Literaturgefluester

2014-11-01

Anfangsschwierigkeiten

Filed under: Uncategorized — jancak @ 18:21

Es ist der erste November, Allerheiligen, Halloween mit den Verkleideten in den schwarzen Umhängen und den orangen Kürbisköpfen, die lärmend durch die Straßen ziehen und Saures oder Süßes wollen, ist vorbei und der „Nanowrimo“ mein vierter, hat begonnen und da gab es Anfangsschwierigkeiten.
Ich habe ja schon geschrieben, daß ich am Dienstag überraschend und problemlos mit dem Korrigeren des Schutzengelchens fertig wurde und ein paar Vorbereitungstage hatte, um mich von dem einen in den anderen Stoff hineinzubegeben.
Nicht vorschreiben und diesmal nicht schummeln, obwohl ich schon ein paar handschriftliche Szenen hatte, die hauptsächlich Veronikas Gang auf die Gloriette und ihre Gedanken nach der Krebsdiagnose betraf.
Am Mittwoch hatte ich über den ganzen Tag verteilt einige Stunden, so daß ich zu einem Recherchegang nicht gekommen bin, ein paar You Tube-Filmchcen über das Sterben und die Sterbenhilfe gingen sich aber aus und die waren sehr interessant, bin ich da ja offenbar in diesen Herbst in eine Sterbehilfediskussion hineingekommen.
Gab es ja doch am blauen Sofa in Frankfurt eine Diskussion mit dem Arzt Uwe Christan Arnold, einem deutschen Sterbehelfer, der ein Buch darüber geschrieben hat und so habe ich mich ein bißchen in die Materie hineingehört, die sehr präsant ist, weil plötzlich 70% der Bevölkerung angeblich eine aktive Sterbehilfe und ein selbstbestimmtes Sterben wollen, ein Thema, das ich bisher für Tabu gehalten habe und das meines Wissen und meiner Meinung nach eigentlich nicht nötig bin.
Am Donnerstag habe ich dann eine Recherchetag gemacht und über die Bücherkästen ins AKH und dann in die Hauptbücherei gezogen. Am Freitag war Weltspartag, da habe ich meinen Bankfreund in seiner neuen Filiale besucht, meine alte in der Margaretenstraße gibt es ja nicht mehr und habe dann meine Diagnostik und Psychotherapiestunden abgerechnet und mich dann weiter im Netz umgehört und umgesehen bis es langsam Abend wurde.
Da war ich im Literaturhaus und als ich nach Hause kam, war eigentlich schon Zeit zum Registrieren. Ich wartete damit auf den Alfred, der war müde und ungehalten, sagte, machen wir das Morgen du kannst ja ohnehin schon schreiben und das begann ich, da die Mitternacht schon vorüber war, dann auch. Aber weil das Rundherum nicht klappte, war ich nervös und mit der ersten Szene, die ich mir am Donnerstag so schön konzipiert hatte, nicht einverstanden.
Daß ich nicht mit dem Gang auf die Gloriette, sondern schon vorher beginnen, also alles neu schreiben würde, hatte ich mir schon vorgenommen.
Es würde in der Klinik mit der Diagnose oder vorher bei einem Kongreß, den die Veronika besucht, beginnen, da bricht sie zusammen und kommt ins AKH schön und gut und wie, die Ärzte ihren Patienten die Diagnose beibringen, das habe ich schon in einem Film gesehen.
Aber dann war ich mit dem, etwa siebenhundert Wörter, die ich schließlich hochgeladen habe, nicht zufrieden, dachte „Schlecht, schlecht, das bist du nicht, du mußt mehr erzählen, du bist einfach müde und blokiert!“
So löschte ich am Morgen, als ich mit dem Badewannenlesen fertig war, das das erstes wieder weg und begann von vorn. Zwei Szenen, die Veronika bei der Tagung über die Zukunft des Buches, die Veronika ist ja Onlinejounalistin und bei Wolfgang Tischer gab es den Hinweis auf eine solche. Dort bricht sie zusammen, kommt ins AKH und Oberarzt Martin Höllerer erzählt ihr etwas von schlechten Leberwerten, überall Metastasen und einem Pankreaskarzinom, das sie in weiterer Folge „Pankreasterl“ nennt und das AkH verläßt. Dann fährt sie nach Schönbrunn und steigt auf die Gloriette hinauf und als ich soweit war, wachte der Alfred auf und setzte mir auf mein Siteboard das neue „Nanowrimologo“, so daß man meine statistischen Verläufe schön nachvollziehen kann.
Mein 2009 Novel habe ich jetzt auch eingetragen, da ist die Statistik weg, ist aber im Buch ein bißchen nachzulesen und eine kurze Synopsis geschrieben, mit der ich dann auch nicht einverstanden war. Die schönen Einfälle gestern weg, jetzt sind sie aber wiedergekommen, aber vorerst sind wir in ein indisches Restaurant bei der Volksoper gegangen, ich habe dort „Thali gegessen, Mangolassi getrunken und die Ingrid getroffen und ihr ein bißchen was vom „Nanorrimo“ erzählt.
Der Alfred macht sich darüber ja gehörig lustig.
Das kann ein jeder, weil es prüft ja keiner nach, geh lieber in eine Schreibwerkstadt und lies es jemanden vor!“
Aber darum geht es nicht, solche Gruppe gibt es ja, ich bin, denke ich darüber hinaus, habe außerdem eine, in der die Ruth immer sagt, daß sie nicht will, daß ich an meinen Roman dort schreibe und schreibe trotzdem, wenn es passt daran.
Dann sind wir nach Hause gekommen und ich habe weitergeschrieben, die Szene drei bis dahin, wo die Paula, die Tochter, die schwanger ist und mit ihrem Hannes Schwierigkeiten hat, anruft, 5043 Wörter, aber leider kann ich das nicht angeben, auf meiner Statistikseite stehen noch immer 2406, wahrscheinlich weil der Server überlastet sind und sich alle anmelden wollen.
Aber ich habe es geschafft und muß mir jetzt nur noch die Zeit nehmen, trotz Buch-Wien, Geburtstagsfest, etc, regelmäßig und langsam, der Tagesschnitt sind ja 1500 Worte an meinem Roman zu arbeiten, die Handlung ausfeilen. Es kann auch länger werden und ich kann länger brauchen. Es wäre nur schön, am 30. die fünfzigtausend Worte zu haben und bis dahin, wenn es geht und wenn es möglich ist, eine einigermaßen regelmäßige Kurve.
Nach den Mitstreitern habe ich mich im Netz auch schon umgeschaut, ich habe ja keine Buddies, aber Klaudia Zotzmann macht wieder mit, die Louisa Rabenschwarz, die ich von Anni Bürkl, die voriges Jahr etwas dazugeschrieben hat, kenne. Die Jaqueline Vellguth von der Schreibwerkstatt, die das bisher groß plante und bei der ich auch das erste Mal was gewonnen habe, hat auf ihrer Seite diesmal, glaube ich, nichts, aber ich bekomme regelmäßig „Nanowrimo Mails“ und da ist auch ein bißchen was von deutschen Mitmachern dabei.

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