Literaturgefluester

2015-04-28

Die Poetik des Martin Prinz

„Poetiken“ ist eine, lose, wie Manfred Müller, einleitete, Reihe, der „Gesellschaft für Literatur“, wo Autoren, ihre Lebensläufe und Schreibweisen, etc unabhängig vom letzten Buch  im Gespräch vorgestellt werden.

Ich hätte mir ja gedacht, da geht es um um Poesie und glaube, daß ich da mal auch bei einer Veranstaltung mit Helwig Brunner gewesen bin. Aber ich gehe  auch in loser Reihenfolge in die „Gesellschaft“ und suche mir da die Veranstaltungen meist nach den Namen der Autoren, beziehungsweise nach meinem Zeitplan aus.

Heute war das jedenfalls so und heute wurde auch, der 1973 in Lilienfeld bzw. in einem Wiener Krankenhaus geborene und dann in Lilienfeld aufgewachsene Martin Prinz, der mit seinem Roman „Der Räuber“ erschienen bei „Jung und Jung“ schlagartig berühmt geworden ist und das ist ja nicht gerade ein Thema, das mich so besonders interessiert.

Die ein Jahr später erschienene „Puppenstille“ habe ich gelesen und sie  von den „Büchertürmen der Lyrik im März“, beziehungsweise von sonst irgendwo bekommen, von den Büchertürmen  stammt jedenfalls der „Räuber“, den ich, glaube ich, noch immer nicht gelesen habe, dafür einmal am Karlsplatz den Film gesehen und die „Puppenstille“ habe ich, glaube ich, einmal auf eine der „Sladky-Wanderungen“ mitgenommen und dann mit Christa M. darüber gesprochen, die in Traisen wohnt und Martin Prinz, weil ihrEx- Mann, glaube ich, Zahnarzt in Lilienfeld war, kennt.

Das dritte bei „Jung und Jung“ erschienene Buch „Ein Paar“, Manfred Müller nannte es, eine „Trilogie der Bewegung“ habe ich weder gelesen, noch in meinen Besitz und Martin Prinz hat sich auch, wie er sagte 2010 von „Jung und Jung“ aus materiellen Gründen wahrscheinlich, weil man da nicht auf die deutschen Buchpreislisten kommt, getrennt und im vorigen Jahr ein Stipendium der Stadt Wien gehabt, wo er schon aus seinem demnächst wahrscheinlich bei einem großen deutschen, noch unbekannten Verlag erscheineden Roman, „Die letzte Prinzessin“ im MUSA gelesen hat.

Dazwischen ist noch 2010 bei C. Bertelsmann ein Buch „Über die Alpen“, ein Reisebericht wahrscheinlich erschienen, aber schön der Reihe nach, denn Manfred Müller stellte sich diesmal nicht an das Pult und rezitierte, den Lebenslauf sondern setzte sich neben Martin Prinz und sagte, daß er viele Fragen aufgeschrieben hätte, denn Martin Prinz Eintrag bei „Wikipedia“ sei einer der kürzesten, den er je gesehen hätte, so handelte er den Lebenslauf des jungen, sehr sympathisch wirkenden Autors, im Gespräch ab, der sehr viele seiner Bekannte, wie die Deutschlehrerin und den Lateinlehrer und auch einige „Standard-Redakteure“ im Publikum sitzen hatte.

Denn Martin Prinz hat, nachdem er in Wien geboren und in Lilienfeld aufgewachsen ist, Germanistik und Theaterwissenschaft studiert, weil er sich nach der Matura noch nicht bereit zum Schreiben gefühlt hat und ein Notizbuch, das er einmal in einem Cafe in St. Pölten liegen hatte, ist ziemlich leergeblieben.

Er hat dann aber doch schon sehr früh Stipendien bzw Reiseaufenthalte in Palliano etc bekommen und dafür auch ein Romanmansuskript geschrieben, das war sein erstes, noch früher als der „Räuber“, die Verlage wollten es aber nicht, so hat er in Palliano sehr schnell den „Räuber“ geschrieben und weil er gesehen hat, daß man von seinen Büchern nicht leben kann, hat er  angefangen beim „Standard“ Artikel über Politik, Reisen und das Lesen zu schreiben.

Die werden vielleicht auch einmal in Buchform erscheinen, jetzt hat er jedenfalls einen Text über „Marlen Haushofers „Brav sein ist schwer“ vorgelesen und er ist auch, wie Manfred Müller ebenfalls einleitete, sehr viel auf Reisen. Ein Reiseschriftsteller oder ein Nomade und seine Reiseberichte, die dann im „Standard“ erscheinen sind sehr ungewöhnlich oder mystisch, so beispielsweise der über „Cannes“, dann gibt es noch einen politischen Artikel über den „Islamischen Staat“ und viele andere und außer „Der letzten Prinzessin“ wird demnächst noch was Autobiografisches oder was über Lilienfeld mit dem Titel „Der König von Lilienfeld“ erscheinen, denn da ist einmal der kleine Martin im Schulhof gestanden und hat sich das von sich gedacht.

Er hat auch viel gelesen im Alter zwischen acht und zwölf, was ein Entlehnausweis der Bücherei beweist, obwohl er sich an die Bücher nicht mehr erinnern kann. In der Pubertät hat er zu schreiben aufgehört und ist erst während des Studiums wieder zum Lesen zurückgekommen und hat sich vor allem für Handke sehr interessiert und selber nie Lyrik und auch keine Kurzgeschichten geschrieben.

Interessant dieses Autorenportrait, das in einem Dialog zwischen dem Germanisten aus Zell am See und Martin Prinz stattfand, der sich in Lilienfeld immer als Wiener ausgab, weil das interessanter ist und sich, wenn er seine „Standard-Artikel“ kommentierte, einmal als Martin Prinz ausgab, was ihm dann niemand glaubte.

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