mal 2012 in München statt.
Eine Initiative, das weibliche Dichten zu fördern, die weibliche Scham zu überwinden und im Rockn Roll etc auszudrücken, wie ich es verstanden habe.
Friederike Mayröcker, die im Dezember neunzig wird, hat eine Grußbotschaft gesendet und angekündigt, daß sie lesen würde, wenn das Festival in Wien stattfinden wird, das Literaturhaus hat reagiert und so hat das Fetival heute in Wien begonnen und wird am Wochenende in München weitergehen.
Eigentlich ein tolles Programm, wenn man sich für die experimentellen lyrischen Stimmen interessiert und so war es fast ein wenig seltsam, daß das Literaturhaus nicht wirklich voll war.
Es hat aber schon um sechs angefangen, weil es um zehn noch ein Konzert gab.
Christel Fallenstein hat mit Friederike Mayröcker gerade das Literaturhaus betreten, als ich mit meiner Büchertasche vom Bücherschrank gekommen ist.
Das Begrüßungskomitee aus Barbara Zwiefelhofer und den Veranstalterinnen stand schon bereit und ein bißchen Stammpublikum hat es auch gegeben.
Der Lehrer aus Retz, Rudi Pollack, Erika Kronabitter und sogar Julia Danielczyk ist kurz erschienen.
Begonnen hat es mit der Präsentation des heute erschienenen neuen Buchs von Friederike Mayröcker und weil sie bald neunzig wird, wird es im November und Dezember im Literaturhaus und in der „Alten Schmiede“ noch eigene Festivals geben und das Geburtstagsbillet für sie habe ich schon am Samstag bei der GAV-GV unterschrieben.
Sehr starke, eigentlich biographische Prosatexte, die die alte Dame da verlesen hat und ihre Bücher anschließend signierte.
Dann kamen die jüngeren Dichterinnen, nämlich Andrea Grill mit ihrem zweiten bei Otto Müller erschienenen Gedichtband, den ersten hat mir ja der Alfred bei einer Buch-Wien Veranstaltung gekauft, er ist aber noch immer ungelesen. Sonja Harter, die zwar bei der APA arbeitet aber schon vergriffene Gedichtbände hat, hat gelesen und die Slowening Anja Golob.
Dann gabs eine Pause und es folgte Nora Gomringer, der Poetry Star, den ich beim vorigen „Literatur und Wein – Festival“ in Göttweig kennenlernte und die hat heute eine Klasse bei der Schule der Dichtung geleitet und ihre Studenten, bzw. die lyrischen Ergebnisse gleich in Literaturhaus mitgenommen und da gab es eine Überraschung, nämlich zwei bekannte Gesichter Claudia Bittner, die vor Jahren zweimal den „Siemens Literaturpreis“ gewonnen hat und jetzt beim „Podium“ publiziert und Luis Stabauer, den ich vor ziemlich genau einem Jahr bei einer Kleinverlagmesse im Amtshaus Hietzing kennenlernte und inzwischen drei Bücher von ihm gelesen habe.
Die Beiden und zwei weitere Frauen präsentierten ihre Workshoptexte, da gab es zuerst das „Alphabet der Wörter“, dann Texte, die zu zwei von Nora Gomringer am Westbahnhof gefundenen Gegenständen entstanden sind und nach einer kurzen Textpräsentation noch eine Toncollage, die von allen gemeinsam gesungen wurde.
Dann präsentierte Nora Gomringer, die in Bamberg eine Schule des Schreibens oder ein Literaturhaus leitet ihre Texte, las Gesichte, bzw. stellte sie ihre „Monster Poems“ vor, von denen es auch drei Beispiele auf Postkarten gab, die man sich vom Büchertisch nehmen konnte.
Danach gabs wieder eine Pause, das Publikum hatte sich schon ziemlich gelichtet, Ottwald John war aber erschienen und hat zu seinen Veranstaltungen eingeladen. Dann noch ein Konzert mit Augusta und Kalle Laar, bzw. ein „electro -acoustic- poetry duo“ namens „Kunst und Unfall“ oder einen Tisch, wo eine Reihe Gummipuppenfiguren und andere Spielzeuge aufgereiht waren und die Beiden saßen dahinter und machten ihre Installationen und am Wochenende geht es, wie geschrieben, in München mit einer erweiterten Besetzung weiter, da wird auch Christine Huber lesen, aber auch Poetinnen aus den verschiedensten Ländern und wer von meinen Lesern in der Nähe von München wohnt, dem kann ich die Teilnahme sehr empfehlen.

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