Literaturgefluester

2015-07-01

Sommerfrischenbeginn

Ab Mittwoch geht es wieder in die Sommerfrische, die ich ja seit einigen Jahren im Sommer im Juli und August in Harland bei St. Pölten mache, meine Praxisstunden zusammengelegt und dann am Dienstagabend hinaus aufs Land, um dort zu schreiben, zu lesen, Rad zu fahren etc. Seit sieben Jahren blogge ich nun und feiere am Freitag „Sieben Jahre Literaturgeflüster“ und da habe ich die Sommerfrische, die ja meine Art des Stadtschreibertums ist, auch immer erwähnt, vor zwei Jahren habe ich mich dann zur „inoffiziellen Stadtschreiberin von St. Pölten erklärt“, das kleine Büchlein genommen, daß es seit einigen Jahren auch am Tag des Buches gibt, in das man etwas hineinschreiben kann und da meine Stadtschreibergeschichten und Impressionen vermerkt und das dann fein verlinkt. Lesemarathone habe ich auch veranstaltet und alles, was mir in dieser Zeit in St. Pölten aufgefallen ist, aufgeschrieben, die Führung mit dem Bürgermeister beispielsweise, den Besuch am Markt, etcetera.

Voriges und vorvoriges Jahr bin ich auch mit meinen jeweiligen Texten am Sommerbeginn fertig geworden, so daß ich jeweils etwas Neues beginnen konnte und heuer ist es ebenso oder eigentlich nicht ganz.

Denn genau genommen bin ich mit dem Korrigieren von „Selmas Kopftuch“ noch nicht fertig und ich fürchte, ich habe zumindestens die Frau Nowotny noch einmal falsch darin stehen, aber da ich ja schon seit einiger Zeit vorhabe, beim nächsten „Nanowrimo“ einen Adventkalender mit einer „Nika Weihnachtsfrau“ zu schreiben, ist mir zu Ostern die Idee gekommen, im Sommer in der Sommerfrische mit einer Sarah Sommer oder Sandra Winter dasselbe zu machen, dafür habe ich mich gleich beim Sommerfestival im „Read!!!ingroom“ zum Lesen am 13. Juli angemeldet, was ein bißchen vorwitzig war, da schon einen ganzen Roman zu haben, bei der letzten Schreibegruppe, ist aber das Eingangskapitel entstanden und da hat der Klaus Khittel „bemängelt“, das das ein Szenario für ein Jahrhundertwerk, wie etwa die „Strudelhofstiege“ werden könnte, obwohl ich dachte, ich schreibe das nur die Monate Juli und August, hole mir beim Radfahren oder bei den Seen oder an der Traisen die Ideen und bin dann, wenn ich wieder nach Wien zum Volksstimmefest zurückkehre damit fertig, ganz egal, wie lang das jetzt ist, könnte auch nur eine Kurzgeschichte werden, wenn ich vielleicht erst im August mit dem Korrigieren fertigwerden sollte.

Jetzt denke ich, ich fange am jeden Fall am Mittwoch damit an und da werde ich, wie im letzten Jahr mir selber auch ein bißchen lobend auf die Schulter greifen, mir vielleicht wieder eine Laudatio halten oder die Texte vorbereiten, die ich am Dreizehnten lesen will, aber das mache ich vielleicht doch besser in Wien, denn da habe ich eine Stoppuhr, die Bücher und kann mir das „Sommer am Wasser“  ausdrucken, aber nach St. Pölten könnte ich radeln und mir vorher einen Fünfziger das Sommerfrischenhonorar für die Croissants oder Donuts, die ich mir beim Radfahren kaufen könnte, in die Tasche stecken und am Abend beginnt ja auch die Eröffnung des Bachmannwettbewerbes, der heuer wahrscheinlich ein sehr spannender werden wird, weil die Ronja von Rönne, diese dreiundzwanzigjährige junge Frau, deren erster Roman im nächsten Jahr erscheint, ja sehr  provkant vorher angetreten ist, aber auch die Michaela Falkner, die Valerie Fritsch, die Nora Gomringer etc sehr starke Stimmen haben.

Das werde ich mir dann wieder über das Internet geben, am Donnerstag in Harland, am Freitag am Vormittag in Wien, denn am Nachmittag ist da ja, wenn es nicht regnet, das Wiedner Hauptstraßenstraßenfest, wo ich nach dem lieben Rudi lesen werde und da meinen siebenten Geflüster-Geburtstag auch prominent feiern werde, mit einem Glas Sekt oder Rotwein, etc.

Dann hinein in das Schreiben, in die Geschichte der prekären Studentin Sandra Winter und ihren drei Freundinnen, Eleni aus Athen, die sich  jetzt vor dem Bankomaten anstellen muß, um ihre täglichen sechzig Euro herauszubekommen, beziehungswweise Griechenland, wenn ich dann darüber schreibe, vielleicht schon zusammengebrochen ist, Fatma Callaki aus Damaskus, die in Traiskirchen auf dem Boden schlafen muß, weil sich die Länder nicht auf eine menschengerechte Unterbringung von Flüchtlingen einigen können und Jelena Majatschuk aus Donetz, wo es wahrscheinlich auch  nicht gerade lustig ist, hineinspringen.

Bis Ende August habe ich damit Zeit und es gibt ja auch zwei literarische Ereignisse, die meine Sommerfrische beginnen und auch beenden, Beginn ist der Bachmannpreis, das habe ich schon erwähnt, enden tut es dann vielleicht schon Mitte August, wenn die Longlist des DBp verkündet wird, aber da gibt es heuer auch Erneuerungen, beziehungsweise Vorverschiebungen, denn einige Blogger haben sich da ja vor zwei Jahren zusammengetan und das Longlistenlesen verkündet, daß sie heuer schon am 29. Juni offiziell auf der dBp Seite verkündigten und sich als Bloggerjury betrachten.

Sieben wurden da ausgewählt, offiziell zu bloggen, die anderen können, wie ich einmal  behaupte, das, wenn sie wollen, inoffiziell tun und ich werde das auch, auch wenn ich nicht vorhabe, wie der Otto mir die zwanzig Bücher zu besorgen und sie hinunterzulesen, weil ich das wegen meiner langen Liste, auf der ja noch einige dBp Bücher der letzten Jahre stehen, nicht kann.

Ich habe mir aber die beiden Streeruwitz-Bände nach Halrand mitgenommen und werde sie als Lektüre zu der Sandra Winter lesen und dann die Harland Bücher hinunter und weil ich in den letzten Monaten ohnehin sehr schneckenlangsam beim Lesen war, werde ich da, habe ich mir vorgenommen, jetzt etwas schneller sein und in der Sommerfrische einiges aufholen.

Also wieder große Pläne für den Sommer und die „Selma“ liegenlassen oder zwischendurch Korrigieren oder nachher ist ja egal, weil es außer mir ohnehin  niemanden interessiert und der Alfi  noch beim Korrigieren von „Im Namen des Vaters“ ist und da auch nicht viel weitergeht.

Aber einen schönen Sommer und einen schöne Sommerfrische, zumindestens habe ich das vor und werde, weil meine Reisen, das Radfahren durch Deutschland, das Leipzigwochenende, der Kurztrip an den Attersee, das erste Wanderwoche und der erste Ungarn-Aufenthalt mit der Oma, der Anna und dem Andi schon vorüber ist, da auch nicht gestört werden.

Das heißt ein zweites Wanderwochenende wird es noch geben und Alfreds sechzigstes Geburtstagsfest und hoffentlich auch schönes Wetter, obwohl mich der Regen bekanntlich nicht sehr stört.

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