Literaturgefluester

2015-06-06

Schreib- und Lesungspläne

Die „Bibliophilin“ oder wie es jetzt heißen wird „Die Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch“ ist jetzt Szene für Szene durchkorrigiert. 37 447 Worte, beziehungsweise siebenundsiebzig, das heißt eigentlich fünfundsiebzig Seiten inkusive Titel und der Angabe, daß die Buchzitate aus der „Romantherapie“ bzw. dem „RezeptOmaten“ stammen, sind es geworden.

Eine „Fritzi-Szene“ ist noch hinzugekommen und wird jetzt Seite für Seite korrigiert und derzeit sieht es wieder so aus, als würde ich jeden Moment, beziehungsweise jeden Durchgang fertig werden.

Das täuscht, ich weiß, das Fehlertäufelchen ist hartnäckig und sitzt im Detail, einige Wochen werde ich wohl schon noch brauchen und habe diesmal auch detailierte diesbezügliche Pläne.

Ursprünglich habe ich ja geplant, daß ich bis Anfang November dafür brauchen sollte, damit ich gleich den „Nanowrimo“ mit der „Nika-Weihnachtsfrau“ beginnen kann.

Dann kamen aber die Ideen für das Sommerschreiben in der Sommerfrischer mit der Sarah bw. Sandra Sommer beziehungsweise Winter, um das mit den sprechenden Namen nicht allzu durchsichtig zu machen.

Das ist eine prekäre Studentin, etwa um die zwanzig, die im Sommer statt um die Welt zu reisen, in das Haus ihrer Eltern, das sich etwa in der Gegend um Phyra, Harland oder Wilhelmsburg befinden könnte, auf Sommerfrische begibt. Dort gießt sie vielleicht die Blumen, läßt sich von der Milka, Theresa oder Stefanie der vierundzwanzig Stunden Betreuung ihres Großvaters oder Großmutter etwas von dem Elend der jungen Pflegehilferin in der Einsamkeit des Landes vorjammern, fährt Rad, geht im Ratzersdorfer See schwimmen und kommunziert per Skype und Internet mit ihren ebenfalls sehr präkär lebenden Freundinen, wie beispielsweise Eleni in Athen, Jelena in Donetz, die vielleicht Germanistik studiert und eine Diplomarbeit über die alte Berta schreibt, Fatma Challaki aus Damaskus, die vielleicht gerade in Wien um Asyl ansucht und so weiter uns so fort.

Diese Idee exklusiv der drei Freundinnen, von denen vielleicht inzwischen schon Geschichtenteile vorhanden sind, ist mir um Ostern gekommen, dann bin ich in den “ Reading!!!Room“ gegangen, um mir meine Bücher, die ich bei meiner Lesung 2009 dort zurückgelassen habe, abzuholen, bzw. sie dem freien Büchertausch zu übergeben.

Da habe ich mich dann gleich für das Sommerlesen „Summa in da Stadt“ angemeldet und habe gedacht, „Eine gute Idee, da lese ich dann gleich Sandra Sommer oder Winters prekäre Sommererlebnisse vor!“, tatsächlich eine gute Idee, nur leider bin ich ein bißchen ungeduldig, beziehungsweise schnell und habe mich nicht, wie beispielsweise Kurt Raubal für Anfang September angemeldet, um dann schön das Rohmansukript, fünfzig Minuten soll ich, glaube ich, lesen, zu präsentieren, sondern für den 13. Juli.

Da werde ich dann vielleicht noch nichts haben, ist mir später eingefallen und mit dem Korrigieren möglicherweise noch gar nicht fertig sein.

Macht eigentlich nicht wirklich etwas, denn ich habe ja schon einige Sommertexte, die ich  präsentieren könnte und inzwischen steht der Titel auch schon fest „Sommer am Wasser“ wird er heißen und da habe ich ja einen diesbezüglichen Text, der glaube ich, 2012 entstanden ist, und „Taubenfüttern“ ist zwar, glaube ich, nicht unbedingt im Sommer entstanden, spielt aber am Donaukanal und die prekär beschäftigte, beziehungsweise arbeitslose, Lehrerin Veronika Schätzmeister verbringt ihren Urlaub am Balkon ihrer kleinen Wohnung, gibt aber vor in Italien zu sein und das „Schutzengelchen“ ist eigentlich auch ein Sommerbuch, nämlich im Vorjahr in der Sommerfrische entstanden.

