Literaturgefluester

2015-08-19

Der Longlistenstart

Hurrah, hurrah, könnte man sagen, ich kann, wenn ich am Freitag mit dem Alfred zu Sladkys Wandergruppe aufbreche, Gertraud Klemms „Aberland“ mitnehmen, denn das hat mir der liebe Alfred in Leipzig schon gekauft und wenn ich jetzt, wie ich hoffe, es irgendwie nach St. Pölten und zum „Thalia“ schaffe, werde ich, wenn möglich und vorhanden mit Alina Bronskys „Baba Dunjas  letzte Liebe“ oder Valerie Fritschs „Winters Garten“ starten, denn beide sind, glaube ich, eher dünne Bücher und die Bronsky noch leichter zu lesen als die wahrscheinlich sehr ästhetisch komplizierte Valerie Fritsch.

Ein Wortrauschbuch in einer Buchhandlung lesen, mal sehen, wie es geht, es gibt aber noch andere Auswahl und für die, für die das jetzt ein bißchen unverständlich finden, die Longlist des dBps 15, die diesmal heiß erwartete, ist da und sie ist, wenn man sich vorher ein bißchen in die Verlagsvorschauen umblickte oder das bei Buzzaldrins „Favoritencheck“ tat, gar nicht so überraschend.

„Ich habe schon sechs Bücher gelesen!“, hat Sophie Weigand von „Literaturen“ gepostet.  Ich noch keines, aber Gertraud Klemm schon auf meiner Leseliste und die meisten anderen Bücher sind mir wenigstens vom Titel her bekannt.

Beginnen wir also mit Alino Bronskys „Baba Dunjas“ letzte Liebe, von ihr habe ich „Scherbenpark“ gelesen, das sie beim Bachmannlesen 2008 vorstellte und diesen Sommer bei meinem Longlisten- bzw. Augustin Flohmarkt- Lesen „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“.

Ralph Dutli „Die Liebenden von Mantua“, wurde bei den Bloggervorschauen mehrmals genannt, der Autor stand mit „Soutines letzter Fahrt“ 2013 auf der Liste und das Buch habe ich mir um drei Euro gekauft, als die letzte der beiden Buchhandlungen auf der Wieder Hauptstraße vorige Ostern zusperrte.

Jenny Erpenbeck „Gehen ging gegangen“, das Buch hat, glaube ich, Buzzaldrin empfohlen und ich hab von Jenny Erpenbeck, glaube ich, was auf meiner Liste, aber sonst noch nicht viel Ahnung.

Valerie Fritschs „Winters Garten“, natürlich ja, war nicht anders zu erwarten, wurde oft als Favorit genannt, ich habe das Buch am Montag in der Hand gehabt und fast gekauft, es kostet siebzehn Euro fünfzig, aber vielleicht kann ich es so lesen und die junge Autorin habe ich einmal bei Angelika Reitzers „Textvorstellungen“ in der „Alten Schmiede“kennengelernt, das ist mir das Sprachrauschtalent der jungen Frau mit der dünnen Bachmannstimme aufgefallen, als sie dann beim „FM4Preis“ gewonnen hat, hatte ich die Aufrufe auf meinen Blog, wahrscheinlich war ich damals die Erste, wo man etwas finden konnte, dann „Verkörperungen“, die GAV-Aufnahme, da habe ich wie bei Weidenholzer und bei einigen anderen jetzt berühmten Autoren, ein wenig veten dürfen, war aber natürlich nicht allein damit und die „Welt ist meine Innerei“, für den „Alpha 2013“ nominiert.

Als Angelika Reitzer „Winters Garten“ in der „Alten Schmiede“ vorstellte, war die sehr voll. Dann kam der Bachmannpreis, ein doppelter Gewinn, ein begeisteter Klaus Kastberger und jetzt die Longlistennominierung, bin gespannt wies weiter geht und ob sie es auf die Shortlist schafft?

Heinz Helle „Eigentlich müßten wir tanzen“, der Autor hat, glaube ich, mal beim Bachmannpreis gelesen, sonst weiß ich nicht sehr viel über ihn, aber ich frage ja demnächst die Bücher an oder finde es vielleicht in den Buchhandlungen.

Gertraud Klemms „Aberland“ habe ich schon erwähnt, die Autorin hat bei „Arovell“ ihr erstes Buch publiziert, kommt glaube ich aus Petra Ganglbauers Schreibwerkstatt, dann kam „Droschl“, vorher noch das Volksstimmefest und eine Frauenlesung im „Werkl im Goethehof“, der Bachmannpreis und die Begeisterung der Juroren, die ich ganz ehrlich, nicht ganz nachvollziehen konnte, dachte ich doch, die Frauenbewegung ist längst vorbei beziehungsweise selbstverständlich, ist sie nicht, wie man am Beispiel Ronja von Rönne sieht. Also brauchen wir wahrscheinlich doch das Buch und ich brauche es, damit ich mit dem lieben Otto im Toten Gebirge etwas zu diskutieren habe.

