Literaturgefluester

2015-02-16

Drei Erzählbände

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:56
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„Textvorstellungswoche“ in der „Alten Schmiede“, Montag, Dienstag, Donnerstag diese Werkstattveranstaltung mit abwechselnden Moderatoren und einem bestimmten Thema „Der eine Moment – das eine Leben“ hieß es heute Montag, wo der Schreibwerkstättenleiter, Grünpolitiker und niederösterreichische Autor Friedrich Hahn, drei Erzählbände vorstellte.

„Der eine Moment, der ein Leben änderte“, der Aufhänger für den Abend und die in Salzburg lebende Autorin und Germanistin Margarita Fuchs begann mit ihrem Erzählband „Baiana“, woraus sie die Titelerzählung, die eigentlich eine Novelle ist, vorstellte und  erzählte vorab etwas von der Protagonistin Angelika, die nach einer Trennung ihr Leben ändert, deshalb nach Brasilien und San Salvador reist, dort eine Sambatänzerin beobachtet, einen Badeunfall erleidet, im Koma wieder zurückgeflogen wird, um ein Jahr lang oder länger im Krankenhaus zu verbringen und dort auch liebevoll gepflegt wird.

Einiges daraus vielleicht autobiografisch, jedenfalls hat Margarita Fuchs, die mir bisher unbekannt war, nach einem Schlaganfall zu schreiben begonnen. Sie schreibt auch Lyrik und jetzt an einem Roman und danach folgte Bettina Messner mit „Senta bremst ein“ achtunddreißg oder sechsunddreißig Erzählungen aus dem „Keiper-Verlag“, da waren sich Moderator und Autorin nicht ganz einig, ein Buch das ich schon gelesen habe.

Der Lebensveränderte Moment daraus ist mir trotzdem nicht ganz klargeworden, aber das Pseudonym der steirischen Autorin, die mit Andrea Wolfmayr befreundet ist, Senta Bremstein, wie man sie auch bei Facebook findet.

Sie las drei kürzere und einen längeren Text aus dem Buch und Friedrich Han sprach von sehr unterschiedlichen Texten, obwohl die Verlage in den Erzählbänden eher ein Motto wollen, das ist mir, sowie einem anderen Leser des Buches gar nicht so aufgefallen.

Bettina Messner schreibt jedenfalls schon am zweiten Erzähband, der unter dem Titel „Senta gibt Gas“ ebenfalls bei „Keiper“ erscheinen soll und einen Romaqn und dann folgte, den Martin Kolosz, den ich als Verlagsleiter des „Kyrene-Verlags“ kenne, der 2015 in Verlagspause geht. Sein Erzählband, in der „Bibliothek der Provinz“ erschienen, trägt den Titel „Der Ruf – der Fall – der Ekel“, beziehungsweise enthält er die drei Geschichten.

Der Autor las die erste, wo der lebensveränderte Moment, eine Tinnitutserkrankung sein dürfte, die sich der Held in der Nacht in einem Hotelzimmer mit einem schönen Mädchen zugezogen hat.

„Nenn mich, Ismail!“, hat er ihr zugerufen, sie war aber nicht so gebildet, um die Anspielung literarisch zu deuten und hat Emanuel verstanden. Vielleicht ist es deshalb zum Hörsturz gekommen.  Der Held begibt sich jedenfalls zu einem HNO und der macht dann  eine ihn verstörende Entdeckung.

Helmut Schönauer hat schon eine Rezension zu dem Buch geschrieben und den drei Erzählungen, drei große Autorennamen, wie Satre und Camus zugedordnet, den dritten habe ich jetzt vergessen. Und Friedrich Hahn schloß die Veranstaltung mit dem Hinweis, daß man sich, bevor man sich in den Rosenmontag stürzt, an den Büchertisch begeben und sich mit Lektüre eindecken soll.

Da ist mir eigenfallen, daß ich in einem Rosenmontag in den Neunzigerjahren in Innsbruck, eingeladen von  Helmut Schönauer und Helmut Schießtl in einer Innsbrücker Buchhandlung, wahrscheinlich aus den „Hierarchen“ gelesen habe und außer den zwei IG-Menschen und den Buchhändlern waren nicht sehr viele Zuhörer da, wahrscheinlich, weil sich alle schon vorher in den Rosenmontag gestürzt haben.

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