Literaturgefluester

2015-07-13

Lesung bei „Summa in da Stadt“

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Ich habe mich ja nach Ostern als ich zum Büchertausch in den „Read!!ingroom“ gekommen bin, für das „Sommerliteraturfestival“ angemeldet, da ja jetzt schon mehrere Male den ganzen Juli und August, diesmal unter dem Motto „Pack die Badesachen“ ein, läuft.

Auslöser war die Idee der Sommergeschichte über eine Sarah Sommer oder Sandra Winter, eine prekäre Literaturstudentin, die im Haus ihrer Eltern den Sommer verbringt, die mir als Pendant zur „Nika Weihnachtsfrau“ mit der ich mich beim nächsten „Nanowrimo“beschäftigen will.

Und wenn ich da gleich am Anfang lese, kann ich mir eine entsprechende Motivation in meine Sommerfrische mitnehmen, habe ich gedacht und mich für den 13. Juli angemeldet.

Vorher wurde das E-Buch des vorigen Sommerevents „Hundstage“ vorgestellt und da ich nur am Montag und Dienstag im Juli und im August in Wien bin, habe ich mich für den Montag entschieden, wohl wissens, daß das wahrscheinlich kein sehr gut besuchter Lesetag ist, aber in der „Alten Schmiede“ waren an den letzten Montagen auch eine Menge Besucher und, daß sich die Leute für meine Literatur nicht sehr interessieren, ist ein Problem, das ich offenbar nicht lösen kann.

Nachdem ich mich angemeldet habe, habe ich Zweifel bekommen, ob der dreizente Juli wirklich ein so guter Lesetag war, denn in der ersten Sommerfrischenwoche war ja der Bachmannpreis und daher keine besondere Zeit für den Roman zu erwarten, wahrscheinlich wäre Ende August besser gewesen, das Ergebnis meiner Sommerfrischenarbeit zu präsentieren.

Aber  ich bin ja sehr ungeduldig, bin aber mit dem Korrigieren von „Selmas Kopftuch“ trotzdem nicht weitergekommen und als mich die Veranstalter dann nach einem Lesungstitel fragten, ist mir „Sommer am Wasser“ eingefallen, der Blogeintrag, der vor drei Jahren emtstamdem ist, als ich einen Sommertext suchte und meine Radtouren um die Viehofener Seen beschreiben wollte.

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Dann könnte ich noch ein paar Stückchen aus „Tauben füttern“, das auch im Sommer spielt lesen und das „Miranda Schutzengelchen“ präsentieren, das in der vorigen Sommerfrische entstanden ist.

An Material mangelt es nicht, schreibe ich ja viel und auch schon sehr lang und in der letzten Schreibegruppe Anfang Juni ist dann auch der Beginn der Geschichte, bzw. das Einstiegsszenario entstanden.

Da wußte ich schon, daß es eine Sandra Winter wird, die im Haus ihrer Eltern in Harland bei St. Pölten Sommerfrische macht, beziehungsweise den Pfegehelferinnen, die ihre demente Großmutter betreuen, ein wenig auf die Finger schauen soll, während die Eltern auf Weltreise gehen. Und drei Freundinnen, Eleni in Athen, Jelena Majatschuk in Donezk und Fatma Challaki, die von Damaskus nach Wien flüchtet gibt es auch.

Damals sind eineinviertel Seiten entstanden. Ich war stolz darauf und zufrieden, habe es aber liegenlassen und weiter an der Selma korrigiert, die nicht und nicht fertig wurde.

In der letzten Juniwoche entstand dann der Entschluß, trotzdem in der Sommerfrische mit dem Schreiben anfzufangen und das habe ich  vorige Woche, nachdem der Bachmannpreis vorüber war, auch getan.

