Literaturgefluester

2015-01-28

Love me, stranger

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:48

Jetzt kommt wieder ein erotischer Roman und seit langem wieder ein E-Book, das erste eigentlich, das ich auf meinem, von Alfred vorige Weihnachten geschenkt bekommenen PocketBook gelesen habe, weil ich mich um den Charles Dickens auf Englisch zu Weihnachten herumgedrückt habe.

Ich bin aber irgendwie in den Verteiler von Cupido-Books gekommen, die mich seit November offenbar zu ihren „LovelyBooks Leserunden“ einladen, das ist nichts für mich, ich bleibe beim „Literaturgeflüster“, aber „Schmerzherz“ mein erstes Sadomaso habe ich gelesen und jetzt ist wieder ein Angebot zu mir  gekommen und da kann ich ja schwer nein sagen, habe ich doch den Anspruch mich so quer und vollkommen ich nur kann durch den Literaturgarten zu lesen und es interessiert mich auch was die Leute so schreiben und lesen wollen.

Geht man auf die „LovelyBook Seite“, wo man sich für die Leserunde bewerben kann, trifft man auf begeisterte, wahrscheinlich jüngere Leserinnen, die schon den Erstling von Rika Federkleyd gelesen haben und hoch und heilig versprechen bei der Diskussion mitzumachen und ihre Rezension pünktlich auf ihren Blog und bei „Amazon“ abzustellen und bei „Amazon“ gibt es auch schon ein paar Besprechungen, die bei den zweihundert  bis vierhundert Seiten Text, je nachdem wo man ihn liest, allerdings von einer Kurzgeschichte schreiben und eine Stimme meint, daß das Buch mit 6.99 für eine noch unbekannte Autorin, vielleicht ein wenig teuer ist.

Scheint es die Geschichte, ich würde sie durchaus als Roman bezeichnen, nur als E-Book zu geben und Rika Federkleyd ist wohl ein Pseudonym, wie man auf der Verlagsseite lesen kann, daß viele Cupido Book Autorinnen, ob der brisanten Inhalte lieber anonym bleiben wollen,  deshab habe ich nur ein paar knappe Angaben gefunden, die Autorin wohnt mit ihrer Familie in Erfurt, ist neunundzwanzig Jahre alt, hat vorher Kinderbücher und schon ein Erotic Novel geschrieben und dieses ist, wie ich auch bei „Amazon“ und „LovelyBook“ lesen konnte, spannend geschrieben, wenn man sich erst einmal ein bißchen eingelesen hat.

Am Anfang war es für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber dann habe ich die Geschichte sehr spannend und auch höchst originell gefunden.

Sie spielt, obwohl die Autorin aus Deutschland stammt, in Florida, in Miami, hat einen Pro- einen Epilog und sechsunddreißig Kapitel und es geht um Aschenputtel und den Prinzen bzw. um die Jungfrau und den Pornodarsteller, denn Charlotta oder Charly, wie sie sich nennt, die Tochter eines Chiropraktikers mit gut gehender Praxis, selbst Physiotherapeutin ist schon fünfundzwanzig, sieht toll aus, ist ein braves, intelligentes Mädchen, (vielleicht nicht so sehr um Medizin zu studieren), aber sonst, die gute Freundin zum Pferdestehlen und sie ist noch Jungfrau, obwohl sie mit der Soziologestudentin Mila in einer WG lebt, die alles andere als das ist.

Der Prolog beginnt in einer Bar, wo Mila unbedingt hinwollte, Charly steht verloren herum und gießt einem Typen einen Martini über die Hose, wischt den dann weg, der Typ wird erregt, Charly verlegen, etc.

Dann geht es los am nächsten Morgen oder in der nächsten Woche, als Mila ihrer Freundin eröffnet, daß sie sich zu Studienzwecken als Pornodarstellerin verdingen will und Charly soll mitkommen, um auf sie aufzupassen. Da trifft sie dann den Typen aus der Bar wieder, der ist der Pornodarsteller und er entjungfert Charly gleich mit dem Finger im Auto.

