Literaturgefluester

2014-12-25

In die letzte Jahreswoche

Filed under: Uncategorized — jancak @ 09:14

Der Weihnachtsabend ist vorbei, die Geschenke ausgepackt und das Geschenkpapier im Mistkübel gelandet, bei mir waren es neben den üblichen zwei Literaturkalendern vom Alfred und den Badekugeln der Anna, eine große schöne Tasche mit vielen Innenfächern und Thomas Melles „3000 Euro“ ein Restbestand der Geburtstagswunschliste und Ela Angerers „Bis ich 21 war“, wenn ich mich nicht irre, habe ich von dem Buch auf der „Buch-Wien“ gehört.

Die Gans kommt bald ins Rohr, Weihnachtskekse wird es auch noch geben und wir rutschen in Eile dem neuen Jahr entgegen.

Die Tage zwischen Weihnachten und Silvester, habe ich einmal bei „leselustfrust“, als die noch bloggte, gelesen, sind etwas ganz Besonderes, nun sie sind die letzten des Jahres und vielleicht ein Grund aufzuräumen, auszumisten, Inventur zu machen.

Meine Jahresrundschau folgt am letzten Tag des Jahres, gemacht habe ich sie schon und auch meine Leseliste aufgeräumt und die Bücher, die ich in diesem Jahr nicht mehr lesen werde, sozusagen auf den St. Nimmerleinstag verschoben und so sitze ich in der Harlander Winterfrische mit fünf Büchern, die sich noch ausgehen müssten, ein paar werde ich am Montag wieder nach Wien mitnehmen, wenn ich da die letzten zwei Praxistage von 2014 mache, abrechne, etc.

Ich habe ja mal geschrieben, daß nach dem intensiven Advent, wo man sich an den kleinen Gratisgeschenken, den  Lichtern, den Kekserln und den Punsch freut, am vierundzwanzigsten der Absturz kommt, nachdem der Fisch gegessen ist, die Geschenke ausgepackt vor einem liegen und die Oma sagt „So, jetzt gehen wir lesen!“

Diesmal war es nicht so arg und die weihnachtliche Stimmung sogar am Vormittag da, als ich mit dem Rad in die Stadt gefahren bin, den Alfred aber nicht, wie sonst am Markt traf, obwohl der in Betrieb war und es sogar Würstln gegeben hat.

Der Alfred war schon woanders einkaufen und so bin ich zum „Thalia“ geschlendert und da hat mich im Vorjahr ja der Wunsch gepackt mit dem Weihnachtshunderter der Oma dorthin zu gehen und mir fünf neue schöne Bücher auszusuchen. Das tue ich angesichts meiner übervollen Leseliste auch dieses Jahr wieder nicht, ich habe mich bei den Stößen aber ein bißchen umgesehen.

Vor allem bei dem Weihnachtsbüchertisch bin ich stehengeblieben und habe mir angesehen, was ich da noch finden könnte. Ich habe ja schon eine ganze Sammlung vor Weihnachtsbüchern, durch die ich mich im Dezember lese. Meine sind ja meistens schon gebraucht und hatten einen Vorbesitzer, die beim „Thalia“ waren schöner  und bunter und am Rathausplatz waren die Standl des Weihnachtsmarktes leer und sahen aus, als würden sie bald abgebaut. Dafür spielten vor einem Lederwarengeschäft noch vier junge Weihnachtsmänner Weihnachtslieder und ein Mann, der sich mit einer Frau unterhielt wurde von einem anderen angesprochen und gefragt, warum er hier stehe.

Sollte er nicht die Weihnachtstorte packen.

„Ja, heuer gibt es Maronitorte!“, antwortete er und ich bin durch den ziemlich heftigen Wind zurückgefahren, zu Weihnachten mit Ö1 und der Bescherung um fünf und nun ab in die letzten Tage des Jahres mit der entrümpelten Leseliste.

170 gelesene Bücher werden es in diesem Jahr wohl sein, das wären sechs weniger als im letzten Jahr, aber heuer lege ich auch keinen Weihnachtslesemarathon,  mit zwei Büchern am Tag, ein, sondern werde die Restbestände gemütlich fertiglesen und mich auf das Korrigeren meines „Nanowrimos“ konzentrieren.

Da muß die große Lust wohl kommen und die Trödelphase sich in Grenzen halten. Aber ich tue, was ich kann, Radfahren werde ich auch ein bißchen und am Samstag mit dem Alfred mein gewohntes Marktprogramm abspulen. Am Montag habe ich auf den ganzen Tag verteilt meine Psychotherapie Klienten, am Dienstag eine Diagnostik,  dann muß ich die Abrechnung machen, was auch zum Jahresschluß passt, aber jedes Monat passiert.

Da werden im Radio und Fernsehen auch die Jahresrückblicke laufen und zu Silvester werden wir, wie gewohnt am Nachmittag auf die Rudolfshöhe gehen.

Dann bleiben wir zu Hause und wenn ich mit der Ruth Picardie, dem Buch, das eigentlich nicht auf die 2014 Leseliste gehört, weil ich es erst vor ein paar Wochen gefunden habe, ich es aber draufsetzte, weil es um eine Frau mit Krebs und ihr Sterben geht und daher zu meinem „Work in Progress“ passt, fertig bin, kann ich schon mit meinem ersten 2015-Buch, das wird Ingo Schulzes „Adam und Evelyn“ sein, beginnen.

Das war dann 2014, wie es für mich literarisch war, kann man  am nächsten Mittwoch lesen und jetzt auf in eine schöne letzte Woche, den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester, die etwas besonderes sind, wo man die Reste ißt, aufräumt und sich vornimmt im nächsten Jahr alles schöner und besser zu machen und da habe ich auch meine diesbezüglichen Neujahrswünsche, die ich in einer Woche äußern werde….

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