Literaturgefluester

2015-03-29

Das große Cartoonsutra

Filed under: Bücher — jancak @ 00:24
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Was verkauft sich gut nach Katzen, Weihnachten, Vegetariern, Kunst, Wien, Fußball, etc, mag sich der „Holzbaum-Verlag“ gedacht haben und hat als neuen Karikaturenband „Das große Cartoonsutra“, herausgegeben, in dem uns sechsundvierzig Zeichner erklären „was wir noch nie über Sex wissen wollten“, denn Sex sells natürlich und ich, die ich mich ja eigentlich als eher prüde Frau betrachte, habe mich in letzter Zeit ein wenig in die Erotik  eingelesen, blättere mich also durch die erotischen Cartoon und gebe meinen Eindruck dann hoffentlich mit nicht sovielen Rechtschreibfehler wieder, obwohl das bei diesem Thema nicht so schlimm sein sollte, schauen die Männer bei den Frauen  angeblich ohnehin immer woanders hin, so fragt das schöne Fräulein mit entblößten Busen an der Bar den Freier „Hallo?! Meine Augen sind hier oben!“, wie Michael Holtschulte beobachtet hat.

Aber wieder schön der Reihe nach.

Da liegen auf Seite drei, zwei Pandas im Bett „Wir sind vom Aussterben bedroht..“, sagt der eine, „Wie kannst du da bloß an Sex denken?, antwortet die andere.

Und Andreas Prüstel hat beobachtet, daß die „sexuellen Belästigungen am Arbeitsplatz immer subtiler werden“.

So fragt der alte Chef, die auch nicht mehr so junge Sekretärin „Würden Sie mir wohl einen Blasen…und Nierentee bereiten?!“

Und wenn sie keinen Sex will, „muß man wohl (ihn) so stehen lassen und dann gehen zwei alte Damen mit Rollator, Katze und Stock spazieren „Schläfst du noch mit deinem alten Mann?“, will die eine wissen.

„Gottchen, nein! Ich schlafe nicht mal mehr mit meinen Zähhnen.“. lautet die Antwort.

So stellen sich die Jungen wohl den Sex im Alter vor, aber der Zeichner Beck wurde auch schon 1958 geboren und wird es bald erleben und bei Bettina Bexte erlebt einer in einem bequemen Lehnstuhl sitzend beim Anruf bei einer „Love-Hotline“, einen Schlag oder Erschöpfungsanfall. Denn was muß da alles tun und wissen.

„Möchtest du eine rassige Brasilianerin sprechen? Dann drücke bitte die 1. Für eine blutjunge Asiatin drücke die 2…“ Und so weiter und so fort, bei Erich Rauschenbach „..als Vorspiel nehme ich die 79 und die 132, anschließend die 94, die 103 und die 128 und als Nachspiel…“, diktiert da der Kunde aus dem Katalog im Sexhotel der hübschen Hostesse mit dem Notizblock in der Hand.

„Ich hoffe, Ihr Hund trägt ein Kondom,!“, läßt Gerhard Glück Frau Bidermann Herrn Bidermann beim Anblick von zwei jagenden Hunden fragen.Dann kommen „Die ersten Male“ von Gernot Budweiser gezeichnet, wo ich den des Herrrn Hitlers ein wenig geschmacklos finde.

Unnd Hannes Richert hat bemerkt, daß „Männer angeblich ja an einem Tag bis zu 50 unbemerkte Erektionen bekommen. „Schon viel!“, fragt man da erschreckt zurück.

Dann der Cartoon für mich beziehungsweise einen BücherbloogerIn „Mein Mann ist unglaublich bibliophil!“, prahlt die eine Dame beim Kaffee der Freundin.

„Der Kerl fickt Bücher?“, denkt sich mit skeptischen Blick auf den strahlenden Mann.

Und Harm Bengen ist weiter unheimlich böse, denn da treffen sich zwei Feen, eine alte schiache und eine schöne mit großen Mund und ebensolchen Busen.

„Wenn ich zu Männern sag „Du hast drei Wünsche frei!“, wollen sie immer Geld, Geld, Geld!“, beschwert sich die eine.

„Du Glückliche!“, sagt oder denkt die andere.

Und dann will einer  „Keinen Sex, ich will einfach nur reden!“

Aber auch das ist nicht soeinfach, muß man sich da ja zwischen „französisch, Griechisch, Spanisch und Englisch?“, entscheiden.

Man kann natürlich auch, wie Johann Mayr meint, es mit reiner Natur, also mit „Bienenstich statt Viagra, um nur einen Euro“, versuchen und dann kommt die Überraschung „Hab ich Sie also mit meiner Frau erwischt?“, fragt der heimkommende Mann entsetzt.

„Ich bin aber nicht Ihre Frau!“, lautet die Antwort, denn „Ich bins, Schatz! Ich hab schnell eine Geschlechtswandlung machen lassen! Überraschung!“

Wie man das wohl verstehen soll?

Im „SM-Studio gibts zwischen 17- 22 Uhr die Happy Aua“, wieder was für Rechtschreibfanatiker, die auch beim Sex genau sein wollen und Martin Zak ist  richtig gemein, denn „Schatz! Weißt du, daß unser Sohn schon schreiben kann?“, fragt Mama Papa in der Küche, während das Söhnchen schon mit der Zeichnung „Mama Onkel Bett“ und den entsprechenden Pfelen ankommt.

Uje, uje, vielleicht ist die ÖVP deshalb gegen die Gesamtschule und für ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr?

Michael Friedrich hat sich ganz genau an das Thema gehalten und vier Bilder zu „Kamasutras Rache“ gezeichnet.

„Würden Sie auch ehrenamtlich arbeiten?“, läßt Michael Holtschulte, den Mann im Rollstuhl, die Nutte fragen und dann wirds wieder bös, denn wenn die alten „Mädels“ den achtziger feiern, kann sich der Stripper leicht als der Sensenmann entpuppen.

Miriam Wurster hat sich zu einem „Demografischen Wandel!“, entschlossen, wenn da der alte Kunde, statt „zwei fünfundzwanzigjährige eine Fünfzigjährige bekommt!

Gerecht könnte man sagen und anmerken, daß mehr Männer als Frauen die Cartoons gezeichnet haben, aber vielleicht gibt überhaupt mehr Karikaturisten als Karikaturistinnen, aber die sind mitunter auch ganz böse, so läßt Peter Thulke eine Frau mit ihrem Mann telefonieren.

„Mach dir keine Sorgen Schatz, ich bin mit der Tina nur noch kurz beim Griechen!“

Sowas habe ich schon mal umgekehrt im Fernsehen gesehen, jetzt liegen aber beide Damen mit dem dunkelhaarigen Herrn im Bett und griechischen Wein scheint es zum flotten Dreier auch zu geben.

Und so weiter und so fort könnte man so schreiben oder schauen und wer sich zu den Sprüchen die passenden Zeichnungen geben will, die ich zum Teil sehr originell und lustig und nur ganz weniges, wie eben den Hitler-Witz peinlich empfunden und manche auch nicht ganz „Die Bergmüllers laden uns zu einer BBQ-Party mit anschlissendem Analfisting ein. Was meinen die mit BBQ“, verstanden habe, sollte sich durch das Buch blättern. Vielleicht gibts auch wieder eine Ausstellung im „Shop der komischen Künste“ und dort kann man sich sicher, sowohl die Zeichnungen, als auch das Buch kaufen,sowie sich auch das genaue Autorenverzeichnis und die Lebenläufe der Zeichner und Zeichnerinnen ansehen.

Nikolas Mahler will ich noch verraten, ist diesmal nicht dabei.

 

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