Bis dahin und noch ein bißchen weiter fand ich es es sehr aufgesetzt und habe fast gedacht, was habe ich mir da denn angetan, das ging noch ein bißchen weiter, denn als Joe oder Jake oder Jakub, er hat alle drei Namen, entdeckt, daß Charly noch Jungfrau war, bekommt er einen Schrecken und verreißt sich das Genick so kommt die Physiotherapeutin in Einsatz, läßt ihn in die Praxis ihres Vaters bringen, der verordnet zehn Massagen, Rita, die Sprechstundenhilfe teilt Charly zu Hausbesuchen ein und die Liebesgeschichte zwischen Prinz und Jungfrau beginnt und die ist von den Sexszenen vielleicht einmal abgesehen, sehr zart, denn trotz aller Komplikationen, die natürlich eingebaut sind, um die Spannung hochzuhalten und die Handlung voranzutreiben, sind die Beiden füreinander bestimmtl und Charly die unerfahrene entwickelt sehr rasch eine unglaubliche sexuelle Fähigkeit.

„Das ist ein bißchen unglaubwürdig!“, steht irgendwo bei „Amazon“.

Ja natürlich, es klingt aber gut und läßt sich flüssig lesen und irgendwie habe ich mir auch gedacht, das Ganze ist vielleicht auch ein bißchen so etwas, wie ein „pädagogisches Porno“, wenn es sowas gibt, so habe ich die Stelle mit der Jungfrauschaft eigentlich sehr originell gefunden, abgesehen davon, daß sich der Boy dann gleich das Kreuz verreißt, das war wahrscheinlich wirklich zu aufgesetzt, aber für die Handlung nötig ist, aber dann werden die Verhütungsmittel gut erklärt, Charly geht zu ihrer Gynäkologin bzw. meldet sie sich dort an und sie übt auch mit Mila an einer Banane, bevor sie zu Jake in den Club geht, um ihm dort öffentlich einen zu blasen.

Mit dem Sex gibt es dann trotz der schnellen Entjungferung im Auto noch Komplikationen, bzw. Steigerungsstufen, es ist aber alles sehr schön und gut und die beiden füreinander geschaffen.

Aber natürlich gibt es noch andere Komplikationen, denn Jake hat gelernt seinen Beruf von seinem Privatleben zu trennen, er will also keine Beziehung und Charly eigentlich auch nicht, daß er mit anderen schläft, da gibt es aber Dylan, mit der er schon öfter drehte und die stößt Charly mit ein paar Kumpels eifersüchtig in ein Swimmingpool. Jake schmeißt sie dann hinaus, aber als Charly zum verabredeten Massagetermin kommt, ist Dylan in der Wohnung und dreht gerade mit einem Mann den sie Jake nennt, er aber nicht ist, was die wütende Charly erst später erfährt und das Video von der Entjungferung hat sie auch noch in das Internet gestellt.

Ja, es ist ein modernes Erotic-Novel und wenn ich Vergleiche zu der „Römerin“ ziehe, die ich vor kurzem gelesen habe und die ja auf dem italienischen Index gestanden hat, da sagt die Heldin, mir macht es Spaß, Jake, der zuerst Chemie und Physik studierte, sagt das auch, da kann man mit dem was einem Spaß macht, viel Geld verdienen. Später gibt er Charly wegen aber seinen Job auf und studiert wetier, die beiden ziehen zusammen und werden wahrscheinlich ein glückliches Paar und ich habe die Geschichte gern gelesen, obwohl ich mich ja nicht wirklich zu einer Erotik-Leserin entwickeln will, die Erotik-Nächte bei „Rund um die Burg“ eigentlich eher langweilig empfunden habe und auch der Meinung bin, Sex soll man haben, nicht darüber lesen, aber das trifft natürlich auch auf jede andere Art von Literatur zu und ich war auch erst kürzlich bei einer Lesung, wo es um die erotischen Phantasien einer älteren Frau bzw. Autorin gegangen ist, die zuerst sehr interessiert an meinem Tip, was es noch an Literatur gibt, war, dann aber abwinkte, denn da trennt man offenbar noch sehr zwischen U und E und wahrscheinlich geben nicht nur die Autorinnen nicht so gerne zu, daß sie solche Bücher schreiben, auch die Leserinnen werden die vielleicht noch verhüllen oder auch nicht, wenn man an die „Lovelybooks Leserunden“ denkt und da kann man ja bald mitverfolgen, was die Leserinnen von „Love me, Stranger“, halten.

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