Literaturgefluester

2015-07-29

Ein Sommernanowrimo

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:48
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20150725-203958

Es ist soweit „Die ereignisreichen Sommererlebnisse vier prekärer  Literaturstudentinnen“ sind im Rohentwurf fertig. Hundertneun Seiten, achtundvierzig Szenen,  52 909 Worte.

Da werden durch die Korrekturen zwar noch einige wegfallen und am Schluß werden es wahrscheinlich wieder weniger als die fünfzigtausend sein, aber deutlich mehr als bei den letzten drei Nanowrimos, wo ich, glaube ich immer etwas anstückeln mußte, um die fünzigtausend hinzubringen.

Ohne Nanowrimo wäre ich früher fertig gewesen und hätte früher aufgehhört und auch der zeitliche Rahmen stimmt. Ich bin zwar auch ein wenig schneller, denn ich habe diese hundertneun Szenen in drei Wochen hingeschrieben, schaut man auf meine Nanostatistiken, sieht man ich habe zweimal früher angefangen und war jedesmal viel früher fertig.

Diesmal hatte ich die Idee nach Ostern glaube ich, da habe ich dann immer ein paar Notizen gemacht und am neunten Juni, bei der Schreibgruppe, dann einundviertel Seiten, den Anfang des Eingangskaitel sozusagen geschrieben und das Ganze dann bis zum fünften Juli liegengelassen, dann habe ich angefangen und geschrieben und geschrieben, drei Wochen lang bis ich am Samstag den 25. mit dem Rohentwurf fertig geworden bin.

Vorgestellt habe ich die ersten vier Szenen am Montag den 13. im „Read!!ingroom“ beim dortigen „Sommerfestival“ „Summa in der Stadt“ obwohl es ja eigentlich ein Sommerfrischenroman ist und das hat sehr gut geklappt.

Jetzt werde ich das Ganze einmal durchkorrigieren, es ist ja noch sehr unfertig, die letzten Szenen habe ich überhaupt nur hinuntergeschrieben  und dann wahrscheinlich vorläufig liegen lassen und erst einmal „Selmas Kopftuch“ fertig machen, bevor ich dann im November mit dem richtigen Nanowrimo und der „Nika Weihnachtsfrau“ beginne.

Ein bißchen schade ist, daß ich nicht die ganzen acht Wochen dazu brauchte, aber nicht wirklich, denn jetzt habe ich ja ab dem 19.August Zeit mich vielleicht wirklich an diesem Longlistenlesen zu beteiligen, irgendwie reizt mich das ja schon, am Samstag danach in den Thalia zu gehen und zu schauen, was ich finde.

Ich könnte ja vorher den Otto, wenn ich ihn bei der Slakdky Wanderung sehe, fragen, ob er die Bücher auch wieder liest und er mir sie vielleicht borgen könnte, ich kann auch eine Verlagsanfrage machen, ein paar werden schon zu mir kommen, vielleicht habe ich auch ein paar schon gelesen, sollte die neue Ruth Cerha dabei sein, das erste Buch steht auch auf meiner Leseliste.

Das wäre auch eine spannende Sommeraktion, die man vielleicht einmal machen sollte und jetzt wäre ich beim Schreiben nicht dadurch behindert.

Mal sehen es ist ja noch nicht soweit und es ist auch noch viel zu korrigieren, aber schön, daß es so gut klapppte, es war ein tolles Schreiben und eine sehr schöne Sommerfrischenbegleitung, die ich auch wirklich genossen habe.

Ich habe ja auch immer bei meinen Radausflügen kleine Textstückchen in mein kleines Stadtschreiberbüchlein geschrieben und bei meinen jeweiligen Schreibberichten veröffentlicht, so daß man das alles auch ein bißchen mitverfolgen kann, wie bei der Lesung, wie so ein Sommerroman entsteht, wem das interessiert, der kann das gerne nachlesen.

Es war ja auch ganz am Anfang, am neunten Juni, als ich die ersten in den zwanzig Minuten geschriebenen Seiten vorgelesen habe, die Frage, ob das jetzt ein Jahrhundertwerk oder eine Kurzgeschichte werden wird?