Rolf Lappert „Über den Winter“, der stand glaube ich, auch schon mal auf der Shortlist und habe ich von ihm schon etwas gelesen?

Inger Maria Mahlke Wie ihr wollt“, die Autorin hat beim Bachmannpreis mit Cornelia Travincek gelesen und ihr damaliger Text bzw. Buch hätte mich sehr interessiert und jetzt habe ich glatt Steffen Kopetzkys „Risiko“, das mir noch nichts sagt, ausgelassen.

Ulrich Peltzers „Das bessere Leben“, sagt mir auch nicht viel, von Ulrich Petzer habe ich aber, glaube ich, mal etwas gefunden und Sigrid Löffler war, glaube ich ebenfalls, einmal sehr empört, daß er nicht auf einer Longliststand. Jetzt steht er darauf und wir können ihn zu lesen anfangen.

Peter Richter „89/90“ Buch und Autor sind mir ebenfalls unbekannt. Also ran ans Lesen.

„Monique Switters „Eins im anderen“ hat heuer beim Bachmannpreis gelesen, hat nicht gewonnen, wurde aber sehr gelobt und jetzt muß’ich doch die Frau Knoch anschreiben, ob sie mir ein Rezensionsexemplar schickt?

Clemens J. Setz „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ ein langer Titel und hat nicht Tobias Nazemi vom „Buchrevier“ geschrieben, daß Autoren mit langen Titeln keine Chance beim dBp haben?

Ich habe mir gleich gedacht, daß das vielleicht nicht ganz stimmt und der junge Steirer war mit den „Frequenzen“ schon mal nominiert, ich glaube sogar auf der Shortlist, mit dem Erzählband „Die Liebe des Mahlstädter Kindes“ hat den „Leipziger Buchpreis“ gewonnen und Gedichte hat er glaube ich auch geschrieben.

Anke Stelling „Bodentiefe Fenster“ ist glaube ich auch für die „Hotlist“ nominiert und die Blogs haben das Buch besprochen und darüber diskutiert.

Ilija Trojanow „Macht und Widerstand“, der Autor ist mir als Wienerin ja kein Unbekannter, hatte er ja erst eine Reihe in der „Alten Schmiede“, die glaube ich noch nicht ganz angeschlossen ist.

Den „Weltensammler“ habe ich gelesen und der stand, glaube ich, auch einmal auf dieser Liste.

Vladimir Vertib „Lucia Binar und die russische Seele“ auch kein Unbekannter, auch wenn ich bei meinen österreichischen LL-Tips komplett auf ihn vergessen habe und bisher auch noch auf keiner diesbezüglichen Lesung war, ich habe aber irgendwann einmal Ottwald John wo getroffen, der mir sagte, daß er zu einer solchen Lesung geht, denn das ist ein tolles Buch, also Juroren und Bloggerpaten aufpassen und nominieren!

Kai Weyand „Applaus für Bronikowski“ sagt mir auch noch nicht sehr viel.

Auf Franz Witzels „Die Erfindung der roten Armeefraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969“, auch ein elendslanger Titel bin ich durch die Blogs aufmerksam geworden und interessiert mich sehr, dann gibt es noch Christine Wunnikes „Der Fuchs und Dr. Schimamura“ und wieder keine Ahnung und Ferdidun Zaimoglus  „Siebentürmerviertel“ ist ein alter Bekannter, ich habe glaube ich zwar noch nichts von ihm gelesen, habe ihn aber in Leipzig öfter getroffen und auf den Longlists ist er glaube ich auch schon gestanden.

Eine tolle Auswahl, bin gespannt, was die Blogger dazu sagen und wie sie kritisieren werden?

Ich tue das ja nicht sehr viel, bemerke nur, daß ich Helmut Kraussers neues Buch auch für sehr interessant finde und es mir eigentlich erwartet hätte, aber das trifft ja, wie ich schon geschrieben habe auf 167(000) andere Bücher zu, sowie auf die, die auf meiner Longlist 2015 stehen würden und jetzt gehe ich es an mit meinem Longlistenlesen, damit ich am zwölften September, wenn möglich, meine Shortlist habe, obwohl ich, wie meine Leser wissen, im Auswählen  nicht sehr gut bin, werde aber die Verlage anschreiben, nach St. Pölten fahren und meine Leser vielleicht nochmals bitten, mir vielleicht eines der Bücher zu borgen oder mit eines von meinen zu tauschen und wenn ich für den Anfang ein oder zwei PDFs bekommen könnte, wäre das auch sehr fein!

Ansonsten freue ich mich über Kommentare und eine kleine Diskussion auf diesen Blog, denn ich bin heuer und wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren, auch eine Buchpreisbloggerin.

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