Zuerst ist mir der Einstieg gar nicht so leicht gefallen, dann habe ich aber geschrieben und geschrieben, zwölf Sezenen und achtunddreißig Seiten gibt es jetzt und so habe ich meine ursprünlichen Lesepläne, die ich am Freitag den Dritten, als ich wegen des Wiedner Hauptstraßenfestes in Wien war,  machte, fallengelassen und am Montag Vormittag vor meinen ersten Stunden, die ersten vier Szenen korrigiert und die Lesezeit, etwa fünfzig Minuten hat mir Gabi Rökl, glaube ich, im April gesagt, abestoppt.

Da wollte ich noch das „Sommer am Wasser“ vorher lesen, dann habe ich mich aber mit den ersten vier Szenen begnügt und die Geschichte auf „De ereignisreichen Sommerelebnisse vier perkärer Literaturstudentinnen- aufgezeichnet von Sandra Winter“ umbenannt. Vorher sollte es „Die ereignisreichen Sommerelebnisse der prekären Literaturstudentin Sandra Winter“ heißen.

Damit bin ich am Abend in Begleitung von der Linda, die ihren Sommer wieder einmal in Europa verbringt und den Alfred in den „Reading!!room“ gegangen, in dem ich schon zweimal gelesen habe.

Das Haus“ und die „Radiosonate“ habe ich einmal dort vorgestellt und mich dabei sehr bemüht Publikum dorthin zu schleppen, das habe ich diesmal nicht so zwanghaft betrieben, obwohl ich die Zettel des Festiavs, das ich sehr empfehlen kann, weil nach mir  noch Christian Schwetz, Angelika Högn, Neil Y. Tresher, Gabriela Dickie, Burghard Unteregger, Gabi Rökl und Kurt Raubal lesen, in der „Alten Schmiede“ und in dieser Buchhandlung in der Wiedner Hauptstraße aufgelegt habe und ein Besucher am Freitag, als Peter Campa las, wie ich hörte, auch deshalb gekommen ist. Ob das der Rudi war, der mir ja etwas zurückgeben wollte?

Zu mir ist eine Stammbesucherin der der „Alten Schmiede“ und noch ein paar andere gekommen und einen neuen Büchersegen gab es auch, legen doch offenbar sehr viele Leute ihre Verlassenschaften dem „Raum für Alltagskultur vor die Tür“. Mir kann das Recht sein und ein kleines Honorar hat es auch gegeben, unterstützt ja das Kulturbudget Margareten die Veranstaltung. Es war eine schöne Lesung und wahrscheinlich eine schöne Idee mein „Work on Progress“ vorzustellen.

Die ärgsten Fehler habe ich am Montagmorgen ausgebessert, trotzdem weiß ich noch nicht, wie es weitergehen wird, was ja auch ein bißchen von der politischen Entwicklung abhängen wird. Wird Griechenland in der EU bleiben? Werden neue Flüchtlingunterkünfte geschaffen? Es wird ja ein sehr politischer, tagesaktueller Roman.

Spannend, spannend, ein „jungfräuliches“ Werk vorzustellen, sich Ideen und Anregungen zu holen und ich habe auch mein kleines Stadtschreiberbüchlein, das ich auf meine Harlander Ausflüge mitnehme und da immer ein paar Szenenanfänge notiere.

Nachher war ich noch mit der Linda und dem Alfred beim „Wolf“, habe dort Blunznradl mit Rettich gegessen, der Alfred hat sich ein griechisches Joghurt mit Himbeern bestellt, das ohne Himbeeren in meinem Text auch vorkommt, meine zwei Befunde zu Ende geschrieben und nach dem morgigen Praxistag geht es wieder zum Weiterschreiben.

Ein E-Book wirds wahrscheinlich, neben meinem sechunddreißigsten Selbstgemachten, wenn ich richtig rechne, im nächsten Jahr auch geben.

Mehr darüber gibt es hier zu sehen, denn der „Read!!ingroom“ hat, was ich sehr schön finde und mich dafür auch sehr bedanke, einen ausführlichen Bericht über die Lesung geschrieben.

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