Also lese ich daraus die fünfzig Minuten und dann begebe ich mich in die Sommerfrische und schreibe an den heurigen Sommertext. Ein kleiner Haken ist dabei, nämlich die Idee, daß der Text am Ort entstehen könnte, also ich fahre mit dem Rad herum und schreibe die Sandra Szenen ad hoc, einiges, das was in Athen, Donetz, Damaskus oder in der Fuchsthallergasse spielt, müßte ich noch extra recherchieren, wenn ich aber zulange für das Korrigieren brauche, geht sich das nicht aus, habe ich befürchtet und gedacht, daß ich dann halt im September oder Oktober in Wien recherchiere und schreibe. Jetzt denke ich, es könnte sich ausgehen oder ich könnte sogar früher fertig werden und mich dann noch ein bißchen darauf vorbereiten.

Mal sehen, wie es wird, eine Reihe von Lesungen, wo ich hauptsächlich das „Schutzengelchen“ präsentieren möchte, stehen auch am Programm.

So vielleicht die Lesung am Wiedner Hauptstraßen-Straßenfest am 3. Juli, da habe ich zwar noch keinen Termin, habe nur am Dienstag den Buchhändler kennengelernt, in dessen schönen Garten mit Kastanienbäumen, die Lesungen stattfinden sollen, da ist dann auch gleichzeitig das Bachmannlesen in Klagenfurt und eigentlich sollte ich schon mit der Sommerfrische beginnen, könnte aber ein guter Start sein, am 13, das ist ein Montag, lese ich dann im Reading!!!Room, wie es sich ergibt, denn wenn ich früher fertig bin, habe ich vielleicht sogar schon eine Textprobe und am 5. 9. sollte oder könnte ich mit dem Rohtext fertig sein, da ist dann das Volkkstimmegest, und das passt das „Schutzengelchen“ auch zum heurigen Thema.

Ein Einfall für das Cover der „Bibliophilin“ ist mir heute auch gekommen, denn, wenn das dann etwa das achtunddreißigste Selbstgemachte ist, gehen schon die Ideen aus, ich habe aber eine schöne alte Porzellanpuppe von meiner Mutter, die 1915 geboren wurde, also wahrscheinlich aus den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts stammt, mit Zöpfen und einem altmodischen Kleid, das meine Mutter genäht hat, die Stickerin war, wenn ich der ein Kopftuch umbinde, könnte das vielleicht ganz originell bzw. vieldeutig sein.

Mal sehen, die Ideen sind reich und ich freue mich auf das Sommerschreiben, die Handlungsstränge mit der Griechin Eleni im präkären Athen, der Jelena in Donetz und der Fatma Challaki, die ja aus der „Bibliophilin“ stammt ist mir heute gekommen, dem Fenstertag, wo mir fast alle meine Klienten abgesagt hatten, so daß ich Zeit für das Korrigieren bzw. Planen hatte.

Da müßte ich zwar viel recherchieren, bzw. die zwei Streeruwitz Bücher beim Lesen vorziehen, denn die handeln, glaube ich, ja auch vom prekären Griechenland.

Spannend, spannend also die Sommerpläne mit der Sommerfrische und wenn ich gut damit vorankomme, kann ich September und Oktober daran korrigieren und im November mit der „Nika Weihnachtsfrau“ anfangen, die auch eine prekäre Studentin ist.

Also Pläne für das Sommer und das Winterschreiben, ja ich bin sehr schnell und die Sterbehilfegeschichte, auch ein Einfall vom vorigen Sommer und ein Produkt des letzten Nanowrimos könnte sollte auch langsam fertigwerden. Die Vorschau dazu gibt es ja schon und wer Lust hat, die diesbezüglichen Rätselfragen zu beantworten, kann das Buch, wenn vorhanden gewinnen und für die Sandra Winter bzw. die Nika Weihnachtsfrau, denke ich mir, wenn es passt dann wieder die entsprechenden Vorschaufragen aus.

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