Literaturgefluester

2014-10-27

Priessnitzpreis an Robert Prosser

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:48

Ich bin ja eine Freundin des „Reinhard Priessnitz Preises“, der den Namen des am 5. Nobvember 1985 verstorbenen österreichischen Autors Reinhard Priessnitz trägt, den es seit 1994 gibt, der vom BUMUK gestiftet wurde und der von Robert Schindel und Gustav Ernst an jüngere, meist experimentelle Autoren und Autorinnen mit einer Ausnahme, 1997 hat ihn die Journalistin Lotte Podgornik bekommen, im Literaturhaus vergeben wird.
Seit 1998, wo ihn Sabine Gruber bekommen hat, gehe ich, glaube ich, zu den Preisverleihungen und seit 2008 blogge ich darüber, so daß man in meinen Archiv schon einiges nachlesen kann.
Angelika Reitzer, Michael Hammerschmid, Andrea Winkler, Richard Obermayr, Judith Nika Pfeifer, Anna Weidenholzer und heuer der 1983 in Tirol geborene Robert Prosser, dessen literarischen Werdegang man, glaube ich, auch ganz gut in meinem Blog verfolgen kann.
2009 war er mit Cornelia Travinec, der ich ja auch einmal dieses Preis voraussagte und Clemens J. Setz auf der Titelseite der Zeitschrift „Buchkultur“ als Vertreter des jungen literarischen Lebens Österreich, da ist auch sein erster Band „Strom“ ausufernde Prosa erschienen. Ich war bei der Präsentation in der „Gesellschaft für Literatur“, dann kam „Feuerwerk“ und zuletzt „Geister und Tatoos“, alles bei „Klever“ erschienen und nun der „Reinhard Priessnitz Preis“.
Ein paar junge Leute im Literaturhaus, Robert Huez leitete ein, Gustav Ernst sprach ein paar Worte und kündigte die tiefgreifende Rede des Literaturkritikers Anton Thuswaldner an und der begann dann auch mit „Hundert Jahre Einsamkeit“ und Günther Grass, bevor er zum Preisträger wechselte.
Ist „Geister und Tatoo“ ein Roman, was ich sowohl in der „Kolik Lounge“, als auch in der „Alten Schmiede“ hörte? Das ist wohl die Gretchenfrage. Anton Thuswalder bezeichnete auch „Feuerwerk“ als solchen.
Die ausufernde Prosa ließ er ausufernd sein und er gratulierte auch dem Preisträger, dem es gelingt. die Sprachkritik mit dem Erzählen zu verbinden. Und Robert Prosser der mit Hipp Hopp und Poetryelementen, wie auch in der Begründung nachzulesen ist, begann, ist als politischer Autor zu verstehen, spielt „Geister und Tatoos“ Roman oder nicht,ja im ehemaligen Kriegsgebiet im Kaukasus und handelt von den Ritualen in den Gefängnissen.
Robert Prosser hat den Kaukasus, um zu recherchieren zweimal bereist und las sich, nach dem er seinen Preis und die „Priessnitz-Bücher“ statt den Blumen erhalten hat, durch sein Werk. Begann mit der ausufernden Prosa, wechselte zu den Taxifahrern hinüber, die auf ihren Armen „Leipzig“ eintätowiert haben, weil sie dort zu Zeiten der Udssr stationiert waren und gab dann einen Einblick in sein Work of Progress, das in Tuzla spielt, wo er die Graffitisszene interviewte.
Spannend, spannend und sehr interessant, der Einblick in die aktuelle österreichische Literaturszene. Nachher gab es wieder was zu Trinken, Smalltalk und Gespräche, wo ich mich länger mit Gustav Ernst und Ralph Klever unterhalten habe, der das Gespräch auf den „Alpha Literaturpreis“ brachte, wo er ja mit Daniel Wisser nominiert ist und mir von einer großen Bestellung erzählte, die er dorthin liefert wird und am Donnerstag gibt es eine „Klever Veranstaltung“ am Brunnenmarkt, wo, glaube ich, auch Michael Hammerschmid liest.

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