Der Klaus Khittl und der Robert Eglhofer haben es ja ein bißchen mit der „Strudelhofstiege“ verglichen und „Zu hochgegriffen!“, gemeint.

„Blödsinn habe ich gedacht, vier Studentinnen, eine in Harland, eine in Damaskus, eine in Donezk, eine in Athen und ein bißchen die politische Situation, das kann eigentlich eine leichte Sommergeschichte sein und auch sehr kurz werden.

Denn da war ich noch nicht sicher, wie weit ich mit der „Selma“ komme. Ich war auch nicht sicher, wieviel ich für die Lesung habe und habe mich da auch mit „Taubenfüttern“ vorbereitet und „Sommer am Wasser“ angegeben. Das war dann alles nicht nötig und es ist länger als erwartet geworden, schneller sowieso, aber das macht ma nichts nichts.

Jetzt werde ich also korrigieren und korrigieren, bis Ende Oktober oder auch noch nachher, wenn ich bisdahin nicht fertig werden sollte.

Ich denke, es ist eine nette Geschichte, einerseits leicht und locker und auch nicht so abgehoben, andererseits auch schwer und schwierig, die politischen Verhältnisse machen es ja dazu und es ist mir auch gelungen, jeder der vier Protagonistinnen eine eigene Geschichte zu geben. Das war ja ein bißchen Klaus Khittls und auch meine Befürchtung, daß ich das nicht schaffe und vor allem bei der Jelena Malatschuk bin ich lange im Dunklen geschwommen. Sie sitzt in Donezk gut und da gibt es keinen Strom und kein Wasser und schreibt über die Bertha von Suttner eine Dissertation, aber das kommt auch schon  im „Schutzengelchen“ vor, da heißt sie zwar Marija, aber sonst…

Dann ist mir der Professor Eberhard und der Heiratskatolog eingefallen und am Schluß bleibt sie zwar nicht in Donezk, sondern wird Deutschlehrerin in Odessa und da waren wir  schon am 9. Juli auf den ersten Seiten, daß die Sandra mit ihr dort einen Cocktail trinken will, vielleicht werden sie das im nächsten Jahr tun.

Die Eleni hat ihren Hund Ouzo gefunden, vielleicht bekomme ich den, der im Original sehr lieb ist, auf das Titelbild, sonst könnten es auch die Stadtschreibertexte tun oder Bilder von der Traisen, von Harland, etc.

Und die Fatma, die es schon in anderer Form in „Selmas Kopftuch“ gibt, hat auch ihre Geschichte bekommen, sie reist über Lampedusa nach Traiskirchen, lernt in der NB Professor Eberhard kennen und das alles kommentieren sie der Sandra nach Harland bei St. Pölten, die dort ihre Diplomarbeit über den deutschen Buchpreis schreibt und Andi Hermann kennenlernt.

Die Pflegehelferinnen Minka und Stefania, die jede auf ihre Art anders ist, gibt es auch, die demente Großmutter Therese Pühringer, die Eltern, die von ihrer Reise aus Paris, Madrid, Mexiko, San Diego, San Fransico und New York Ansichtskarten schicken und die Frequency und Sandras Ausflüge an der Traisen gibt es natürlich auch.

Ich habe vor, das nächstes Jahr, wenn es fertig ist in den Sidebar als E-Book hineinustellen, als meine Sommergeschichte, im Winter gibt es dann den Adventkalender, den ich im November im richtigen Nanowrimo schreiben will und bin sehr stolz auf mich, schade, daß es keiner merkt.

Aber vielleicht passiert das doch ein bißchen, habe ich ja viel darüber geschrieben und kann den Rest der Sommerfrische auch ein bißchen lockerer angehen, ein paar Ausflüge gibt es da ja auch, wollen wir ja den Hochschwab besteigen, noch einmal mit dem Herrn Sladky wandern und Alfreds Geburtstagsfest gibt es natürlich auch.

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