Literaturgefluester

2015-05-27

Vom Abschied zum Vertuschen

Jetzt gehts weiter mit der „Alten Schmiede“, wo heute wieder „Textvorstellungen“ waren und zwar die ersten, die von Michael Hammerschmid, dem neuen Moderator, geleitet wurden, die ich hörte und der stellte zum Thema „Nähe, Distanz und Geheimnis“, wie es am Programmzettel steht, einen  bekannten und einen mir unbekannten Autor vor.

Der Bekannte ist der 1960 geborene Oberösterreicher, Rudolf Habringer, mit dem ich 2007 bei den „Textvorstellungen“ noch im Parterresaal gelesen habe, das Thema war, glaube ich, „Radio“ und ich stellte meinen „Wiener Stadtroman“ vor, von Rudi Habringer, der inzwischen bei „Picus“ verlegt, aber schon bei „Styria“ bzw. diesem oberösterreichischen Verlag war, von dem mir einmal Frau Führer ein paar Bücher schickte, habe ich auch schon einiges im Bücherschrank gefunden und ihm einmal, glaube ich, zum Thema Island im Literaturhaus gehört, er war auch Linzer Stadtschreiber, gemeinsam mit dem lieben Rudi Lasselsberger und Andreas Renoldner, die beide zu der Lesung gekommen waren, sonst war nicht so besonders viel Publikum da und Klaus Ratschiller, der mich freundlich grüßte, habe ich nicht gekannt.

Andreas Renoldner klärte mich auf, daß er eine Sendung bei FM4 hat bzw. bei diesem Literaturpreis mitmacht oder beschäftigt ist, was mein Unwissen ein bißchen erklärt, denn FM4 höre ich ja nicht.

Der 1959 in Klagenfurt geborene Autor, stellte jedenfalls seinen 2012 bei „Atelier“ erschienenen Roman „An deiner Stelle“ vor und Michael Hammerschmied, der seine Einleitungen, wie auch Angelika Reitzer sehr gründlich macht, erklärte am Anfang, die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Bücher und er hatte für jeden Autor auch ein Thema.

Bei Klaus Ratschiller war es „Abschied und Aufbruch“ und sein Roman scheint brüchige oder prekäre Verhältnisse zu schildern, handelt es sich doch bei seinem Protagonisten um einen, der davon lebt Diplomarbeiten anderer zu schreiben, dann dringt er in die Wohnung seiner Nachbarin Agnes ein und bespielt für sie Tonbänder in dem seine Geschichte erzählt und die Stellen, die Klaus Ratschiller las bezogen sich auch auf das Diplomarbeiten schreiben, einer von Jakobs Kunden war einer, der von seinem Vater in ein Jusstudium gedrängt wurde, das ihn nicht interessierte, als der Vater starb begann er auf Wunsch seiner musischen Mutter ein Germanistikstudium in Auftrag und will von Jakob nun um neunzig- oder siebzigtausend Schilling eine Diolomarbeit über „Vögel im Wald in der Literatur“.

Dazu gab es ein paar Zitate und Beispiele und Rudi Habringers Roman „Was wir ahnen“, von dem ich schon im Vorjahr bei „Rund um die Burg“ ein Stückchen hörte, scheint ein Krimi oder Nichtkrimi zu sein, hat ein großes Personeninventar, zwei Frauen sind aber die Hauptpersonen, eine Psychotherapeutin deren Mann ermordet wird und eine andere, die seine Liebhaberin war, die hat auch ein Kuckuckskind, Polizeibeamten spielen dabei eine Rolle und drei Länder bzw. Städte nämlich Linz, Regensburg und Krumau und Rudi Habringer erklärte in der Diskussion  auch einiges wie er den Roman konzipierte und welche verschiedenen Erzählstimmen es dabei gibt und die Schlagwörter, die Michael Hammerschmid zu diesem Roman fand, waren „Untreue und Vertuschen.

Ein interessanter Abend mit zwei realistischen Autoren, moderiert von einem Lyriker, der, wie Angelika Reitzer einiges für die „Alte Schmiede“ moderiert.

So hat er, glaube ich, im Vorjahr das Lyrikfestival Poliversale kuratiert und Anfang Juli gibt es „Dichterloh-13 poetische Entzündungen“, heute war aber die Prosa daran und die, das kann ich gleich verraten, war sehr interessant

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1 Kommentar »

  1. Ja, genau! LG R

    Kommentar von rudolf lasselsberger — 2015-05-28 @ 17:24 | Antwort


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