Literaturgefluester

2015-05-07

Vom Haus des Meeres zur Schreibgruppe

Es nähert sich wieder der Muttertag und da werde ich seit einigen Jahren regelmäßig von der Bezirksvorstehung Mariahilf zu einer Muttertagsfeier eingeladen, weil wir  früher in der Gumpenddorferstraße wohnten und da war ich zweimal im Haus des Meeres und war von dem Blick auf Wien und dem Tropenhaus, wo man die Äffchen und die Schildkröten beobachten kann, so begeistert, daß das Haus des Meeres Einklang in die „Radiosonate“ gefunden hat, denn da geht die Natalie in den Ferien dort hin, küßt ihren Freund und sieht ihre Mutter mit Boris Alkemirov im Cafe erscheinen und beim zweiten Mal war ich früher dran, habe ich draußen hingesetzt und eine Kindergartengruppe beobachtet, die vorher jausnete und die Erzieherin, die Kinder vom Taubenfüttern abhalten wollte, weil das jetzt ja verboten ist.

„No food for birds, only food for kids!“, diese Beobachtung macht jetzt die Fritzi Jelinek in der „Absturzgefahr“.

Dann war ich dreimal im Pensionistenhaus am Loquaiplatz, einmal mit meiner Cousine Irmi, die auch einmal in der Gumpendorferstraße wohnte und im vorigen Jahr wollte ich auch hingehen, aber leider war zeitgleich die Besprechung für das „Margaretner Fest für Kunst und Kultur“, für das ich heuer wieder eingeladen bin, so daß sich das nicht ausgegangen ist.

Jetzt hat auch Mariahilf einen neuen Bezirksvorsteher und der war im Lift des Haus des Meeres, als ich um zwei in den letzten Stock hinaufgefahren bin, denn da gibt es jetzt ja ein Restaurant und noch eine Aussichtsterrasse, beim letzten Mal wurde das, glaube ich, schon erwähnt, da konnte man sich auch das „Flakturm-Mueseum“ anschauen, das war diesmal nicht zugängig, aber die Bezirksrätin Elisabeth Zoumboulaki-Rottenberg begrüßte, dann kam der Bezirksvorsteher und zwei Kindergruppen einer Volksschule brachten je zwei Lieder auf die Mütter, beziehungsweise auf die Frauen, ganz egal ob sie jetzt Kinder haben oder nicht, wie auch der neue Bezirksvorsteher betonte.

Es gab Kaffee und Kuchen und nachher einen Händedruck des Bezirksvorsteher und eine Blume von den Wiener Gärtnern einen Schokotaler vom Haus des Meeres gab es auch und dann bin ich wieder einige Stunden auf und ab gerannt, habe einer Schildkröte beim sich Wenden zugesehen, die Äffchen beobachtet und vor allem den Blick auf Wien, der von ganz oben noch viel schöner ist.

Einen „Ratgeber für den schönsten Lebensabschnitt“ gab es auch, ja man wird alt, obwohl eines der Lieder an eine Mama gerichtet war, die gerade erst dreißig war, aber dort wird man erst ab fünfundfünzig oder so eingeladen und die Bezirksrätin, die ich  einmal bei der Schreibwerkstatt der Mariahilfer Frauenwochen  kennenlernte und die mich dann zu einer Lesung eingeladen hat, hat wieder gemeint, sie hätte eine eventuelle Lesung für mich, weil der Bezirk etwas für Kultur machen will.

Im Low-Budget Bereich ist also etwas los und offenbar nicht nur der fünfte Bezirk sehr rührig und da schmerzt es dann vielleicht ein bißchen weniger, daß die Kulturgewaltigen so über mich hinwegsehen und am Abend gab es  wieder was Literarisches, nämlich die Schreibgruppe „Westbahn-Spontan“, die ja von Robert Eglhofer gegründet wurde weil er gerne in der Gruppe schreibt, seit 2013 haben er und Ruth das getan, dann haben die beiden offenbar die Geduld verloren und wollten die Gruppe mit der Lesung im März beenden.

Mir wäre das egal gewesen, denn ich kann ja auch alleine schreiben, Peter Czak hat das nicht zugelassen und wegen mir die Termine auch auf Donnerstag verlegt, weil wir ja am Freitag öfter nach Harland fahren, leider hat er dabei die Feier-und Ferientage nicht berücksichtigt, so konnte ich im April nicht, weil ich da schon in Harland war und heute hätte ich eigentlich auch nicht gekonnt, weil wir ursprünglich die Radtour auf zwei Wochen ausdehnen wollten.

Jetzt fahren wir erst am nächsten Mittwoch und das ist vielleicht ganz passend, denn das Thema der heutigen Gruppe, wo außer mir auch die Ruth, der Peter Czak und die Doris Kloimstein war, war das „Reisen“, das war. glaube ich. noch vom letzten Mal über und die Mehrzahl, zwei Stimmen, haben sich dafür entschieden, ich habe „Muttertag“, „Muttertagsfeier“ und „Haus des Meeres“ vorgeschlagen, weil ich von dem Nachmittag so beeindruckt war, aber „Reisen“ ist  auch ein sehr interessantes thema, obwohl ich eigentlich nicht so besonders reiselustig bin, weil ich in meiner Freizeit lieber schreiben will, so habe ich zuerst nicht recht gewußt, worüber ich schreiben soll?

Dann habe ich mit der Radtour angefangen und davon, daß ich halt nicht so gerne reise. Aber ich habe schon darüber geschrieben, in den „Dreizehn Kapitel“ zum Beispiel, da will die Laura ihre Bücher lesen, während die Uschy Bischof auf Reisen geht. Ich habe dann die Radtour der Ruth erwähnt und ihre Lesung in Krems mit der ich vor einigen Jahren meine Sommerfrische begonnen habe.

Es war also ein sehr ergiebiges Thema, über das man viel schreiben könnte, leider war es recht schwierig sich zu konzentrieren, weil sich die Herren im vorderen Raumlautstark über den zweiten Weltkrieg und auch über das Onanieren unterhielten, so daß es eigentlich eine sehr lustige Schreibgruppe war oder auch bedenklich, die Stammtischgespräche über World War II oder sehr bezeichnet, daß das tatsächlich noch so ist, wie die Volksseele denkt, etc.

Nachher gab es bei uns sehr intensive Gespräche über das Schreiben und den Literaturbetrieb, da sich Peter Czak, der sich, glaube ich, überlegt ob er in die GAV eintreten soll, s erkundigte, wie das so mit dem Schreiben läuft?

Und ich hatte auch einiges herzuzeigen, nämlich das Dummie der „Miranda“, das heute gekommen ist und das Cover vom „Im Namen des Vaters“, wo die Vorschau bald erscheint.

Ein sehr literarischer Tag also, wo ich, das kann ich noch erwähnen, auch mein Regal im Spieltherapiezimmer aufräumte  und beim Friseur gewesen bin.

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