Literaturgefluester

2015-08-09

Gamma Lex

Filed under: Bücher — jancak @ 00:32
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Nun kommen zum Sommer passend die Krimis an die Reihe, denn obwohl ich Gewalt ablehne, lese ich sie gerne und „Gamma Lex“ von dem  2012 in Purkersdorf verstorbenen Manfred Bauer, ist auch ein besonderes Buch, auf dem nicht einmal Krimi, sondern „Eine Schattenreise“, 1997 in der“Bibliothek der Provinz“ erschienen, steht, für mich jedenfalls, denn ich habe mit dem  1957 in Wien geborenen Kommunikationsberater, Bibliothekar und Purkersdorfer Gemeinderat einige Jahre lang am Volksstimmefest gelesen, wo er auch seine Krimis vorstellte.

Die späteren erschienenen, in denen es meistens um Aufdeckung politischer Skandal geht und das passiert auch bei „Gamma Lex“, ein Buch, das von dem Büchertisch der „Gesellschaft für Literatur“, die man sich für eine kleine Spende nehmen kann, stammt und nun hinein in die Schattenreise, die auch zum Sommer passend, in Opatja beginnt, da schlurft Gamma Lex, das ist nicht sein richtiger Name, wie der lautet, wird in dem Buch nicht verraten, herum,  sucht nach einem Zentaurus und findet ihn nicht.

Dann geht es hinein in die Handlung, in die Vergangenheit und nach Wien, in die Gumpendorferstraße, wo der Gesetzesrächer, wie ich ihn nennen möchte, der ohne jeden Zweifel autobiografische Ähnlichkeiten mit dem Autor hat, auch herumschlurft, beziehungsweise sucht er, der den Naschmarkt als seine Heimat sieht, das Cafe Drechsler auf und dort findet er Zentaurus. Er sitzt an einem Tisch mit seinem Partner Ferdinand und einer Frau namens Lili und sie machen das, was sie immer machen, nämlich saufen, saufen, saufen. Das heißt eine Runde Bier für alle plus Marille wird nach der anderen bei dem Kellner Josi bestellt.

Zentaurus verabschiedet sich dann, er hat noch einen Termin, Gamma Lex geht mit Lilli nach Hause, weil er kein Geld für ein Taxi in die Shuttleworth Straße, wo er seine Schlafstatt hat, zu besitzen glaubt, das endet aber in einem Fiasko, denn Gamma Lex hat besondere sexuelle Vorlieben, auf die ich gar nicht näher eingehen möchte, denn „Gamma Lex“ ist ein sehr männliches Buch, in dem Vögeln und Saufen eine große Rolle spielt.

Inzwischen bin ich beim Lesen  einiges gewöhnt und es geht auch flott weiter in der Handlung, denn Gamma Lex, der vom Beruf eigentlich Pressesprecher ist und früher in einer Bank gearbeitet hat, dem Direktor dort seine Reden schrieb „Sie werden das schon machen, schreibens irgenwas!“, schrieb als es um die Einsparungen ging, daß die Dienstlimousinen der Verstände eingespart werden sollen, was zu tobenden Applaus der unteren Chargen und zu seiner Entlassung führte, so teilt er sich jetzt mit Ferdinand die Arbeit in einem Würstelstand am Karlsplatz und dort erscheinen am nächsten Tag Lili und Ferdinand und erzählen Zentaurus ist verhaftet worden, weil er einen Stricher ermordet hat.

Zentaurus ist selbst ein Stricher und konnte es nicht gewesen sein, denn er war stattdessen bei einem Kunden, einem Wiener Gemeinderat und der läßt ihn jetzt mit dem Alibi in Stich, streitet ab, einen Stricher zu kennen und seine Frau und  ein weiterer Zeuge gaben  auch ein Alibi.

So weit so gut oder schlecht, aber eigentlich doch ganz fein, denn Gamma Lex war einmal auch Pressesprecher dieses Gemeinderates, so besucht er ihn, aber der schmeißt ihn hinaus und er verliert auch noch einen Werbeauftrag, den er von einem Herrn Decker, dem Inhaber einer schicken Werbeagentur bekommen hat.

Jetzt bricht Gamma Lex am Naschmarkt zusammen, die Marillen werden da wohl mitgeholfen haben und wird von der Prostituierten Judy bei „Toms Stand“, das ist ein Sauerkrautverkäufer, gefunden.

Die nimmt ihn mit nach Haus, hat flotten Sex mit ihm und verrät ihm dann noch, daß einer ihrer Kunden mit der Frau eines Politikers, den er berät, ein Verhältnis hat und immer mit ihr schläft, wenn er Politiker die Nacht außer Haus verbringt.

Dann gehen die Beiden ins „Lotushaus“, das ist ein Animierlokal im ersten Bezirk mit Separees und Gamma Lex geht mit Judy auch dorthin, sieht die Frau des Gemeinderats und Decker und trifft sich jetzt noch einmal mit dem PR- Berater und dem Gemeinderat, die jetzt viel kleinlauter sind und es stellt sich  heraus, die Frau des Politikers hat den Stricher ermordet, weil er sie erpresste. Sie hat es für ihren Man getan, der dann zurücktreten muß und seine Frau natürlich fallen läßt…

Eine eigentlich sehr einfache, aber durchaus böse Geschichte aus dem korrupten Leben der Wiener Politiker, drast erzählt mit den Marillen und dem Sado Maso Sex, aber durchaus spannend und am Schluß irrt Gamma Lex in Opatja herum, sucht Zentaurus, der ihn hinbestellte  und findet ihn nicht, eine weitere Leiche schwimmt im Meer herum, es ist nicht des Strichers, merke ich noch an.

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